Erster Halt, Oberhelfenschwil. Samstagmorgen 10:00 Uhr. Minus elf Grad, ein kleines aber feines Skigebiet und schon Dutzende Wintersportfans am Bügellift und auf der Skipiste. Da läuft es derart gut, dass sogar auf die Mittagspause verzichtet wird und durchgefahren wird. Auf dem Parkplatz? Fahrzeuge mit Zürcher Kennzeichen.

Weiter geht die Rundfahrt nach Krummenau. Es wartet eine zwanzigminütige Fahrt mit der Sesselbahn. Die Sonne scheint direkt ins Gesicht, jeder Sessel ist belegt, doch kaum Wartezeiten an der Talstation. Oben, an der Station Rietbach (1117 Meter über Meer) angekommen, eine unglaublich herrliche Weitsicht über die schneebeladenen Berge rundum und auf Nesslau hinunter. Jetzt muss Zeit sein, sich mit Bratwurst und Punsch einzudecken – leider nur via Take Away möglich. Wieder unten angekommen wird ersichtlich; auffallend viele Autos mit ZH-Kennzeichen. Darunter auch Pirmin Stirnimann aus Winterthur. «Die Wolzenalp ist genau mein Gebiet. Nicht so überlaufen und doch mit viel Charme ausgestattet.» Sein Snowboard-Kolleg Dennis Good aus Mels stimmt ihm zu und sagt, dass hier noch stressfreies Snowboarden möglich ist.

Am Haus der Freiheit, dem Restaurant Sonne von SVP-Politiker Toni Brunner in Wintersberg vorbei, geht es in Richtung Hemberg. Oben angekommen ein kurzer Zwischenhalt an der Panoramaloipe Scherb-Hemberg. Viele Langläufer machen sich auf den Weg die 17 Kilometer lange Loipe zu bewältigen. Noch viel mehr sind jedoch mit Schneeschuhen unterwegs, diese verteilen sich in alle Himmelsrichtungen. Keine Zürcher Autos wahrgenommen.

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Nur einen Katzensprung weiter unten trifft man beim Skilift Hemberg ein. Rauf und runter, ob mit Ski, Snowboard oder Big Foots; Schneespass vom Feinsten. Aufgefallen ist hier nicht unbedingt das Auto mit Zürcher Kennzeichen, sondern das neben ihm stehende mit dem Kürzel SZ.

Nächste Destination: Degersheim. Schon seit vielen Jahren ein Geheimtipp der Unterländer, also auch den Thurgauern. So erstaunt es nicht wirklich, dass gefühlt jedes zweite Auto mit TG angeschrieben ist. Ohne ein mehrminütiges Anstehen kommt man nicht zum Liftbügel. Der guten Stimmung tut das aber sicherlich keinen Abbruch.

In Kirchberg angekommen, geht die Suche nach Langläufern los. Vom Sportplatz aus kann man sich auf der 13 Kilometer langen Loipe austoben, oder man nimmt es etwas gemütlicher; Stress soll an einem solchen Tag ein Fremdwort sein. So trifft man alle fünf Minuten auf einen Langläufer die dem Fotografen freundlich zuwinken.

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Loipe in Kirchberg

Letzter Halt: Gähwil. Betriebsleiter des Skilifts ist hier Theo Messmer. Er betont, dass an diesem Samstag ein unglaublich schöner Wintertag ist. «So viele Besucher, super Stimmung und alle halten sich an die Coronavorschriften. Die grösste Freude macht mir, dass der Zauberteppich derart gut ankommt. Auch schon haben wir infolge Schneemangel die weisse Pracht bei Hauseinfahrten und dem Land rundherum zusammengekratzt, damit wenigstens der Zauberteppich in Betrieb genommen werden konnte», sagt er lachend.