Der Erntedankgottesdienst vom Sonntag in der Kirche Niederglatt sorgte für eine Auseinandersetzung über den Umgang mit der grossen Ernte. Die Überzeugung zum Teilen mit anderen Menschen bedarf öfters einer hinweisenden Begegnung, wie es die Kinder im Spiel aufzeigten. Dass dem Erntedank eine tiefere Bedeutung obliegt, gab Pastoralassistent Roman Brülisauer in seinen Predigtgedanken zu verstehen. Die Pfarrei Niederglatt zeigte sich trotz kleinerer Mitgliederzahl zum Erntedank-Gottesdienst mit einer grossartigen Vorstellung von Früchten der Ernte. Pfarrer Markus Schöbi gab sich eingangs des Gottesdienstes erfreut über die reiche Bescherung, ansprechend aufgestellt seitens der Mesmerin Brigitte Egli. Für eine beschauliche Betrachtung des Teilens der grossen Ernte sorgte die Kindergruppe, begleitet von Manuela Lauener und Vreni Stämpfli.


Das Teilen der grossen Ernte ist nicht einfach
Das Spiel der Kindergruppe im Wortgottesdienst nahm sich dem nicht einfachen Umgang mit der grossen Ernte an. Der reiche Bauer sah keinen Grund, die mit harter Arbeit erreichte Ernte mit anderen zu teilen. Die Begegnung mit einer Familie, welche nur Weniges zu Essen hatte, liess zwar Bedauern aufkommen, aber noch ohne Reaktion.


Stutzig wurde der Landwirt erst, als er die Familie trotz weniger Nahrung und Verlust des Wohnhauses durch Brand noch immer zufrieden vorfand. Beschämt von seinem bisherigen Verhalten kehrte sich seine Meinung und er lud die Familie zu sich nach Hause ein, mit ihnen die Gaben der Ernte zu teilen. Für die Kinder eine Gelegenheit, sich freudvoll an den Früchten der Ernte gütlich zu tun.


Herz erfüllende Dankbarkeit
In seinen Predigtgedanken belegte Pastoralassistent Roman Brülisauer, dass gerade in diesem Jahr der Erntedank eine besondere Bedeutung einnehme und nicht als alter Brauch in Erscheinung trete. Frost und Schnee im April hätten im Hinblick zur Ernte nichts Gutes erahnen lassen. Nun ständen wir trotz allem vor einer reichen Ernte, Vieles habe dennoch gereift.


Wirtschaftlich gesehen müsse alles rentieren, an sonst rote Zahlen drohten. Gott fordere gerade in schwierigen Zeiten in allem Geduld und Vertrauen, weil seine Pläne weitergehend ausgelegt seien. Fruchtbarkeit sei auch von uns Menschen gefordert, im Wort Gottes allzeit zu erreichen.