Rund 700 Personen sind innerhalb von zwei Jahren in Oberuzwil neu zugezogen. 110 haben sich zur Neuzuzüger-Begrüssung angemeldet und gemeinsam einen interessanten Tag erlebt. Die Gemeinde pflegt diesbezüglich eine wirkliche Willkommenskultur. Zwei Postautos brachten die Teilnehmer auf den Eppenberg und nach dem Apéro wieder zurück zur Mehrzweckhalle Breite. Nach dem gemeinsamen Essen standen Informationen über den neuen Wohnort und ein musikalischer Abschluss auf dem Programm.Jede Gemeinde ist daran interessiert, dass sich ihre Einwohner wohl fühlen und auch aktiv am Gemeindeleben beteiligen. Viele Gemeinden versuchen, neu zugezogenen Einwohnern diesen Schritt zu erleichtern. Zum Beispiel mit einem Begrüssungsanlass.

Wertvolle Kontakte
Oberuzwil hat dazu den Zweijahresrhythmus gewählt. Natürlich ist kein vollzähliger Aufmarsch zu erwarten. Auch wenn das Programm attraktiv ist, zum Glück zwingen lässt sich niemand. Und manche der neu Zugezogenen sind wohl auch schon gut integriert. Die über hundert neuen Oberuzwiler aber dürften ihre Teilnahme nicht bereut haben. Zum einen wurden sie im Auftrag der Gemeinde kulinarisch verwöhnt, und Mitglieder der Kulturkommission haben mit einem abwechslungsreichen Programm aufgewartet. Ausserdem haben sie untereinander und mit den Behördenvertretern wertvolle Kontakte knüpfen können.

Wettbewerb und Brauchtum
Zwei Postautos brachten die bunt zusammengewürfelte Teilnehmerschar – Kinder und Erwachsene, Schweizer und Ausländer – auf den Eppenberg. Dank weitgehend blauem Himmel und sonnigem Wetter bot sich vom höchsten Punkt der Gemeinde eine wunderbare Sicht auf die neue Wohngemeinde und ihre Umgebung. Nach der Begrüssung durch Gemeinderat Reto Almer und dem Apéro beteiligten sich viele an einem Wettbewerb. Die beiden Mitglieder der Kulturkommission Margrit Dürr und Heinrich Alder leiteten sie an und bewerteten die Ergebnisse. Es galt, das Bild des Rathauses oder des Dorfplatzes von Oberuzwil aus Puzzleteilen in möglichst kurzer Zeit zusammenzusetzen.

Vor dem Restaurant überraschten fünf Alphornbläser mit gekonnten Vorträgen. Sie spielten auf Alphörnern, die einer der Bläser, der Henauer Roland Zahner, selber hergestellt hat. Wer wollte, konnte sich am Alphorn, und auch beim Talerschwingen selber versuchen.

Wohnliche Drei-Dörfer-Gemeinde
Nach der Rückfahrt zur Mehrzweckhalle Breite unterhielten sich die Teilnehmer beim gemeinsamen Mittagessen. Speisen und Getränke konnten sie aus einem reichhaltigen Angebot selber auswählen. Anschliessend gab es für Kinder in einer der Hallen Spielmöglichkeiten.

Gemeindepräsident Cornel Egger stellte im Anschluss die Gemeinde mit den drei Dörfern Oberuzwil, Bichwil und Niederglatt in Wort und Bild vor. Die Gemeinde zählt gut 6300 Einwohner, wobei Oberuzwil fast die 5000er Grenze und Bichwil beinahe die 1000er Grenze erreicht. Die Gemeindebehörde strebt eine massvolle qualitative Weiterentwicklung an. Wichtig ist eine gute Bildung. Die Einheitsgemeinde zählt gut 700 Schüler. Cornel Egger wies auf die eben beschaffte moderne IT-Ausrüstung der Schulen hin.