Das Haus 1 der Schulanlage Breite ist über 100 Jahre alt. Ein Gebäude, dem man von Weitem ansieht, dass es ein Schulhaus ist. So baute man damals Schulhäuser: markant, solid, mit grossen Schulzimmern, hohen Räumen und grossen Fenstern sowie Aufgängen mit breiten Steintreppen. Heute muten die Gebäude bereits historisch an. Sie sind aber durchaus schülergerecht gebaut, wie das erneuerte Haus 1 in der Breite belegt. Es ist in einem Jahr so erneuert worden, dass die neugestalteten Räume den heutigen Anforderungen gerecht werden. Die Lehrpersonen freuen sich darauf, wieder in ihre ehemaligen Schulzimmer zurückkehren zu können. Bereits am Tag nach der Einweihung beginnt der Umzug von den provisorischen Räumen ins «alte» Haus. Nach den Sommerferien wird wieder darin unterrichtet.

Total erneuerter Kern

Zur Einweihungsfeier waren die am Bau beteiligten Unternehmer und Handwerker sowie die Mitglieder des Gemeinde- und Schulrates eingeladen. Gemeindepräsident Cornel Egger dankte als Präsident der Baukommission Claudia Lenz, Regula Linder, Alois Schilliger und Edgar Fürer, den Mitwirkenden in dieser Kommission. Die Hülle des Gebäudes, so Egger, sei mehr oder minder die gleiche, der Kern aber sei von Grund auf erneuert worden. Viel Platz habe man durch den Einbezug der ehemaligen Hauswartwohnung gewonnen.

Neu finden sich im Sockelgeschoss die Räume für die schulergänzende Tagesstruktur. Das erste und das zweite Geschoss weisen je zwei Klassenzimmer und einen Gruppenraum auf. Im Dachgeschoss sind ein weiteres Klassenzimmer und zwei Therapieräume untergebracht.

Grundlage für Tagesstrukturen

Gallus Rieger, Leiter Volksschule, wies auf die Bedeutung der Schulräume für das Lernklima und den Lernerfolg hin. Ein Schulzimmer sei nicht nur ein Schulzimmer. Es sei auch ein gemütliches Kinderzimmer, ein Spielplatz, werde als Werkstatt gebraucht, als Labor, als Theater, als Bibliothek, als Museum, als Büro, als Zoo oder auch als Versammlungsraum für Elternabende. All das und noch mehr biete das erneuerte Haus, stellte Rieger fest. Und im Sockelgeschoss könnten nach den Herbstferien die schulergänzenden Tagesstrukturen eröffnet werden. An 12 Plätzen könnten etwa 25 Kinder verpflegt und betreut werden.


Rück- und Ausblick

Am 5. Juli 2018 sind die Umbau- und Erweiterungsarbeiten in der Oberuzwiler Primarschulanlage Breite in Angriff genommen worden. Das Vorhaben lief unter dem Begriff «Raumschaffungsprojekt». Weil der Schulbetrieb parallel zu Bauarbeiten weitergeführt werden musste, liess man die Schüler am Geschehen auf den Bauplätzen teilhaben. Der erste Spatenstich für den Erweiterungsbau an das Haus 4 ist von den Kindergartenschülern mit ihren Spielschaufeln und Spielzeugbaggern ausgeführt worden. Zu den Begleitaktionen der Bauarbeiten ist der St. Galler Künstler Roman Rutishauser beigezogen worden. Vor den letztjährigen Sommerferien ist der Anbau mit der Aula und den neuen Räumen für die Musikschule eingeweiht worden.

Nun ist auch der Umbau des Hauses 1 beendet und damit befindet sich auf der Schulanlage Breite keine Baustelle mehr. Allerdings wird in direkter Nähe gegenwärtig der Doppelkindergarten an der Schulstrasse aufgestockt. Cornel Egger wies darauf hin, dass sowohl im Oberstufenzentrum als auch in der Schule Bichwil in nicht allzu ferner Zukunft Bauvorhaben anstünden.