Das Departement für Bau und Umwelt hat am 30. April 2020  den Jahresbericht 2020 des Fluglärmmonitorings Hinterthurgau publiziert. Die Messstation in Balterswil hat noch nie so wenige Fluglärmereignisse erfasst wie im Pandemiejahr. Im Frühling kam der Flugverkehr fast vollständig zum Erliegen.

Insgesamt wurden 2020 in den Nachtstunden von 22 bis 24 Uhr total 1017 Fluglärmereignisse gezählt (Vorjahr 3510). Das entspricht einer Reduktion um 70 Prozent. In der ersten Nachtstunde von 22 bis 23 Uhr wurden nur 852 Ereignisse erfasst (2019 = 2743), in der zweiten Nachtstunde gerade einmal 165 übers ganze Jahr (2019 = 767). Der Pegel in der ersten Nachtstunde sank dadurch auf 38 dB(A), in den Vorjahren waren es 43 dB(A). In der zweiten Nachtstunde war es mit 30 dB(A) aussergewöhnlich ruhig. In den Vorjahren waren 37 dB(A) im 2019 bis 45 dB(A) im 2014 registriert worden. Besonders drastisch war der Einbruch im Frühling 2020. Im April zählte die Messanlage nur 7 Überflüge zwischen 22 und 24 Uhr, im Mai 10. Im Juni flog nach 23 Uhr kein Flieger über den Hinterthurgau.

Zusätzlich zur Berechnung der fachtechnisch gängigen Jahresdurchschnittswerte werden im Fluglärmmonitoring auch die Maximalpegel der einzelnen Fluglärmereignisse dokumentiert. In der ersten Nachtstunde erreichten 158 von 852 und in der zweiten Nachtstunde 26 von 165 akustisch erfassten Überflügen einen Maximalpegel von über 60 dB(A). Das lauteste Fluglärmereignis erzeugte einen Maximalpegel von 72.6 dB(A).