Die Fahrer der ersten von sieben Kategorien wurden am Sonntagvormittag schon um 9 Uhr auf die Strecke geschickt, die Elitefahrer starteten um 14 Uhr. Gefahren wurde auf einem Rundkurs mit Start an der Morgenstrasse in Oberuzwil. Die Strecke wird als mittelschwer, aber selektiv eingestuft. Vom Startplatz musste der Aufstieg nach Bichwil bewältigt werden. Dann folgte ein flaches Teilstück über Riggenschwil nach Stolzenberg. Rasant abwärts ging es über Jakobsrue zum Lindenplatz Uzwil und anschliessend wieder eher flach zurück zur Morgenstrasse. Die Länge des Rundkurses beträgt 8 Kilometer, er weist 128 Höhenmeter auf. Je nach Kategorie musste er zwischen einem Mal und 14 Mal absolviert werden. Die Elitefahrer legten also insgesamt 112 Kilometer zurück.


Erstes Rennen in diesem Jahr

Das Organisationskomitee hätte die Durchführung im Wissen um die schlechten Wetterbedingungen wohl kaum ins Auge gefasst. Mediensprecher Peter Kuhn ist das Rennen selber gefahren: «Ich musste wirklich durchbeissen. Es war nicht nur nass, sondern auch empfindlich kalt. Am Schluss verspürte ich den Kuhnagel.» Bei einigen Kategorien erschien nur etwa die Hälfte der Angemeldeten am Start. Einige hätten am Morgen wohl aus dem Fenster geschaut und festgestellt, dass das nicht ihr Wetter sei, sagte Peter Kuhn.

Dass die Zuschauerzahl unter dem Regen litt, bezeichnete er nicht als Mangel. So hätten die Coronavorschriften problemlos eingehalten werden können. Wegen dieser Vorgaben habe man ja auch auf eine umfangreiche Werbung verzichtet. Vorrangiges Ziel des Anlasses sei es gewesen, den Fahrern die Möglichkeit zu bieten, in diesem aussergewöhnlichen Jahr ihr Können wenigstens an einem Vergleich zu messen.


Albasini im Mittelpunkt des Interesses

Michael Albasini war beim Eliterennen das Aushängeschild. Er gewann während seiner Karriere sowohl die Gesamtwertung kürzerer Etappenrennen, als auch vornehmlich im Sprint einzelne Etappen und Eintagesrennen. Albasini ist bereits jetzt der erfolgreichste Fahrer bei Rennen, die der RMV Uzwil organisiert hat. Auch in diesem Jahr hat er das Rennen gewonnen. Bereits früher gewann er in den Nachwuchskategorien 1994 (Schüler), 1996 (U17) und 1998 (U19) das Kriterium «Rund um den Bühler», 2006 wurde er als Profi Fünfter. Die Strassen rund um Uzwil scheinen ihm zu behagen.