Kann Rumor kann doch sowohl als Lärm, Tumult oder dumpfes Geräusch aber auch als Gerücht oder im Fall von rumoren als unterdrückte Unruhe, ein dumpfes Geräusch verursachend, herumspuken, lärmend poltern, geräuschvoll hantierend, grollen, gären, scheppern gelesen werden. Die ausgestellten Installationen, Objekte, Cyanotypien, Projektionen nehmen alle in ihrer eigenen Art und Weise Bezug auf diesen seltsamen Begriff, regen an zu Assoziationen, rufen Erinnerungen wach, lassen Gedanken schweifen.

Vielschichtige Installationen

«RUMOR 1» etwa ist eine Rauminstallation. Die Arbeit besteht aus mehreren scheinbar schwebenden Stahltafeln unterschiedlicher Dimensionen, die mit mechanischen Mitteln zum Vibrieren gebracht werden. Die Installation ist mit mehreren Sinnen wahrnehm- und erlebbar; auditiv durch die emittierten Geräusche, visuell durch die unterschiedlichen Bewegungen der Stahlflächen, emotional durch die eigene Interaktion mit der Installation. Wer sie betrachtet aktiviert oder deaktiviert sie durch eigenes Betreten, eigene Bewegungen, Stillstehen. So entstehen unterschiedlichste Geräuschnuancen, die von Stille über leises Klopfen bis hin zu mehrschichtigem Rumoren reichen.

Während auch «RUMOR 2» und «RUMOR 3» irgendwo im Zwischenraum von kinetischer Plastik und Geräuschobjekt verortet sind und sowohl visuelle als auch akustische Wirkung haben, führen die verschiedenen Videoarbeiten in bewegte Welten – tonlos, still. Abgerundet wird die Ausstellung durch eine Serie von Cyanotypien, Bilder von einem Element, das in den anderen Arbeiten in je ihrer eigenen Art auch präsent ist: Wasser. So abstrakt die Bilder erscheinen, so wirklichkeitsnah sind sie.

Unterschiedliche Materialien und Methoden des Gestalterduos

Das Künstlerduo verwendet für die verschiedenen Arbeiten unterschiedlichste Materialien und Techniken, die es immer wieder neu auslotet, damit experimentiert und kombiniert: Stahl, Motoren, Video, Ausgedientes, Plastiksäcke, Fotografie...

Die Lust am Versuch, am spielerischen Forschen und Entwickeln steht immer am Anfang, wenn Neues entsteht.

«RAAR» ist ein Gestalterduo; Richard Albertin und André Ribi. Zusammen realisieren sie künstlerische Projekte, neben ihrer Zusammenarbeit arbeiten sie auch an individuellen Projekten. Beide haben ihre Ausbildung an der ZHdK absolviert. Heute arbeiten sie freiberuflich bzw. als Lehrer für Gestaltung und Kunst.

Öffentliche Vernissage am 7. Mai

Die öffentliche Vernissage findet am Samstag, 7. Mai, ab 17 Uhr statt. Das Team der Galerie Fafou freut sich, einem aussergewöhnlichen Projekt eine stimmige Plattform bieten zu dürfen und heisst das Duo herzlich willkommen. Vor allem aber auch freut sich das Team auf viele neugierige Besucherinnen und Besucher, welche die Installation er- und mit ihrer Interaktion beleben werden. Weitere Informationen sind auf der Website der Galerie www.fafou.ch aufgeschaltet.