Der Fussballplatz Au des FC Rickenbach steht in der Landschaftsschutz-Zone. Er darf da also eigentlich gar nicht sein. Schon seit Jahren wurde dieses Provisorium sowohl vom Ostschweizerischen Fussballverband als auch vom Kanton geduldet. Vor ein paar Jahren war eine definitive Lösung angestrebt worden. An der Ortsgrenze zu Wilen war ein Stück Land im Gebiet Vogelherd nahe des Ägelsee-Schulhauses für den Bau eines neuen Fussballplatzes auserkoren worden. Jedoch wurde man sich mit dem Landbesitzer preislich – der Gemeinderat hatte sich drei Millionen Franken als Kostendach für den Landkauf vorgegeben – nicht einig und das Projekt war früh vom Tisch. Man schrieb die Jahre 2012 und 2013.

In der Zwischenzeit hat sich die Situation grundlegend geändert und der FC Rickenbach stellt seit der vergangenen Saison keine Aktivmannschaft mehr, sondern nur noch Juniorenteams. Diese spielen auf einem Kleinfeld. Gemäss Übersicht des Ostschweizer Fussballverbands sind für Rickenbach die Plätze Ägelsee und Thurlinde gemeldet, auf denen bis zu den Junioren D gespielt werden darf.


Unkraut und Ungeziefer auf dem Fussballplatz

Der Fussballplatz in der Au ist seit mehreren Monaten nicht mehr genutzt und vor allem auch nicht mehr gepflegt worden. Der Eigentümer des Landes hat deswegen mit der Gemeinde Kontakt aufgenommen. Der Platz müsse gemäht werden, damit sich das Unkraut und Ungeziefer nicht auf die angrenzenden Landparzellen ausweite. Damit dieser Platz wieder für den Meisterschaftsbetrieb genutzt werden könnte, wäre wohl eine umfangreiche Sanierung des Rasens notwendig, schreibt die Gemeinde Rickenbach in einer Mitteilung. Die Zinsen von knapp 10‘000 Franken pro Jahr seien nicht mehr gerechtfertigt. Darum hat der Gemeinderat den Rückbau der Anlage ins Auge gefasst. Die Verantwortlichen des Fussballclubs wurden darüber informiert.

In seiner Stellungnahme schreibt der Fussballclub, dass man wegen der ungenügenden Sportplatz- Infrastruktur – der Platz liegt ausserhalb des Dorfes und eine Umkleidekabine ist weit entfernt – leider keine Argumente habe, um Fussballer für den Verein zu gewinnen. Erfreulich sei, dass im Juniorenbereich gute Arbeit geleistet werde. Das Trainerteam betreue rund 60 Kinder. Die Ausbildung der Kleinen soll weitergeführt werden. Der Gemeinderat ist ebenfalls der Meinung, dass der Juniorenbereich weiterhin unterstützt werden müsse. Er ist auch bereit, dem FC Rickenbach für künftige Lösungen Hand zu bieten, wie er schreibt. Nun werden Offerten für den Rückbau des Platzes in der Au eingeholt. Idealerweise soll dieser noch heuer abgeschlossen sein. (gk/sdu)