Wieso der 40-jährige Lenker das Auto übersehen hat, ist unklar. Sicher ist, dass der Autofahrer am frühen Nachmittag von Heiligabend von Flawil in Richtung Niederglatt unterwegs war. Dabei übersah er auf Höhe Saurenmoos ein stillstehendes Auto. Dessen 57-jährige Lenkerin wollte nach links abbiegen. Der Mann versuchte mit einer Vollbremsung noch, den Unfall zu verhindern, dabei lenkte er sein Auto nach rechts. Trotz dieses Manövers sind die beiden Autos zusammengestossen, woraufhin das Auto der 57-Jährigen auch die Gegenfahrbahn tangierte. Dort kollidierte es mit einem dritten Fahrzeug, das von der 39-jährigen Autofahrerin korrekt gelenkt wurde. Die beiden Frauen seien immerhin nur leicht verletzt gewesen, hätten sich aber in ärztliche Behandlung begeben, wie es in der Meldung der Kantonspolizei St. Gallen heisst. An den drei Autos hingegen sei ein Totalschaden entstanden und auch der Sachschaden belaufe sich auf stolze 50‘000 Franken.

Auffahrunfall: Selten tödlich, nie ungefährlich

Aus der «Verkehrsunfallstatistik 2018» der Kantonspolizei St. Gallen geht hervor, dass es bei Auffahrunfällen zwar weniger häufig zu Schwerverletzten oder gar Toten kommt, so heisst es dort: «Die meisten Schwerverletzten ergeben sich aus den Schleuder- oder Selbstunfällen, bei den Ein- und Abbiegeunfällen und bei den Fussgängerunfällen. Die Verkehrstoten sind bei den Schleuder- und Selbstunfällen, den Einbiegeunfällen, bei den Frontalkollisionen, beim Überqueren der Fahrbahn und bei den Fussgängerunfällen zu finden.» Und trotzdem: «Auch Auffahr- und Einbiegeunfälle bergen einiges an Gefahrenpotential.» So kann auch schon bei einem leichten Auffahrunfall etwa ein Schleudertrauma entstehen. Ausserdem, so heisst es auch in der Statistik: «Jeder Unfall ist einer zuviel!» (kapo / jme)