Es hätte eine runde Sache werden sollen: Das unter Beteiligung der Bevölkerung, der Vereina sowie einer Saalkonferenz ausgearbeitete Schul- und Hallenprojekt in Kirchberg hätte endlich gebaut werden sollen. Das sah die Mehrheit der Bevölkerung jedoch anders, und sie schickte die Vorlage bachab. Die Stimmbeteiligung lag bei hohen 61.5 Prozent, davon haben 1'735 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Vorlage abgelehnt und 1'481 haben diese angenommen.

Für die Bevölkerung aus dem Dorf Kirchberg ist dies eine sehr traurige Geschichte: Die Schule platzt aus allen Nähten, die Vereine wünschen sich endlich eine zeitgemässe Infrastruktur, und nach den Neubauten in Bazenheid wäre es seit Jahren bereits an der Zeit gewesen, dass auch das Angebot in Kirchberg ausgebaut wird.

Die Ankündigung der Schulbehörde, die Schule Dietschwil zu schliessen, war natürlich sehr kontraproduktiv, und der Zeitpunkt dafür war völlig unglücklich gewählt. Nach Rückfragen in der Bevölkerung verunsicherte das Vorgehen sehr und wurde nicht verstanden. Und dies kurz vor einer Abstimmung für den Ausbau der Schule in Kirchberg. Einmal mehr zeigte sich, dass eine Vorlage, die mehrheitlich nur über das Gmeindsblatt an die Bevölkerung getragen wird, nicht zu überzeugen vermag. Es hätte ein Engagement der ganzen Behörden benötigt, die in einem lebendigen Austausch mit der Bevölkerung gewesen wäre.

Wie soll die Geschichte nun weitergehen? Der Engpass von Schulräumen kann nicht einfach über Nacht wundersam entschärft werden. Diese Vorlage ist jetzt leider erneut blockiert - vor 3 Jahren durch die Behörden und jetzt durch das Volk. Gemäss Stimmen aus der Bevölkerung braucht es nun erneut einen Neuanfang, welcher wieder Jahre in Anspruch nehmen wird - ein weiteres Kapitel in einer gefühlt endlosen Geschichte.