Beim FC Wil ist es momentan, etwas zugespitzt formuliert, wie in einem Leiterli-Spiel: ein Schritt vorwärts, zwei zurück. Nachdem der Punktgewinn gegen Rapperswil-Jona sechs Tage zuvor immerhin von der Leistung her in Ordnung war, konnte man dies im Derby gegen Winterthur am Samstag nicht mehr sagen. Von Anfang an hatten die Eulachstädter Spiel sowie Gegner unter Kontrolle und waren der verdiente Sieger. So ansprechend der Winterthurer Auftritt auch war, so enttäuschend war jener des FC Wil.

Eine einzige Chance erspielten sich die Äbtestädter in der gesamten Partie. Die Winterthurer waren deutlich produktiver. Vor allem in der ersten Halbzeit war ihre Überlegenheit so deutlich, dass selbst FC-Wil-Präsident Maurice Weber hinterher feststellen musste, dass das beste an der ersten Halbzeit das Resultat war. 0:1 lag sein Team bei Spielhälfte zurück. Nur 0:1. Getroffen hatte Mitte erster Halbzeit Sead Hajrovic nach einer Cornerflanke von rechts. Die Wiler Verteidiger waren in jener Szene zuerst Begleitschutz, danach nicht mehr im Einsatz.

Dank an den FC Vaduz

Immerhin durften die Wiler bis in die Schlussphase hinein auf einen Punktgewinn hoffen, obwohl dieser nicht verdient gewesen wäre. Im Verlauf der zweiten Hälfte gelang es gar phasenweise, die Winterthurer in ihre eigene Hälfte zurückzudrängen. Torchancen hatte dies freilich nicht zur Folge. So brachte schliesslich ein abgefälschter Schuss von Luka Sliskovic in Minute 83 die Entscheidung. Wils Goalie Zivko Kostadinovic war zwar noch am Lupfer dran, konnte das zweite Gegentor aber auch nicht verhindern. Es waren die ersten beiden Winterthurer Treffer gegen Wil seit November 2017.

Somit hat der FC Wil nun von den vergangenen 17 Spielen genau eines gewonnen. In 32 Meisterschaftsspielen traf er nur 29 Mal. Seit einem halben Jahr hat er in keinem Pflichtspiel mehr als ein Tor erzielt. Das sind für gewöhnlich die Zahlen eines Absteigers – wenn da nicht die sackstarke Hinrunde gewesen wäre. So hält sich der FC Wil immer noch in der oberen Tabellenhälfte. Allerdings ist es hinter ihm eng geworden. Mit dem Abstieg dürfte er aber nichts mehr zu tun haben, selbst wenn er auch die letzten vier Spiele dieser Saison verlieren sollte. Der Dank ging an den FC Vaduz, der bei Schlusslicht Chiasso einen 0:1-Rückstand binnen fünf Minuten zu einem 2:1-Sieg machte. Somit haben die Wiler vier Runden vor Schluss noch immer acht Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz. «Ich werde Munti noch auf die Schulter klopfen», sagte Weber. Gemeint ist Vaduz-Captain Philipp Muntwiler, der unweit der Wiler IGP-Arena wohnt.

Zu wenige Tore, zu wenige Punkte

Bis jetzt noch überhaupt nicht ausbezahlt hat sich aus Wiler Sicht der Trainerwechsel von Konrad Fünfstück zu Ciriaco Sforza. Auch nach sechs Partien wartet der neue Übungsleiter noch auf einen Sieg. Das ergibt einen mageren Punkteschnitt von 0,5. Die Bilanz ist enttäuschend, auch wenn Sforza hinsichtlich der neuen Saison immer wieder neue Dinge ausprobiert und somit einiges riskiert. In diesen sechs Partien wurden auch erst drei Tore erzielt. Vom beim Amtsantritt georderten Power-Fussball ist noch reichlich wenig zu sehen.

Es wirkt auch so, als wären diverse Spieler mit dem Kopf nicht mehr voll beim FC Wil. Präsident Weber erwartet einen intensiven Transfersommer. Für mehrere Akteure dürfte bereits klar sein, dass sie weiterziehen – oder weiterziehen müssen. Dementsprechend lustlos wirken die Aufritte. Die Wiler schleppen sich dem Saisonende entgegen und stecken fest.

Die Höhepunkte des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 
So schlitterte der FC Wil in die Derby-Niederlage.

Resultate Challenge League, 32. Runde:
Winterthur - Wil 2:0
Aarau - Lausanne-Sport 3:0
Chiasso - Vaduz 1:2
Schaffhausen - Servette 0:2
Rapperswil-Jona - Kriens 1:0

FC Winterthur – FC Wil 1900 2:0 (1:0)

Schützenwiese: 2500 Zuschauer. – Sr: Wolfensberger.

Tore: 26. Hajrovic 1:0. 83. Sliskovic 2:0.

FC Winterthur: Spiegel; Markaj (88. Stettler), Isik, Hajrovic, Schättin (88. Wild); Arnold, Abedini; Sloskovic, Alves (88. Hamdiu), Radice; Saferi (87. Saliji).

FC Wil 1900: Kostadinovic; von Niederhäusern, Havenaar, Rahimi, Schäppi (46. Schällibaum); Scholz, Zé Eduardo; Lombardi (65. Savic), Breitenmoser (46. Hefti), Audino; Cortelezzi.

Bemerkungen: Winterthur ohne Doumbia (gesperrt), Roth, Lekaj, Lepik, M. Schmid, Callà (verletzt), Sutter und Mulaj (nicht im Aufgebot). Wil ohne Djordjevic, Silvio, Latifi (verletzt), Herrmann, Gasser, Sejdija, Herter, Gülünay und Hoxha (nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 50. Hefti (Foul). 62. Zé Eduardo (Foul). 63. Lombardi (Reklamieren, im nächsten Spiel gesperrt). 65. Markaj (Foul).

Rangliste:
1. Servette 32/67. 2. Lausanne-Sport 32/56. 3. Aarau 32/54. 4. Winterthur 32/47. 5. Wil 32/38. 6. Vaduz 32/38. 7. Rapperswil-Jona 32/35. 8. Kriens 32/35. 9. Schaffhausen 32/35. 10. Chiasso 32/30.

Nächste Spiele (33. Runde):
Freitag, 10. Mai: Servette - Lausanne-Sport (20.00 Uhr).
Samstag, 11. Mai: Kriens - Wil (17.30 Uhr), Schaffhausen - Aarau (17.30 Uhr), Vaduz - Winterthur (18.00 Uhr), Chiasso - Rapperswil-Jona (20.00 Uhr).

Die Stimmen zum Spiel: (Quelle: www.fcwil.ch)

 
Etienne Scholz und Trainer Ciriaco Sforza äussern sich zum schwachen Auftritt auf der Schützenwiese.

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Der Liveticker:

So, ich begebe mich auf Stimmenfang und melde mich in der Nacht zum Sonntag nochmals mit einem zusammenfassenden Matchbericht. Vorerst bedanke ich mich für das Interesse, verabschiede mich von der nasskalten Schützenwiese und wünsche noch ein angenehmes Rest-Wochenende. Bis bald auf hallwil.ch.

Am kommenden Samstag (11. Mai) geht es für den FC Wil mit einem nächsten Auswärtsspiel weiter. Ab 17.30 Uhr spielt er im neuen Kleinfeldstadion gegen Aufsteiger SC Kriens. Auch von dieser Partie berichtet hallowil.ch mit einem Liveticker.

Gute Kunde aus Chiasso: Der FC Vaduz gewinnt in der Südschweiz mit 2:1. Somit hat Wil weiterhin acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Das müsste vier Runden vor Schluss genügen, zumal die Äbtestädter weiterhin von Platz fünf grüssen. Eigentlich Wahnsinn, nach so einem schwachen Frühling.

Schlussfazit: Dieser FC Wil ist nicht mehr wiederzuerkennen im Vergleich mit dem Herbst. Und es ist ja die gleiche Mannschaft. Sforza hat den Turn-Around bisher nicht geschafft: sechs Spiele, kein  Sieg, drei Punkte. Ein Punkte-Schnitt von 0,5. Es geht nichts vorwärts. 

Schlussfazit: Der FC Wil macht einen weiteren Rückschritt. Die Winterthurer waren die bessere Mannschaft und den Wilern ist es viel zu selten gelungen, dem Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen. Das 2:0 geht so in Ordnung. Der FC Wil hat sich genau eine Torchance erspielt in 92 Minuten. Viel zu wenig. Somit haben die Äbtestädter nun von den letzten 17 Spielen genau eines gewonnen - gegen Winterthur. Was aber fast noch bedenklicher stimmt: Die Mannschaft hinterlässt nicht dein Eindruck, das letzte Hemd zu geben. Nur Savic und Kostadinovic schritten mit braunem Shirt von dannen.

Als erstes fragt sich nun: Wie steht es in Chiasso? Immer noch 2:1 für Vaduz. Aber das Spiel läuft noch.

Schlusspfiff auf der Schützenwiese. Der FC Wil verliert gegen den FC Winterthur völlig verdient mit 0:2.

91. Minute: 2 Minuten gibt's noch obendrauf. Mehr ist nicht nötig. Der Kuchen ist längst gegessen.

89. Minute: Und hier ist nun der Winterthurer Wechsel-Hattrick: Alves geht runter und macht Platz für Hamdiu. Stettler kommt für Markaj und Wild darf noch ein paar Minuten ran für Schättin.

87.Minute: Ein erster Wechsel beim FC Winterthur: Seferi darf an die Wärme und wird durch Saliji ersetzt. Als nächstes steht ein Dreifach-Wechsel bevor. Winterthur-Trainer Ralf Loose macht also auf Sforza, einfach etwas später.

83. Minute: TOOOOOR für den FC Winterthur durch Sliskovic zum 2:0. Wieder zieht Winterthur das Tempo an, spielt sich sehenswert über mehrere Stationen durch und setzt so die Wiler Abwehr schachmatt. Der Abschluss von Sliskovic wird von Havenaar noch abgefälscht und Kostadinovic kommt mit einer Hand ran, doch der Ball fällt rein. Das dürfte es gewesen sein.

82. Minute: Da verschätzt sich Spiegel komplett. Doch am hinteren Pfosten kommt Cortelezzi nicht an den Ball. Aber Wil hat nun ein optisches Übergewicht.

81. Minute: Danke Vaduz!! Die Liechtensteiner führen jetzt in Chiasso mit 2:1. Doppelschlag binnen fünf Minuten. Somit ist der Vorsprung auf den Abstiegsplatz wieder bei acht Punkten.

79. Minute: Beinahe die Siegsicherung für Winterthur: Die Gastgeber ziehen das Tempo an und Sliskovic kommt zum Abschluss. Doch der Ball rauscht ganz knapp am linken Pfosten vorbei. Der FC Wil ist weiterhin im Spiel.

79. Minute: 2500 Zuschauer sind trotz strömendem Regen hier. Das sind so wenige wie noch nie in diesem Jahr an einem Winterthurer Heimspiel.

77. Minute: Danke Vaduz! Die Liechtensteiner haben in  Chiasso ausgeglichen zum 1:1. Der Wiler Vorsprung auf das Schlusslicht aus dem Tessin beträgt in der Blitztabelle wieder sieben Punkte.

76. Minute: Interessantes aus der  Taktik-Abteilung: Hefti spielt seit seiner Einwechslung linker Verteidiger, Schällibaum ist linker Flügel. Auch das kommt wohl aus Sforzas "Pröbel-Kiste".

75. Minute: Die Fehlpass-Quote bei den Wilern ist aber weiterhin zu hoch.

74. Minute: Die Wiler stehen jetzt etwas höher. Kommt noch die Schlussoffensive?

70. Minute: Schöne Finte von von Niederhäusern im Winterthurer Strafraum. Doch die Aktion versandet. Im Gegenzug will dann Winterthur einen Penalty haben. Seferi wird im Strafraum von Rahimi abgegrätscht. Die Pfeife von Schiedsrichter Wolfensberger bleibt aber stumm.

67. Minute: Hier ist die erste Topchance für den FC Wil. Von Niederhäusern kommt über rechts und spielt zur Mitte. Saavic ist vor Hajrovic am Ball. Doch er bringt nur noch die Fussspitze an die Kugel. Dieser kullert ganz knapp am rechten Pfosten vorbei. Da wäre Spiegel nicht rangekommen.

66. Minute: Der FC  Wil wechselt ein drittes Mal: Savic kommt für Lombardi.

65. Minute: Auch eine erste Verwarnung gegen einen Winterthurer ist Tatsache: Es trifft Markaj nach einem Foul an Schällibaum.

64. Minute: Und dann geht Chiasso gegen Vaduz mit 1:0 in Führung. Somit käme es zum ultimativen Zusammenschluss - und der  Vorsprung der Wiler betrüge nur noch fünf Punkte.

63. Minute: Und gleich noch ne Gelbe gegen einen Wiler: Lombardi wird verwarnt wegen Reklamierens. Er fehlt somit nächsten Samstag in Kriens, da es seine vierte Verwarnung in dieser Saison ist.

61. Minute: Nächste Verwarnung gegen einen Wiler: Zé Eduardo sieht sie nach einem Foul an Schättin. Auch Zé Eduardo ist noch nicht vorbelastet. Also zumindest bis jetzt. Neu ist auch der Brasilianer von einer Sperre bedroht.

60. Minute: Die Winterthurer mit einem Abschluss. Doch das Geschoss von Seferi wird von Havenaar geblockt.

59. Minute: Es deutet wenig bis nichts darauf hin, dass die eingangs erwähnten Negativserien heute durchbrochen werden. Man kann sich schlicht nicht vorstellen, wie diese Mannschaft noch zwei Tore schiessen soll. Nun ja, es kann ja bekanntlich schnell gehen im Fussball. Es ist ddas Prinzip Hoffnung.

57. Minute: Weiterhin ist es so, dass grosse Löcher klaffen zwischen den Wiler Reihen. Winterthur wird eingeladen zum Kombinieren. Zudem sind die Gastgeber deutlich aufsässiger.

53. Minute: Tja, was ist zu tun? Es braucht offensive Impulse. Den einzigen Wiler Stürmer hat man bisher gar nicht gesehen. Aber wen bringen? Savic ist noch draussen. Aber auch er hat schon lange nicht mehr getroffen.

52. Minute: Und wieder Hefti: Dieses Mal braucht es ihn in der Defensive gegen Radice, der schön über rechts durchgebrochen war. Geklärt.

50. Minute: Die erste Verwarnung des Spiels ist Tatsache: Es trifft den frisch eingewechselten Hefti nach einem Foul in der Winterthurer Platzhälfte. Hefti ist nicht vorbelastet - und wird es auch weiterhin nicht sein. Es ist erst die zweite Verwarnung dieser Saison für den Leihspieler des FC St. Gallen.

49. Minute: Bisher ein bedächtiger Start in die zweite Hälfte.

47. Minute: Auf Frau Holle ist übrigens auch kein Verlass. Noch immer Regen und kein Schnee. Das Ding wird nicht abgebrochen.

46. Minute: So der Ball rollt wieder. Kommt die Wiler Reaktion?

Sforza wird einen Doppelwechsel vornehmen. Nur einen Doppelwechsel. Im vorletzten Spiel gegen Aarau war es ein Dreifachwechsel gewesen - nach einer halben Stunde. Schäppi macht Platz für Schällibaum. Und Hefti kommt für Breitenmoser.

Pausenfazit: Es ist bisher ein Auftritt einer Mannschaft, die es scheinbar nochmals spannend machen will in der Schlussphase der Saison - und zwar betreffend Abstieg. Was uns zur Frage bringt: Was macht eigentlich der Tabellenletzte FC Chiasso gegen Vaduz? Der Pause steht es im Riva IV torlos 0:0. Chiasso ist allerdings der Führung nahe und hatte 12:3-Schüsse in der ersten Halbzeit.

Pausenfazit:  Der FC Wil ist bis jetzt nicht auf Augenhöhe mit dem FC Winterthur. Mit dem 0:1-Rückstand sind die Wiler noch gut bedient. Es stimmt so manches nicht. Eine wirklich gute Chance erspielten sich die Äbtestädter in der ersten Halbzeit nicht. Winterthur hatte 61 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit und 10:3-Abschlüsse. Da braucht es deutlich mehr vom FC Wil, um hier noch etwas mitzunehmen.

Pausenpfiff auf der Schützenwiese: Der FC Winterthur führt gegen den FC Wil völlig verdient mit 1:0.

43. Minute: Nach einem Schäppi-Bock an der eigenen Grundlinie schlägt es beinahe zum zweiten Mal ein. Arnold kommt schliesslich an der Strafraumgrenze zum Abschluss und verfehlt das Ziel mit einem Flachschuss um Haaresbreite. Wieder Dusel für die Wiler.

41. Minute: Auffallend: Das Trikot von Wils Goalie ist nur noch zu Teilen orange und ziemlich braun. Das Shirt von Winti-Goalie Spiegel leuchtet noch satt gelb. Und das nicht zufällig.

39. Minute: Hier ist der erste Schuss der Wiler auf das Winterthurer Tor in diesem Spiel. Und das in der 39. Minute: Audino schliesst aus halblinker Position ab. Doch genau auf Spiegel. Gefahr sieht anders aus.

38. Minute: Die Zuordnung stimmt wiederholt nicht bei den Wilern. Immer wieder haben die Winterthurer in Strafraumnähe viel zu viel Platz.

37. Minute: Doch mal wieder die Wiler: Breitenmoser spielt von rechts scharf zur Mitte. Cortelezzi rauscht heran, aber Goalie Spiegel ist zuerst am Ball und kann klären.

34. Minute: Und schon wieder brennt es lichterloh im Wiler Strafraum: Freistoss von Alves auf Radice. Am Ende der Aktion kommt Schättin aus rund zwei Metern Distanz zum Abschluss. Aber Havenaar kann gerade noch klären. Mensch, die Wiler brauchen dringend eine ordnende Hand. Das 2:0 liegt in der Luft.

32. Minute: Eine Wiler Reaktion? Weit gefehlt. Seit dem Führungstor der Gastgeber waren die Gäste nicht mehr in der Winterthurer Platzhälfte.

30. Minute: Und Winterthur powert gleich weiter. Aus dem Gewühl kommt Sloskovic zum Abschluss. Dieses satte Geschoss kann Kostadinovic gerade noch mit den Fäusten klären. Im Rebund kommt Alves zum Abschluss. Das wäre eine wunderbare Kiste geworden. Doch der Ball streicht ganz knapp am Lattenkreuz vorbei.

28. Minute: Es war übrigens das erste Winterthurer Tor gegen Wil seit November 2017. Fünfmal in Folge hatten die Eulachstädter zwischenzeitlich gegen die Wiler nicht getroffen.

26. Minute: TOOOOOR für den FC Winterthur durch Hajrovic zum 1:0. Nach einem Alves-Corner kommt Hajrovic völlig unbedrängt zun Abschluss und muss nur noch einschieben. Wo waren da die Wiler Verteidiger? Das hat sich abgezeichnet. Zum Beispiel wenige Sekunden vor dem Tor, als Radice und Seferi zu zweit auf Kostadinovic losgelaufen waren. Radice hatte schön zu Seferi gespielt, der alleine vor Kostadinovic am gut reagierenden Wiler Schlussmann gescheitert war.

23. Minute: Und grad nochmals die Platzherren: Alves kann an der Strafraumgrenzen Schalten und Walten. Der Ball gelangt schliesslich zu Sliskovic, der doch deutlich drüber schiesst. Mit Alves, dem Ex-Wiler, haben die Wiler Mühe.

21. Minute: Auf der Gegenseite Winterthur: Schättin kommt über links und flankt zur Mitte. Seferi geht in den Zweikampf gegen Rahimi aus kurzer Distanz. Jedoch kommen beide nicht an den Ball, der am Tor vorbeigeht.

20.  Minute: Tatsächlich erstmals Gefahr vor Spiegel - wegen Spiegel. Die Lombardi-Flanke rutscht dem Goalie durch die Finger. Der aufgerückte Verteidiger Rahini schliesst sofort ab und trifft … einen Winterthurer. Aber immerhin.

19. Minute: Das sieht mal vielversprechend aus: Freistoss für Wil von links, Höhe Strafraum, rechts aussen.

17. Minute: Dann sind die Wiler ein erstes Mal im Winterthurer Strafraum. Schäppi bringt von links eine Flanke in den 16er. Doch dann stehen sich Lombardi und Scholz mehr oder weniger auf den Füssen rum. Es entsteht keine Gefahr.

15. Minute: Niederschlag hin oder her: Sforza steht wortwörtlich im Regen. Immer wieder sieht er sich gezwungen, verbal einzugreifen von aussen.

12. Minute: Hier ist die erste Chance des Spiels: Und sie gehört den Platzherren. Seferi kann an der Strafraum-Grenze zentral vor dem Tor abschliessen. Da fehlen nur ein paar Zentimeter in der Höhe. Erneut durchatmen bei den Gäste. Winti hat das Ding bisher aber im Griff.

9. Minute: Nach einem unnötigen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung kommt Winterthur gefährlich. Sliskovic spielt nach links zu Radice. Jedoch kann von Niederhäusern, der Winterthurer in den Reihen Wils, gerade noch dazwischen gehen. Durchatmen.

7. Minute: Ouuuu, da hatten die Wiler Glück. Seferi startet und ist alleine vor dem Tor. Doch die Fahne des Assistenten geht hoch. Wohl zu unrecht.

6. Minute: Da musste Rahimi klären, sonst wäre Seferi durch gewesen. Das war schönes Zuspiel von Radice in die Tiefe. Eine Chance ist das aber immer noch nicht.

5. Minute: Also, kein gar frühes Tor heute. Winterthur versucht das Spiel an sich zu reissen. Eine klare Möglichkeit war aber noch nicht dabei.

2. Minute: Gibt es auch heute ein frühes Tor? In den letzten drei Spielen mit Wiler Beteiligung schlug es jeweils spätestens in der 4. Minute ein. Bis jetzt allerdings ein ruhiger Beginn.

1. Minute: Schiedsrichter Wolfensberger hat das Spiel freigegeben. Der Ball rollt.

So, die Mannschaften sind da. In Kürze geht es los. Viel Vergnügen mit dem Derby FC Winterthur - FC Wil.

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Welcher FCW gewinnt das Derby? Die weissen Winterthurer oder die roten Wiler?

Noch ein Wort zum Wetter: Es regnet, aber schneit immerhin nicht. Noch nicht? Mal schauen.

Das Spiel wird geleitet vom 29-jährigen Berner Sven Wolfensberger. Es ist seine zweite Partie in dieser Saison mit Wiler Beteiligung. In der ersten gab es im Oktober einen 3:1-Heimsieg gegen Chiasso. Ein gutes Omen?

Bei Winterthur spielt in einem 4-2-3-1-System Spiegel im Tor. Die Abwehr bilden von rechts her gesehen Markaj, Isik, Hajrovic und Schättin. Das defensive Mittelfeld bilden Arnold (rechts) und Abedini, der den gesperrten Doumbia ersetzt .Offensive Mittelfeldspieler sind von rechts nach links Alves, Sliskovic und Radice. Als einziger Stürmer agiert Seferi.

Kommen wir nun zu den Mannschafts-Aufstellungen: Wil spielt heute in einem 4-2-3-1-System. Im Tor steht Kostadinovic. Die Abwehr bilden von rechts her gesehen von Niederhäusern, Havenaar, Rahimi und Schäppi. Die beiden defensiven Mittelfeldspieler sind Scholz (rechts) und Zé Edaurdo. Das offensive Mittelfeld bilden von rechts nach links Lombardi, Breitenmoser und Audino. Einziger Stürmer ist Cortelezzi. Anzufügen ist: Der beste Wiler Torschütze dieser Saison, Silvio, ist verletzt. Lombardi wird heute auf dem rechten Flügel eingesetzt. Dies wohl unter dem Motto "Pröbeln für die nächste Saison".

Noch immer ist da die Sache mit den vielen vorbelasteten Spielern. Gleich neun Akteure des FC Wil sind im nächsten Spiel gesperrt, wenn sie heute eine Verwarnung kassieren. Es sind dies Goalie Zivko Kostadinovic, Ivan Audino, Sergio Cortelezzi, Nikki Havenaar, Enis Latifi, Captain Sandro Lombardi, Andelko Savic, Silvano Schäppi und Silvio.

Aus Wiler Sicht gilt es auch, negative Serien endlich zu durchbrechen. Angestrebt wird der erste Sieg im sechsten Spiel unter Trainer Ciriaco Sforza. Oder der erste Auswärtserfolg seit dem 25. November des Vorjahres. Oder aber es soll mal wieder mehr als ein Treffer in einem Spiel erzielt werden. Das ist letztmals vor knapp einem halben Jahr gelungen. Wahnsinn.

Beim FC Wil ist man sich noch nicht so ganz sicher, ob das Thema Abstieg schon gegessen ist. Das Worst-Case-Szenario für heute: Eine Niederlage hier auf der Schützenwiese und zeitgleich ein Sieg des Tabellenletzten FC Chiasso in seinem Heimspiel gegen Vaduz. Dann betrüge der Vorsprung auf die Abstiegszone für die letzten vier Runden «nur» noch fünf Punkte. Das Best-Case-Szenario: Die Äbtestädter gewinnen hier in Winterthur und Chiasso unterliegt den Liechtensteinern. Dann ist das Abstiegsgespenst vom Bergholz vertrieben.

Für den FC Winterthur ist die Sache durch. Er hat sich spätestens vor acht Tagen mit einer 1:4-Niederlage beim Tabellenzweiten Lausanne-Sport aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Es ist zu vernehmen, dass der Verein gegen den Entscheid, keine Super-League-Lizenz für die nächste Saison zu erhalten, nicht rekurriert habe. Betreffend Abstieg müssen sich die Eulachstädter keine Sorgen machen.

Guten Abend, geschätzte Freunde des Challenge-League-Fussballs. Die Saison geht in die entscheidende Phase. Obwohl das Wetter nicht darauf hindeutet, könnte es heiss werden. Herzlich willkommen von der Winterthurer Schützenwiese zum Regional-Derby der 32. Runde zwischen dem FC Winterthur und dem FC Wil. Simon Dudle tickert für Sie durch diesen nasskalten Samstagabend.

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Die Vorschau:

Den FC Wil und den FC Winterthur verbindet in den letzten beiden Saisons einiges. Beide spielten in der Spielzeit 2017/2018 eine enttäuschende Hinrunde, steigerten sich hinsichtlich dieser Saison zu einem Spitzenteam, um dann in der Rückrunde die Pace aber nicht ganz halten zu können und für (zumindest) die Schlussphase der Meisterschaft doch noch in der Bedeutungslosigkeit der Liga zu verschwinden. Im vergangenen Monat haben beide Teams nicht mehr gewonnen.

Dabei waren die zwei Equipen über weite Strecken dieser Saison die Überraschungsmannschaften. Weder mit Wil noch mit Winterthur hatten die Experten im Vorfeld gerechnet. Und doch spielten diese beiden Teams den ganzen Herbst zuoberst mit. Die beiden FCW taten es so erfolgreich, dass beide Vereinsführungen Anfang März die Super-League-Lizenz für die Saison 2019/2020 beantragt hatten. Während die Wiler den Tritt in der Rückrunde bisher noch überhaupt nicht fanden, starteten die Eulachstädter erfolgreicher. Nun scheint aber auch ihnen die Luft auszugehen – zumindest gegen die ganz grossen Teams der Liga.

Die Wiler:

Man kann es drehen und wenden wie man will: Aber der FC Wil reist mit der Referenz auf die Schützenwiese, die schlechteste Challenge-League-Mannschaft des Jahres 2019 zu sein. Erst ein Sieg steht in 13 Spielen zu Buche – dieser allerdings ausgerechnet gegen den FC Winterthur. Und dies trotz über 80-minütiger Unterzahl. Noch eine andere Statistik ist in diesem Direktduell auffällig: Seit November 2017 – also fast eineinhalb Jahren – hat der FC Winterthur gegen Wil nicht mehr gewonnen und nicht einmal mehr ein Tor erzielt. Die Resultate seither aus Wiler Sicht: 2:0, 3:0, 2:0, 0:0 und 1:0.

Aus schwarzweisser Betrachtungsweise darf man gespannt sein, mit welchem Experiment Trainer Ciriaco Sforza dieses Mal aufwartet – und ob es im sechsten Spiel unter seiner Führung den ersten Sieg gibt. Resultiert dieser, hätte der FC Wil die Punktemarke der vergangenen Saison bereits vier Runden vor Schluss überboten. 39 Punkte fuhr er damals ein. Aktuell steht er bei 38 Zählern.

Die Winterthurer:

Die Eulachstädter sind die Nummer 1 der Challenge League. Und das gar ziemlich deutlich. Leader sind sie punkto Zuschaueraufmarsch. In dieser Rückrunde waren es bisher zwischen 2700 Fans und 5200 Anhänger. Über die ganze Saison betrachtet ist gar zu sagen, dass der Zuschauerdurchschnitt nach unten gedrückt würde, wenn im Derby gegen Wil «nur» 3500 Fans kommen würden. Und trotzdem wollte es zuletzt zuhause nicht mehr klappen mit Siegen, wobei es in den letzten vier Heim-Partien auch gegen die Top-Drei aus Genf, Lausanne und Aarau ging. Der letzte Heimerfolg geht auf den 20. Februar zurück. Trotz der Baisse in den vergangenen Spielen ist dem FC Winterthur eine gute Saison zu attestieren.

Er muss gegen Wil auf den gesperrten Ousmane Doumbia verzichten. Er wurde zuletzt bei der 1:4-Niederlage in Lausanne mit der direkten roten Karte vom Platz gestellt, was zwei Spielsperren nach sich zog. Zu ahnden gewesen wäre jenes Einsteigen mit offener Sohle allerdings mit einer Verwarnung. Deshalb legten die Winterthurer Rekurs gegen die zwei Spielsperren ein. Da eine erste auf jeden Fall verbüsst werden muss, ist Doumbia im Derby gesperrt.