„Die Hauskommission organisierte zusammen mit einem freiwilligen Helferteam aus der Bevölkerung den Anlass mit grossem Einsatz und Zeitaufwand. Frauen aus den Dörfern haben uns zusätzlich Torten und Kuchen gespendet“, sagte Susan Poletti. Während vielen Tagen seien unter Mithilfe der Rotachhof-Bewohner etwa 80 Adventskränze und Gestecke angefertigt worden. Am Markttag hätten am frühen Morgen einige freiwillige Frauen noch die frischen Zöpfe gebacken. „Zudem freuten sich vor allem die Seniorinnen und Senioren, dass an ihren Ständen die hausgemachten Backwaren und die Adventskränze viele Abnehmer fanden. Sie können sich jeweils als Helfende in ihrer Freizeit sinnvoll betätigen“, erklärte die Hausmutter. Der Weihnachtsmarkt ist auch ein willkommener öffentlicher Anlass, bei dem die Dorfbevölkerung mit den Bewohnenden der Alterssiedlung Rotachhof in Kontakt kommen kann.


Adventskränze gefragt

Am kühlen, aber freundlichen Samstag strömte schon vor der Eröffnung des Marktes viel Volk zum Rotachhof. Vorweihnachtliche Stimmung verbreitete bereits beim Autounterstand der Duft von Glühwein und Punsch. Auf dem Grill brutzelten die Würste und Monika kochte ihre feine Gerstensuppe. Im Festzelt auf dem Vorplatz konnten an den hübsch gestalteten Verkaufsständen die Ausstellenden ihre Erzeugnisse präsentieren. Der Verkaufshit waren einmal mehr die rund 80 schmucken Adventskränze und Gestecke, welche die Hauskommission dank der Mithilfe von solidarischen Frauen und der Rotachhof-Bewohner in den letzten Tagen kreiert hatten. Ein Stand der Alterssiedlung verzeichnete mit den frischen Backwaren einen schönen Erfolg. Neben dem Erlös an ihren drei Ständen erzielte die Festwirtschaft ebenfalls einen satten Gewinn. Dieser wird für gemeinsame Anlässe und Anschaffungen sowie als Spende für einen sozialen Zweck verwendet.


Kreatives Angebot

Dieses Jahr stellten neben zwei auswärtigen Marktfahrerinnen vor allem Frauen aus Zuckenriet ihre Produkte aus. Auffallend war die Vielfalt von angebotenen Bastel- und Näharbeiten durch kunsthandwerklich begabte Frauen. Neben nützlichen Gebrauchsartikeln konzentrierte sich das Angebot auch auf weihnachtlichen Schmuck und Geschenksartikel. Gefragt waren auch die Erzeugnisse eines Zuckenrieter Bauernbetriebes, der neben verschiedenen Alpkäsen auch hausgemachte Konfitüren, Liköre und Geschenkkistchen verkaufte. Produkte aus Bio-Niederhelfenschwiler-Beeriäpfel passten gut ins Angebot einer jungen Zuckenrieterin. Eine ebenfalls in Zuckenriet wohnhafte Fotokünstlerin präsentierte Kalender, Bilder und Karten. Auch die vielfältigen Flohmarktartikel eines Lenggenwiler Händlers fehlten nicht.


Kulinarische Genüsse

Der kleine, sympathische Markt zieht auch wegen seines kulinarischen Angebots einheimisches und auswärtiges Publikum an. Beim kühlen Wetter waren Glühwein oder Punsch, eine Gerstensuppe oder das Raclette ebenso gefragt wie die heissen Grillwürste und Marroni. Im Zelt verbreiteten die frisch zubereiteten gebrannten Mandeln einen süssen Duft. Die jungen Verkäuferinnen werden ebenfalls einen Teil ihres Erlöses für eine soziale Organisation spenden. Im Rotachhof-Gemeinschaftsraum und im Foyer waren die Sitzplätze stets gut besetzt. Zum Kaffee lockte eine grosse Auswahl von Kuchen und Torten. Sie wurden von Frauen aus der Gemeinde kostenlos geliefert. Im Foyer unterhielt am Nachmittag die „Greenhorn Brass“ mit jugendlicher, weihnächtlicher Blasmusik. Sogar Sankt Nikolaus mit seinem Gefolge stattete am späteren Nachmittag dem Weihnachtsmarkt einen Besuch ab und sorgte für Adventsstimmung. Die Kinder wurden für ihre Sprüchlein mit einem Chlausensack belohnt.