Die achtköpfige städtische Arbeitsgruppe «Energiestadt» begleitet den Rezertifizierungsprozess. Sie erarbeitete auch das Aktivitätenprogramm 2018-2022 nach europäischen Standards, welches eine Bedingung für die Rezertifizierung ist. Zudem müssen mindestens 50 Prozent der im Jahr 2014 definierten Massnahmen umgesetzt worden sein. Bei der Beurteilung ist zu berücksichtigen, dass die Anforderungen an die Energiestädte, auch durch höhere gesetzliche Vorgaben, laufend gestiegen sind.

Umsetzungsgrad 70% erreicht
Alles in allem war die Stadt Wil auch in den letzten vier Jahren in der Energiepolitik wieder sehr aktiv. Der wichtigste Meilenstein war das kommunale Energiekonzept. In einer Vorab-Beurteilung eines externen Fachmanns weist die Stadt im Schnitt einen Umsetzungsgrad von rund 70 Prozent auf, im Einzelnen je nach energiepolitischem Bereich zwischen 51 und 79 Prozent. Damit sollte sie nach der Rezertifizierung zu den besten 20 Prozent der Schweizer Energiestädte gehören. Die definitive Position steht mit dem Entscheid der Labelkommission betreffend Re-Audit fest.

Energieeffizienz weiter steigern
Das grösste Potential besteht für Wil im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz, insbesondere bei den kommunalen Gebäuden und Anlagen, bei den Solaranlagen, der Fernwärme und den Mobilitätsstandards.

Der Stadtrat hat an seiner letzten Sitzung das Aktivitätenprogramm 2018 – 2022 als Absichtserklärung genehmigt und der Labelkommission das fünfte Re-Audit der Energiestadt Wil offiziell beantragt. Zudem hat er das Energiesparziel für das Jahr 2018 für die Stadt Wil auf ehrgeizige 1‘400 MWh festgelegt und die Departemente beauftragt, die Massnahmen zu planen und umzusetzen.

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WEITERE THEMEN

Der Stadtrat hat folgende Entscheide gefällt:
- Der Stadtrat hat die Interpellation von Susanne Gähwiler (SP) «Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Stadtverwaltung» beantwortet). Er ist der Überzeugung, dass die Stadt mit den bisherigen, aber insbesondere auch mit den neuen personalrechtlichen Bestimmungen genügend Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie anbietet. Im Einzelfall sind stets die Bedürfnisse der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters den Bedürfnissen des laufenden Betriebs für die städtischen Kundinnen und Kunden gegenüberzustellen. Bei der Interessensabwägung stehen dem Stadtrat die im Stellenplan aufgeführten Stellenprozente und die dafür vom Parlament gesprochenen Mittel zur Verfügung.

- Der Stadtrat beantragt dem Parlament, das Postulat «Schulprovisorium Standort Lindenhof» von Christine Hasler (CVP) erheblich zu erklären). Vom Stadtrat wird ein detaillierter Bericht zu den berücksichtigten und nicht berücksichtigten Standorten für den Ausbau für Schul- und Sportunterricht erbeten. In seiner Begründung schreibt der Stadtrat, die Antworten auf die Fragen des Postulats bedingten den Bericht und Antrag «Pavillon Langacker», den Schlussbericht «Schule 2020» sowie eine konkretisierte Schulraumplanung. Eine mögliche Dringlichkeitserklärung durch das Stadtparlament wird begrüsst.

- Die Stadt Wil schreibt das Catering für die schulischen Mittagstische neu aus. Bei der Ausschreibung des Caterings im Jahr 2016 setzte sich die Firma SV Schweiz AG durch. Der Prozess führte zu Kritik. Um den Vergabeprozess des Caterings rechtzeitig und sorgfältig durchzuführen, kündigt die Stadt Wil den Vertrag mit der SV Schweiz AG fristgerecht auf Juli 2019. Die Neuvergabe soll unter Einbezug von internen und externen Fachleuten bis Jahresende erfolgen.

- Der Stadtrat hat das Reglement über die Schulwegentschädigung genehmigt und auf das Schuljahr 2018/2019 in Kraft gesetzt. Damit wird sichergestellt, dass der Anspruch auf einen Transport oder eine Entschädigung bei einem unzumutbaren Schulweg klar geregelt ist.

- Der Stadtrat hat den Auftrag in der Höhe von 49‘350 Franken für einen Sporthallenlift in der Dreifachturnhalle Lindenhof an die Schuler & Schuler AG, Immensee SZ, vergeben. Die Hebebühne wird auch in der Ebnet Sporthalle zum Einsatz kommen.