Das Dorf an der Thur zählt 1500 Einwohnerinnen und Einwohner. Fünfzig davon sind begeisterte und begeisternde Mitglieder der Musikgesellschaft in Harmonieformation. Sie ist sehr präsent, an vielen Anlässen aktiv und fördert so den Zusammenhalt unter den Bewohnenden. Präsident Markus Düring begrüsste die Gäste, die nebst der Musik immer auch die Geselligkeit geniessen. Es war eng im Saal, aber sehr gemütlich. Er wies unter anderem auf die Instrumentenvorstellung hin, wo junge Menschen Instrumente kennenlernen und ihre Vorliebe finden können. Sein Dank galt allen, die sich immer wieder in vielen freiwilligen Stunden für die Musikgesellschaft Niederbüren engagieren, sie unterstützen und  mittragen. Ein spezielles Dankeschön ging an den einsatzfreudigen Dirigenten Reto Städler, der bei Jung und Alt «den Ton angibt», sowie an seinen Vertreter Pius Zeller.

Jugend voran

Den fetzigen Auftritt des Abends boten die Perkussionisten der Jugendmusik. Die gut 20 Mitglieder des Ensembles zeigten in ihren frischen roten Shirts ein beachtliches Können. Reto Städler versteht es immer wieder, die jungen Menschen zu motivieren und auch sehr anspruchsvolle Kompositionen zu erarbeiten. Jungs und Mädels führten mit Rapp und Gesang durch das Programm mit «Insomina», «Legända und Helde», «Can You Englisch Please» und mehr. Klar, waren auch einige Gags eingebaut.

Schlag auf Schlag

Die 50 Musikanten zeigten ihre Leidenschaft und ihr Engagement für moderne und traditionelle Musik. Dem Logo des Abends gemäss zogen sie ohne Pause durch die zum Teil solistisch vorbereitete Konzertstunde. Nebst «Don’t Stop Me Now», «Bryan Adams», «I Just Called To Say I Love You» und einem «Daft Punkt Medley» begeisterten die «Amboss Polka» und «Zirkus Renz». Jonas und Lorin schlugen mit den Hämmern kräftig den Takt auf dem Amboss, das fand grossen Anklang.

Auch der kleine Drehorgelmann berührte die Herzen der Gäste. Eine sehenswerte Einlage boten die Perkussionisten, die sich mitreissend präsentierten. Ansonsten agieren sie mehrheitlich im Hintergrund. Vor allem die jungen Zuhörenden waren begeistert. Mirco Stäuble entpuppte sich als versierter Xylophonist. Seine Schlägel tanzten in Windeseile über die Holzplättchen. Das Musikstück "Erinnerung an Zirkus Renz" wurde von Gustav Peter als Solo für Xylophon komponiert. Es gehört wegen seiner Virtuosität und Publikumswirkung zum Standard-Repertoire von Xylophonisten. Eine Wiederholung war klar.

Gülle, Mischt und Schönheitskur

Die Theatercrew zeigte im Volkstück «Gülle, Mischt und Schönheitskur» von Lukas Bühler ihr schauspielerisches Talent. Joy Labhart, Marielle Düring, Pascal Rüedi, Christof Lehmann, Patricia Schefer und Christoph Heuberger verstanden es – unter der Regie von Damian Werz mit Gags, Gestik, Sprache und Mimik das eigentlich banale Stück zum absoluten Lachschlager zu gestalten. Nicht selbstverständlich, dass die Niederbürer noch immer eine so aktive Theatergruppe haben. In vielen andern Dörfern ist dies nicht mehr möglich. Denn der Aufwand ist gross.