Seit März 2019 wird in Schwarzenbach ein neues Schulhaus gebaut. Die Bevölkerung hat dafür im Jahr 2018 einen Kredit von 19,34 Millionen Franken genehmigt. «Aktuell laufen die Bauarbeiten nach Plan», sagt Stefan Frei, Gemeindepräsident von Jonschwil. Der Neubau werde im Frühling 2021 bezugsbereit sein.

«In meiner langjährigen Tätigkeit als Gemeindepräsident, ist der Neubau der Schwarzenbacher Schule ein bedeutender Meilenstein», sagt Frei gegenüber hallowil.ch. Auch weil die Geschichte der Erneuerung der Schulanlage bereits 13 Jahren andauert. «Das hat damit zu tun, dass man ein nachhaltiges Bauprojekt planen wollte», so Frei. Die bestehende, 50-jährige Schulanlage entspricht einerseits nicht mehr den aktuellen Anforderungen für Schulklassen, andererseits erfüllt sie auch energetisch die heutigen Vorgaben nicht mehr. Nun wird die neue Schulanlage nicht nur nachhaltig gebaut. Sie wird auch mit einer Mehrzweckhalle, die von Vereinen und der Bevölkerung genutzt werden kann, ergänzt. Dazu kommt eine Tiefgarage. Eine Tiefgarage für eine Schule? Was zuerst merkwürdig klingt, macht bei genauem Hinsehen durchaus Sinn. «Damit haben wir oberirdisch mehr Platz gewonnen», erklärt Frei. So könne das gesamte Schulareal als «attraktiver Aufenthaltsraum» gestaltet werden.

Austausch zwischen den Generationen fördern

Das 1900 Quadratmeter grosse Schulareal soll ein «generationenverbindender Platz» werden – also eine Spiel-, Bewegungs- und Begegnungs-Zone für Jung und Alt. «Ein Platz, der von der ganzen Schwarzenbacher Bevölkerung genutzt werden kann», betont Frei an einer Pressekonferenz am Mittwochmorgen. Auf der Suche nach einem idealen Projekt sind dann Senioren auf die Stiftung «Hopp-La» gestossen. Dabei verfolgt die Stiftung – mit Sitz in Zürich – besonders ein Ziel: die intergenerative Bewegungs- und Gesundheitsförderung. Doch was bedeutet das genau? «Die körperliche Aktivität und der Austausch zwischen den einzelnen Generationen soll gefördert werden», erklärt Sabina Ruff, «Hopp-La»-Beraterin, die Vision der Stiftung. Dabei will «Hopp-La» ihre Idee «Generationen in Bewegung» in der ganzen Schweiz verbreiten. «Natürlich wird jedes einzelne Projekt individuell geplant und gestaltet», betont Ruf.

Im Video: Das wird mehr als ein Spielplatz

 
(Video Magdalena Ceak)

Nun stellt sich die Frage, wie man sich einen «generationenverbindenden Platz» – der verschiedene Generationen zur Bewegung und zur Begegnung animieren soll – auf einem Schulareal vorstellen darf? Das Projekt wurde nicht nur von Landschaftsarchitekt Roman Häne entworfen. «Kindergartenkinder und Primarschüler wurden in die Planung miteinbezogen», erklärt Gemeindepräsident Frei. Das sei wichtig, damit «die Anlage später auch von den verschiedenen Zielgruppen» genutzt werde. Bei der Projekt-Gestaltung standen besonders zwei Themen, welche die Anlage zu etwas Besonderem machen sollen, im Fokus: Dschungel und Reisen um die Welt. 

So ist die Idee zur Spiel-, Bewegungs- und Begegnungslandschaft aufgeteilt in die sieben Kontinente entstanden. «Von Europa über Asien bis zu Antarktis werden hier alle Kontinente anzutreffen sein», erklärt Landschaftsarchitekt Häne. So sollen auf der 1900 Quadratmeter grossen Fläche Kletterfelsen, Wege, Hügel, Sitzbänke gebaut werden. «In Südamerika wollen wir beispielsweise ein abgestürztes Flugzeug im Dschungel aufbauen», führt Häne weiter aus. 

Fallen Kontinente weg?

Weil das Projekt der Spiel-, Bewegungs- und Begegnungs-Anlage nicht im Budget der Schulanlage enthalten ist, sind die Verantwortlichen des Projekts auf Sponsorengelder angewiesen. Mit Hilfe einer Crowdfunding-Plattform will eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Gemeindepräsident Frei, Elternvertretern und Vertreter der IG Aktives Alter, Sponsoren für die Realisierung suchen. «Damit das Konzept vollständig mit allen sieben Kontinenten und den einzelnen Ideen umgesetzt werden kann, wird eine Summe von etwa 150'000 Franken benötigt», weiss Gemeindepräsident Frei. Sollten weniger Mittel von Interessierte aus der Bevölkerung, Wirtschaft und Stiftungen zusammenkommen, rechne die Arbeitsgruppe damit, dass einzelne Geräte und sogar Kontinente ausgelassen werden müssen.