Jeden Samstag stehen Freiwillige an der Glärnischstrasse 13 von 9.30 bis um 13 Uhr in Wil im Schreibbüro Fair Wil im Einsatz. Ihre Klienten sind vor allem Menschen mit Migrationshintergrund, die zum Teil Mühe mit deutsch lesen und schreiben haben. Sie benötigen Unterstützung beim Lesen und beim Ausfüllen von Formularen, etwa für die Stellensuche oder für die Wohnungsbewerbung.

Für das Abfassen von Steuererklärungen sowie für Rechtsfragen erklären sich die Mitwirkenden des Schreibbüros als nicht zuständig.

Reduktion des Vereinsvermögens

Infolge behördlicher Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie musste Fair Wil seinen Betrieb zeitweise unterbrechen. Dies führte zu Mindereinahmen, wie Kassierin Antonia Niethammer an der Vereinsversammlung bekannt gab. Die Fixkosten für Miete und für Unterhalt der IT sind weitergelaufen. In früheren Jahren erhielt der Verein Zuwendungen von Firmen und von offiziellen Körperschaften, diese sind im vergangenen Jahr ausgeblieben.

Den Klienten wird pro Beratung ein Unkostenbeitrag von Fr. 5.- verrechnet. Für Mitglieder ist die Unterstützung kostenlos, der Jahresbeitrag beträgt Fr. 20.- bis 30.-, abgestimmt auf die Einkommensverhältnisse.

Freiwilligenarbeit

Das Beratungsangebot von Fair Wil wurde 2013 vom ehemaligen Stadtparlamentarier Arber Bullakaj initiiert. 2017 wurde der Verein mit dem Prix Benevol ausgezeichnet. 

Ein Pool von rund fünfzehn Personen teilt sich die Beratungstätigkeit auf. Weitere Beraterinnen und Berater seien sehr willkommen, betonten die Vereinspräsidenten Regimius Bärlocher und Rahel Affolter-Diethelm. 

Die Beratenden leisten ihre Arbeit ehrenamtlich, als Entschädigung werden sie alljährlich zu einem Helferessen eingeladen. Für den Oktober 2023 eine Feier zum zehnjährigen Bestehen des Vereins geplant.

https://fairwil.ch/