Der Musikverein Uzwil-Henau lud am Wochenende unter dem Motto „Scho parad“ u in den Gemeindesaal Uzwil ein. Die Organisatoren liessen sich Einiges einfallen. Neben einem Alphornquartett und dem neuen Frühlingslogo boten die Musikanten sehr feine und überraschende Musik. In der Pause konnte man sich verpflegen und Tombola-Lose kaufen. Anschliessend spielte die „Stegräfmusik us Appenzöll“ zur Unterhaltung auf.Tanja Fässler und Lukas Triebelhorn moderieren den Abend und führen humorvoll von einem Stück zum andern.

Mit einem musikalischen Feuerwerk in den Frühling
Mit Sparks of Fire eröffnete der Dirigent, Fabian Wirth mit den 52 Musikanten aus der Region den Abend. Ein schwungvolles und mitreissendes Stück, das rhythmisch und pulsierende Bass- sowie Schlagzeugstimmen hat, welches auf die belgische Unterhaltungsmusikgruppe „Christiano and his Magical Orchestra“ zurück zu führen ist.

Honky Tonk Ragtime – Perseus In diesem Stück kann der Hörer sich lebhaft den Kampf mit dem Seeungeheuer vorstellen, während Perseus die Prinzessin Andromeda rettet. Yagisawa schuf dieses Werk vom Kinofilm Kampf der Titanen inspiriert. Dieses Stück wird bald schon am 16. Juni, am Kreismusiktag auf dem Programm stehen. I’d Do Anything For Love der bekannte Song der Gruppe „Meat Loaf“, Solistin am Alt-Sax war Susanne Mörgeli.

Anschliessend unter dem Titel „Wir Musikanten“ wurde eine böhmische Polka von Kurt Gäble gespielt. Darauf folgte ein lebhaftes ein Dixieland Jamboree mit den Solisten: Martin Kraft Trompete, Michael Fässler Posaune, Oliver Büchi Tuba, Cédric Stalder Schlagzeug, Roman Püntener Klarinette und Dominik Böhi Alt-Sax. Sie spielten die Kompositionen von John Warrington: Copenhagen, Basin Street Blues und When the Saints Go Marching In.

Verdankungen, Ehrungen, das Frühlingslogo und spezielle Zugaben
Das neue Logo „Scho parad“, ein Blickfang in den nächsten Jahren für das Frühlingskonzert, wurde vom Verein und Roman Sutter, einem Grafiker aus der Taufe gehoben. Hugo und Toni, zwei Musikanten, die zusammen über 50 Jahre Musik spielen, wurde ihre Treue mit etwas Wein humorvoll verdankt. Hugo wurde von der Moderatorin gefragt, wer von ihnen mehr falsche Töne spiele? „Das wird nicht verraten!“ war die Antwort.

Der Moderator stellte fest, dass in diesen vielen Jahren die beiden Musikanten rund 21‘000 Flaschen Bier getrunken hätten. Das Gelächter war ihm sicher. Auf dem Balkon hatte sich in der Zwischenzeit ein Alphorn-Quartett „parad“ gemacht, das für die Beiden und natürlich auch für die Besucher aufspielte.

Die Ehrungen: Kantonaler Jubilar 2017 (50 Jahre SBV) Rolf Fraefel; Eidgenössischer Veteran 2017 (35 Jahre SBV) Roland Vetsch (ist Kreispräsident des Vereins) und Kantonaler Veteran 2017 (25 Jahre SBV) Oliver Büchi, nahm der Präsident Raphael Lusti vor.

Zum Mitsingen und Mitsummen eingeladen
The Power of the Dream (die Kraft des Traumes), welches anlässlich der Eröffnung der Olympischen Sommerspiele 1996 in Atlanta von Céline Dion gesungen wurde. Das 80er KULT(tour) Medley, aus welchem Thiemo Kraas mit fünf Hits ein meisterliches Werk geschaffen hat, verleitete das Publikum zum Mitsingen oder Mitsummen. Thiemo Kraas wusste die Stücke Skandal im Sperrbezirk, Ohne dich (schlaf‘ ich heut Nacht nicht ein), 1000 und 1 Nacht, Sternenhimmel und Falcos Rock Me Amadeus wunderbar zu verbinden, aber trotzdem nah am jeweiligen Original zu bleiben.

Den Schlusspunkt setzte der Musikverein Uzwil-Henau mit Mars der Medici, einem rassigen Marsch. In den Zugaben wurde mitgeklatscht und natürlich fehlte eine Humoreinlage nicht. Nachdem der Dirigent „stillgestanden“ war, kam ein Musikant und „zieht in mit einem grossen Schlüssel - wie bei einem Spielzeug - wieder auf.

Der Präsident Raphael Lusti bedankte sich bei allen Beteiligten, seien das Kollegen, Mitmusikanten, Sponsoren usf. für das gute Gelingen dieses Abends. Der Männerchor Henau führte wie in den letzten Jahren - die Festwirtschaft.