Renato Fauser ist die treibende Kraft hinter der Ränterbänd. Dieser Name bezeichnet weniger eine fixe Formation, als vielmehr einen losen Zusammenschluss. „Wir wollen die Infrastruktur für Menschen, die ins AHV-Alter kommen und gemeinsam Musik machen möchten anbieten“, erzählt der passionierte Drummer und Guggenmusiker.

„Manche stossen zu uns, die schon lange keine Musik mehr gemacht haben, aber nach Ende ihres Arbeitslebens eine sinnvolle Beschäftigung suchen. Andere wollen sich nach Pensionierung intensiver ihrer langjährigen Leidenschaft widmen.“


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Renato Fauser ist die organisierende Kraft bei der Wiler Räntnerbänd. 

Musikalische Stammgruppe 
„Alles begann mit einem Artikel im Dezember 2016 in einer Regionalzeitung, in dem ein Musiker im Pensionsalter Mitmusiker suchte“, erzählt Renato Fauser, der lange Jahre als Immobilienbewirtschafter bei einem Grossverteiler gearbeitet hat. „Ich fühlte mich angesprochen und meldete mich bei ihm.“ Weitere folgten dem Aufruf, es kristallisierte sich ein harter Kern von rund sieben Personen heraus. Renato Fauser fand einen Proberaum im Keller eines Wiler Schulhauseses, wo seither regelmässig gemeinsam musiziert wird.

Einen fixen Musikstil gibt es bei der losen Gruppe nicht, auch kein striktes Repertoire. Man bespricht zusammen die Vorlieben, jene mit ähnlichen Favoriten schliessen sich zum Proben zusammen. Derzeit gibt es eine Formation, die vor allem Jazz-Klassiker spielt. Eine zweite greift zu ehemals eingängigen Rock- und Popmelodien in die Saiten und in die Tasten.

Rock-Klassiker 
„Weil wir alle ungefähr zu den Jahrgängen 1948 - 1955 gehören, spielen wir vor allem die Hits aus unseren damaligen Jugendjahren“, so Renato Fauser. Aber auch Blues-Rock, Country-Rock und weitere Richtungen werden von einzelnen Mitspielern favorisiert.

Wie er betont, sind auch Musikinteressierte aus anderen Jahrgängen und Stilrichtungen problemlos akzeptiert. „Wenn sich Personen melden, die beispielweise zusammen Ländler oder Klassik spielen wollen, sind sie uns willkommen. Es muss einzig vom gemeinsamen musikalischen Niveau einigermassen passen.“ 

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Renato Fauser:  „Wir wollen die Infrastruktur für Menschen, die ins AHV-Alter kommen und gemeinsam Musik machen möchten anbieten."

Proberaum gesucht 
„Uns geht es darum, unseren Proberaum möglichst optimal zu nutzen. Er ist für unsere Zwecke perfekt, er ist gut isoliert, hat einen Spannteppich und ist ungefähr 60 Quadratmeter gross.“ Bald ist damit Schluss. “Die Stadt hat uns mitgeteilt, dass wir Ende September raus müssen, weil der Raum künftig anderweitig genutzt wird. Ab Oktober benötigen wir ein neues Lokal in mindestens derselben Grösse“, so Renato Fauser.

Derzeit wird ist der Mitgliederbeitrag absichtlich tief angesetzt, damit die Hürde für weitere Musikinteressierte niedrig ist. „Ob wir wieder ein Probelokal mit günstigen Konditionen finden, ist fraglich. Unter Umständen müssen wir von den Mitgliedern etwas mehr Geld verlangen.“

Am 28. August präsentiert sich die Jazzformation zum ersten Mal einem grösseren Publikum: sie tritt am Jahresanlass für die Menschen die in Wil Freiwilligenarbeit leisten, in der Wiler Lokremise, auf.