Die Strategie für nebeneinander liegende Rasenspielfelder besteht seit rund zehn Jahren. Die beiden Spielfelder an der Herbergstrasse und bei der Schulanlage Züberwangen genügen den Bedürfnissen an einen Trainings- und Spielbetrieb. Der laufende Zuwachs der Juniorenbewegung schränkt den Trainings- und Spielbetrieb mit zwei Rasenspielfelder in beiden Dörfern aber ein. Gemäss Aussage des Präsidenten des Fussballclubs Zuzwil hat sich die Mitgliederzahl vor allem im Juniorenbereich in den letzten rund fünf Jahren verdoppelt. Zudem ist der Unterhalt und die Pflege der Plätze an zwei verschiedenen Orten aufwendig. Hinzu kommt, dass die Infrastruktur in der provisorischen Garderobe «Fridolin» veraltet und unpraktisch ist, schreibt der Gemeinderat.

Prüfung verschiedener Standorte

Der Gemeinderat liess im Sommer 2020 durch ein Planungsbüro in einer Studie mögliche Standorte für die an einem Ort vereinten, ligakonformen Fussballplätze prüfen. Dabei schnitt die Variante mit dem Standort im Bürgerguet, nördlich des Wohn- und Pflegeheims Lindenbaum, am besten ab. Diese Variante setzt allerdings einen flächengleichen Landabtausch voraus. Leider scheiterten die Verhandlungen. Vermittlungsgespräche zwischen den Vertretern des FC und den Grundeigentümern blieben ebenfalls erfolglos. Der Gemeinderat erkundigte sich bei den Nachbargemeinden Niederhelfenschwil und Uzwil sowie bei der Oberstufenschulgemeinde Sproochbrugg, ob die Gemeinde bzw. der FC ihre bestehenden Sportanlagen mitbenutzen könnte. Die Antworten fielen negativ aus. Die Sportanlage Rüti ist bereits voll belegt und ein mögliches, freies Grundstück in Niederhelfenschwil dient als Reserve für allfällige Schulausbauten.

Es steht ausser Frage, dass dem FC eine passendere Infrastruktur zusteht. Aus diesem Grund liess der Gemeinderat in einer Studie den Bau eines zusätzlichen Trainingsfeldes auf dem gemeindeeigenen Grundstück an der Herbergstrasse, westlich vom Werkhof, vertiefter abklären. Die Studie kam zum Schluss, dass auf dem neuen Platz ein Trainings- und Spielbetrieb für D- und E-Junioren möglich wäre. Die notwendigen Garderoben könnten wie bisher im Feuerwehrdepot und in der Sporthalle zur Verfügung gestellt werden. Auf dem neuen Platz soll allerdings nur solange gespielt werden, bis eine neue Anlage im Bürgerguet bereit ist. Dann könnte die eingezonte Fläche an der Herbergstrasse anderweitig überbaut werden.

Rasenspielplätze im Bürgerguet

Trotz der missglückten Verhandlungen hält der Gemeinderat am Standort Bürgerguet für Standard- Fussballplätze weiterhin fest. Das dafür nötige Areal ist auch im Richtplan ausgeschieden und soll im neuen Zonenplan der «Freihaltezone Sport und Freizeit» zugeteilt werden. So werden immerhin die ortsplanerischen Grundlagen geschaffen, damit mittelfristig die Fussballplätze an einem Standort zusammengeführt werden können.

Weiteres Vorgehen

Der Gemeinderat informierte den Vorstand des Fussballclubs, die Anwohner und den Pächter über seine Absichten in Sachen temporärer Fussballplatz an der Herbergstrasse. Nun erarbeitet ein Planungsbüro ein Vorprojekt und den Kostenvoranschlag. Schliesslich soll die Stimmbürgerschaft an der Bürgerversammlung vom 31. März 2023 über die Kredite für die Realisierung des Trainingsfeldes in Zuzwil und der Erstellung von Garderoben in Züberwangen auf dem Parkplatz «West» befinden können. Wenn die Kredite genehmigt werden, findet anschliessend das öffentliche Auflageverfahren für den Bau eines Trainingsfeldes und eines Garderobengebäudes gemäss den Bestimmungen des Planungs- und Baugesetzes statt.