Dass an lauen Sommerabenden Littering ein Problem ist oder auch der eine oder andere Lausbubenstreich begangen wird, hat sich in den vergangenen Jahren leider immer mehr zur Gewohnheit entwickelt. Was sich aber in den beiden Nächten auf Samstag und Sonntag in Flawil abspielte, geht deutlich darüber hinaus. In der ersten Nacht veranstalteten zwei alkoholisierte Jugendliche mitten in der Gemeinde entlang der Wilerstrasse, Haldenstrasse, Weideggstrasse, Höhenstrasse, Steigstrasse und selbst der Bahnhofstrasse einen regelrechten «Saubannerzug», wie die Kantonspolizei St. Gallen am Sonntag vermeldete. Die beiden Burschen beschädigten unter anderem verschiedenes Gartenmobiliar, Pflanzen sowie Kinderspielgeräte. Die Vandalen konnten durch Polizisten der Kantonspolizei St. Gallen angehalten werden. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.

Damit aber noch nicht genug: In der Nacht auf Sonntag verunstaltete eine unbekannte Täterschaft den Bahnhofplatz, indem Abfalleimer und Tafeln herumgeworfen, Bauabschrankungen verstellt sowie ein mobiles Toilettenhäuschen umgestossen wurden. Die Polizei sucht Zeugen. Personen, die Hinweise zum Vorfall in der Nacht auf Sonntag machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeistation Flawil unter Telefon 058 229 60 16 zu melden.

Gefluteter Keller und hoher Sachschaden
Auch im Oberuzwiler Weiler Niederglatt wird dieses Wochenende noch lange in Erinnerung bleiben. Nachdem am Samstagmorgen eine 19-jährige Autolenkerin von einer Brücke auf die SBB-Geleise gestürzt war und nach einer Kollision mit einem Schnellzug schwerverletzt ins Spital musste (Hallowil.ch hat berichtet), kam es einen Morgen später zu einem weiteren Zwischenfall. Ein 48-jähriger Autofahrer war mit seinem Fahrzeuggespann am Sonntagmorgen um 10 Uhr auf der Niederuzwilerstrasse unterwegs in Richtung Uzwil. Im Bereich einer Automobilwerkstatt machte sich der Wohnanhänger aus bislang noch unbekannten Gründen selbständig. Dabei kam er rechts von der Strasse ab, prallte gegen mehrere abgestellte Autos und schob diese teilweise gegeneinander. Ausserdem stiess der Anhänger mit einem Hydranten zusammen, welcher sich durch den Anprall aus der Befestigung löste. In der Folge kam es zu einem erheblichen Austritt von Hydrantenwasser. Dieses floss unter anderem in die Kellerräume eines angrenzenden Gebäudes. Bei diesem Unfall wurden keine Personen verletzt. Der entstandene Sachschaden dürfte mehr als hunderttausend Franken betragen. (kapo/sdu)