hallowil.ch: Herr Habrik, was waren Ihre persönlichen Highlights des Jahres 2018?

Die schönen Feste im Dorf, die nur mit viel Leidenschaft und uneigennütziger Freiwilligenarbeit möglich sind, waren Höhepunkte für Jung und Alt. Ich denke dabei ans «Spektakulair», ans Dorffest Gähwil, ans Jubiläum der Blechharmonie, an die Junioreneuropameisterschaft im Radball und viele mehr.

hallowil.ch: Was hat Sie negativ berührt?

Dass es Menschen gibt, die im Umgang mit Angestellten der Gemeinde jeden Respekt vermissen lassen.

hallowil.ch: Sie sind seit zwei Jahren Gemeindepräsident von Kirchberg. Was für ein Zwischenfazit ziehen Sie?

Das waren die zwei schönsten Jahre in meiner Karriere. Ich geniesse die abwechslungsreiche und spannende Aufgabe jeden Tag. Das Umsetzen von grösseren Bauprojekten ist sehr komplex, das schaue ich heute anders an als früher. Zudem war mir nicht bewusst, dass die Gemeindepräsidenten sehr viele regionale und kantonsweite Aufgaben wahrnehmen.

hallowil.ch: Seit zwei Jahren ist Kirchberg eine Einheitsgemeinde. Wie weit ist man in der Zusammenführung und was ist noch zu tun?

Wir sind auf gutem Weg und passen laufend kleine Sachen an, wenn notwendig. Wo wir noch keine Einheit sind, ist in der Informatik. Dort haben wir noch Potential.

hallowil.ch: Die Finanzen interessieren in Kirchberg: Kann schon eine Aussage vorweggenommen werden, wie der Jahresabschluss 2018 ausfallen wird?

Wir haben die Steuereinnahmen fürs 2018 optimistischer budgetiert als auch schon. Dennoch liegen die Steuereinnahmen weit über Budget. Der Jahresabschluss wird also sicher positiv.

Post inside
Roman Habrik bezeichnet die ersten beiden Jahre als Gemeindepräsident als "die zwei schönsten meiner Karriere".

hallowil.ch: Was passiert mit dem Steuerfuss?

Das entscheiden wir anfangs Februar im Gemeinderat. Die anstehenden Investitionen sind ja bekannt.

hallowil.ch: Die Schulbauten sind ein Dauerbrenner: Was sind die nächsten Schritte, vor allem auch betreffend Neubau des Primarschulhauses Sonnenhof in Kirchberg?

Drei lokale Abstimmungen und Umfragen zu Schulbauten in einem Jahr kommen nicht oft vor. Die Einwohner stehen hinter dem Fahrplan, wie der Gemeinderat die Schulbauten umsetzen will. Dabei haben sich in der Gemeinde weder zwei verfeindeten Lager gebildet noch haben sich unüberwindbare Gräben aufgetan. Wir haben eine gute Diskussionskultur in der Gemeinde. Das freut mich sehr.

hallowil.ch: Es geht das Gerücht, das Land des Alterszentrums «Rosenau» im Dorfzentrum Kirchberg sei an Dritte verkauft worden und die Credit Suisse werden entgegen der Ankündigungen nicht bauen. Stimmt das?

Das stimmt, ja. Das Land wurde verkauft. Ich bin mit dem neuen Eigentümer bereits in Kontakt.

hallowil.ch: Welche wichtigsten Ziele setzt sich der Gemeinderat für 2019?

Der «Sonnegrund», Haus für Betagte, ist schon 30 Jahre alt. Ein Schwerpunkt wird sicher sein, zu klären, welche baulichen Massnahmen im «Sonnegrund» notwendig sind, damit wir den Bewohnenden in Zukunft mehr Einerzimmer und den Mitarbeitenden eine zeitgemässe Infrastruktur anbieten können. Gleichzeitig werden wir die Anstrengungen zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt intensivieren. Im Vergleich zu den allermeisten Gemeinden im Kanton wohnen überdurchschnittlich viele Flüchtlinge bei uns, vor allem in Bazenheid.

hallowil.ch: Ihr Wunsch für 2019?

Dass sich weiterhin so viele Menschen in all den verschiedensten Vereinen engagieren. Das macht unsere Gemeine lebenswert.