Gemütliches Zusammensein und ein gute Portion Weiterbildung prägte den Ausflug der Ski-Club Mitglieder. Sich wieder einmal zu treffen, wurde seitens der Mitglieder in grösserer Zahl wahrgenommen. Schon zu früher Stunde startete die Fahrt mit einem komfortablen Car von Wick-Reisen in Flawil. War die Witterung in Flawil noch etwas getrübt, zeigte sich in Schwyz bereits Sonnenschein.

Erwartungsvolle Fahrt zum Stoos
Über die technischen Spezialitäten der neuen Standseilbahn zum Stoos war bekanntlich in den Medien schon viel zu lesen. Aber selber einmal mit über 46% Steigung nach oben zu fahren, das wollten alle selber einmal erfahren. An der Talstation an der Grundstrasse in Schwyz angekommen, erhielten die Teilnehmer einen ersten Eindruck von der Grösse des Bahnunternehmens. Der Unterschied zur nahen Morschachbahn mit 150 Personen pro Stunde zeigt sich deutlich, wenn die neue Stossbahn pro Stunde 1'500 Personen transportieren kann.

Auf dem Stoos auf 1'300 Meter angekommen, folgte unter der Leitung von Armin Schelbert von den Stossbahnen eine eindrückliche Führung ins Herz der Stoosbahn. Schelbert informierte über den langwierigen Werdegang. Seitens der Stoosbahnbesitzer wich man schnell vom Bau einer Seilbahn ab, etwas Standfestes musste es sein.

Höchste Technologien im Einsatz
Im Jahr 2012 stand auf Grund von Berechnungen ein ausführungsreifes Projekt mit Kosten von 40 Mio. Franken. Aus dem bewilligten Baugesuch und der nachfolgenden Einholung von Detail-Offerten wurden bereits 52 Mio. Baukosten. Schelbert wies auf die Schwierigkeiten beim Bewilligungsverfahren hin, da sie die Zustimmung dreier betroffenen Gemeinden benötigten. Fürs Erste schienen Geldsorgen geregelt. Für die Sportbahnen blieb ein Finanzbetrag über 20 Mio. Franken. Ob grossen geologischen Problemen beim Bau sei dann bis zur Fertigstellung im Jahr 2017 aus den 52 Mio. der Betrag von 88 Mio. geworden, für die Sportbahnen ein neuer Finanzbeitrag von 60 Mio. Franken.

An Hand einer Bilderreihe erhielten die Ski-Clubmitglieder einen Eindruck über die schwierige Bauphase im steilen Gelände, weil zumeist vor Baubeginn geologische Absicherungen notwendig waren. Der Einblick in den Maschinenteil der Anlage zeigte den Einsatz höchster Technologie für den Bahnbetrieb. Armin Schelbert informierte auch über die dreifache Sicherung der Bahn, falls es auf der Fahrt zu Unregelmässigkeiten kommen sollte. Selbst ein Riss des Zugseiles wurde getestet, die Kabine mit Geleiseklammern anhalten zu können.

 
Video-Einblick bei laufendem Betrieb. 

Gemütlichkeit auf dem Fronalpstock

Den Weg vom Stoos (1300m) zum Fronalpstock (1922m) absolvierten die Lauffreudigeren zu Fuss. Der grössere Teil benutze die leichtere Variante mit der Sesselbahn. Vom Sonnenschein auf Bergstation Stoos wechselte die Wetterlage bis zum Fronalpstock auf dichten Nebel. Zum Mittagslunch im Bergrestaurant waren die Ski-Clübler keineswegs allein. Noch weitere Gruppen hatten den Weg nach oben gewählt.

Wieder auf der Bergstation Stoss angekommen, ermöglichte Armin Schelbert von den Stossbahnen als Abschluss noch einen Rundgang durch das Dorf zur Aussichtsplattform, wo ein direkter Blick zur Talstation ermöglicht wird. Die Heimfahrt nach Flawil verlief wie es in Vereinen so läuft, überaus gemütlich und zufrieden, auf einen herrlichen Ausflug zurück blicken zu können.

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Details der Bahn
Jede der vier Trommeln der Bahnkabinen kann 34 Personen aufnehmen, total 136. Neben der normalen Steigung von 26% wird im steilsten Bahntrasse eine Steigung über 47% überwunden. Für eine Bahnfahrt sind rund 30kWh notwendig. Gleichzeitig wird mit der Talfahrt auch Energie via Generator zurückgewonnen. Für den Bahnantrieb ist ein 1000kW-Motor, angetrieben über ein aufbereitetes 690Volt-Netz. Nach Schelbert kostet eine Fahrt das Bahnunternehmen lediglich 5 bis 6 Franken Stromkosten.