Nach 13 Jahren im Oberuzwiler Gemeinderat tritt Thomas Müller von der FDP aus beruflichen Gründen per Ende 2017 zurück. Müller sieht den Zeitpunkt des Rücktritts ideal, da wichtige Projekte wie Hallenbad und Schulhauserweiterung aufgegleist seien. Als Amtsältester im Rat könne er auf zahlreiche erfreuliche Errungenschaften zurückblicken. Wichtig nannte Thomas Müller weiter die Tatsache, dass seine Partei in der Person Ingrid E. Markart eine Nachfolgerin bieten kann. Die FDP will an der Nominationsversammlung im August die Anwältin und Geschäftsführerin Ingrid E. Markart zur Nominierung vorstellen.Thomas Müller, Jahrgang 1958, begründete seinen Rücktritt mit der zunehmenden Belastung in seinem Druckereiunternehmen, welches er vor vier Jahren mit 35 Mitarbeitenden übernommen hatte. Er wolle die Arbeit im Gemeinderat ganzheitlich ausführen können, was aus geschäftlichen Belastungen immer schwieriger werde. Mit Blick auf die nun aufgegleisten Projekte in der Gemeinde, sehe er seinen Rücktritt innerhalb der Amtsdauer ideal, um einem Nachfolger oder Nachfolgerin nicht Altlasten zu überlassen.

Erfreuliche Entwicklungen erlebt
Thomas Müller wies darauf hin, dass in seinen 13 Jahren Gemeinderat der Steuerfuss von 162 auf 129% gesunken sei, was er als Wirtschaftsfachmann besonders begrüsst habe. Auch die Altlasten Benninger- und Heerareal seien gelöst. Die Implementierung der Schulorganisation mit der Schaffung des Leiters Volksschule sei keine einfache Aufgabe gewesen. Die Direktwahl des Schulpräsidenten sei nun entschieden, obwohl die freie Besetzung im Rat mehr Spielraum bezüglich Eignung geboten hätte. Aufgegleist seien nun auch die Sanierung Hallenbad und Erneuerung Schulanlage Breite mit Erweiterung.

Als Highlights in seiner Zeit im Gemeinderat nannte Müller den Unternehmeranlass und Business-Lunch, wo sie immer beste Referenten gewonnen hätten. Lobende Worte hatte Müller in seiner Stellungnahme zum Rücktritt für die immer bestens vorbereiteten Gemeinderatssitzungen durch Gemeindepräsident Cornel Egger. Auch habe die Konstellation in der Zusammensetzung des Gemeinderates optimal funktioniert

Nachfolge in Sicht
Paul Stengel, Präsident der Oberuzwiler FDP, wollte im Hinblick der baldigen Rücktrittsankündigung frühzeitig für eine Nachfolge sorgen. Er nannte es wichtig, dass wieder eine wirtschaftlich orientierte Person folgen könne. Weil die FDP gemäss aktuellem Wähleranteil im Rat vorteilhaft vertreten sei, könne es auch zu einer Kampfwahl gegen eine Kandidatur aus einer anderen Partei kommen. Mit einer gut vorbereiteten Kandidatur könne die FDP Vertretung wieder gesichert werden. Aus der Sicht der FDP ist eine zweite Frauenvertretung sicher erwünscht.

Der FDP-Vorstand will mit der Rechtsanwältin und Geschäftsführerin Ingrid E. Markart-Kaufmann im August vor die FDP Mitglieder treten für eine Nominierung. Ingrid Markart-Kaufmann, lic. iur. HSG Rechtsanwältin mit Jahrgang 1963, römisch-katholisch, wohnt am Brennerweg 3 in Oberuzwil in fester Partnerschaft und ihrem Sohn Luca. Seit fünf Jahren wirkt sie als Geschäftsführerin im PeLago-Pflegeheim der Region Rorschach. Sie bringt weiter Berufserfahrungen ein in den Bereichen Personalentwicklung und Anwaltsaufgaben.

Nomination im August
Die Oberuzwiler FDP wird im August zu einer Nominationsversammlung einladen. Aus heutiger Sicht wird Ingrid E. Markart nach Präsident Paul Stengel als einzige Kandidatin aus der FDP antreten. Den Termin der Nachwahl wird die Politische Gemeinde festlegen, was wohl im Raum November der Fall sein werde.