Wie sein Vorgänger Stefan Kramer, der den Regionalverband während 18 Jahren massgeblich geprägt hat, legt auch Tom Widmer Wert auf die Pflege der Kameradschaft und kulinarische Genüsse. „An der Delegiertenversammlung haben wir Gelegenheit, uns mit Kameraden aus anderen Gemeinden oder mit ehemaligen Kommandanten und Offizieren auszutauschen. Bewusst haben wir heute auf offizielle Reden von Gemeindevertretern und auf musikalische Unterhaltung verzichtet. So bleibt genügend Zeit für die Kontaktpflege und die Diskussionen“, sagte Widmer bei der Begrüssung der 45 stimmberechtigten Delegierten und rund 30 Gäste, darunter Andrea Schöb, Kantonsrätin und Mitglied des Kantonalverstands.


Feuerschutzgesetz zurückgewiesen

Präsident Widmer stellte in seinem Jahresbericht fest, dass sein erstes Amtsjahr keine aussergewöhnlichen Einsätze des Vorstands erforderte. „Mein erstes Jahr als Präsident war spannend und lehrreich. Das Thema Totalrevision des Feuerschutzgesetzes war ein wichtiges Geschäft für den ganzen Feuerwehrverband“, betonte Widmer. Der Entwurf sei nach dem Vernehmlassungsverfahren an die Regierung zurückgewiesen worden. Fünf wichtige Punkte seien nicht in die Vorlage eingeflossen, weshalb die Feuerwehrverbände nicht einverstanden waren.

Die Aus- und Weiterbildung bezeichnete Widmer als Hauptaufgabe des Regional Feuerwehrverbandes. Er habe im vergangenen Jahr alle vier vom Regionalverband organisierten Kurse besucht und sich von einer hohen Motivation und Begeisterung der insgesamt rund 310 Teilnehmenden und des Kursstabes überzeugen lassen, sagte der Verbandspräsident. Mit Stolz erwähnte er, dass der Brandcontainer 70 Stunden im Einsatz gestanden habe. 2020 werde die Aus- und Weiterbildung in Bernhardzell durchgeführt.


Budget und Rechnung ausgeglichen

In Abwesenheit des Kassiers Rolf Kreis erläuterte der Präsident die abgeschlossene Jahresrechnung 2018 und das Budget 2019. Als grösster Ausgabenposten betragen die Kurskosten jährlich über 100‘000 Franken. Im Budget 2019 ist ein Betrag für den Unterhalt des Brandcontainers sowie eine Beteiligung an der Beschaffung eines regional eingesetzten Elektroprüfgeräts vorgesehen. Die Beiträge der Gemeinden verbleiben bei 120 Franken pro Sektion und 0,5 Rappen pro Einwohner. Ohne Diskussion wurden die Anträge der GPK genehmigt.

In der Allgemeinen Umfrage thematisierte Andrea Schöb den Entwurf für das Feuerschutzgesetz, mit dem sie sich sowohl aus der Sicht des Kantonal Feuerwehrverbandes wie auch als Kantonsrätin befasst. Ihr engagiertes Votum führte zu einem hitzigen Dialog mit einem Delegierten, der in verschiedenen Punkten gegenteiliger Meinung war.

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Andrea Schöb, Kantonsrätin und Vorstandsmitglied des Kantonalverbandes vermittelte aktuelle Informationen