Auf dem Schulweg gibt es einiges zu entdecken und nach den Sommerferien viel zu erzählen. Die Gefahren auf der Strasse gehen dabei schnell vergessen. So kommt es jährlich zu rund 380 Unfällen auf dem Schulweg. Mit der Kampagne «Achtung, Kinder überraschen» macht das Beratungszentrum für Unfallverhütung BFU auf die «Gefahr Schulweg» aufmerksam. Kinder sind verspielt, reagieren spontan und lassen sich leicht ablenken. Die Umgebung geht dadurch schnell vergessen. Ausserdem können sie Distanzen und Geschwindigkeiten noch nicht zuverlässig einschätzen. Auch gefährliche Situationen rechtzeitig zu erfassen, fällt Kindern noch schwer. Mit ihrer Körpergrösse können sie über gewisse Hindernisse wie parkierte Autos nicht hinwegblicken. Zudem können sie noch nicht mehrere Sachen gleichzeitig wahrnehmen. Auch die Zuordnung von Geräuschen klappt in diesem Alter noch nicht richtig.

Fünf Tipps an Erziehungsberechtigte

  • Suchen Sie den sichersten Schulweg aus und gehen Sie diesen mit Ihrem Kind mehrmals in beide Richtungen ab.
  • Machen Sie Ihr Kind auf mögliche Gefahren und Schwierigkeiten aufmerksam.
  • Warten Sie stets, bis Fahrzeuge ganz angehalten haben und stillstehen.
  • Helle Kleider, Leuchtwesten und reflektierende Streifen an den Jacken verbessern die Sichtbarkeit und somit die Sicherheit Ihres Kindes.
  • Ihr Vorbild zählt.

Fünf Tipps an Fahrzeuglenkende

  • Rechnen Sie bei Kindern mit allem.
  • Verlangsamen Sie Ihr Tempo.
  • Seien Sie bremsbereit.
  • Halten Sie am Fussgängerstreifen ganz an.
  • Passen Sie rund um Schulen doppelt auf

Elterntaxis nötig oder nicht?

Früher war es üblich, dass Kinder zu Fuss oder mit dem Velo in die Schule gelangten. Eine Erscheinung der Neuzeit ist das Elterntaxi – die Kinder werden in die Schule gebracht und wieder abgeholt. Ob Elterntaxis nötig sind oder nicht, ist eine Ansichts-Sache. Tatsache ist jedoch, dass an den meisten Schulen schlichtweg der Platz fehlt, um gefahrenlos seine Kids zu bringen oder abzuholen. Zudem ist der Schulweg für die Kinder auch ein Teil des Reifeprozesses für das Leben. Man lernt sich im Strassenverkehr richtig zu verhalten, bewegt sich körperlich und nicht zuletzt zählt auch das gemeinsame Erlebnis unter Schulkameraden.