Seit 2013 ist der Sozialdemokrat Daniel Wyder Uzwils Schulratspräsident. Das Pensum wurde unlängst von 100 auf 80 Prozent reduziert. Lange sah es so aus, als würde er kampflos zu einer dritten Legislatur kommen. Doch dem ist nicht so. Die Uzwilerin Marion Harzenmoser hat am vergangenen Mittwoch ihre Kandidatur für das Schulpräsidium eingereicht und sorgt somit für eine Kampfwahl bei den Gesamterneuerungswahlen am 27. September.

Marion Harzenmoser? Die 47-Jährige gehört keiner Partei an und wohnt seit 15 Jahren in Uzwil. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Töchter im Alter von elf und sieben Jahren. Darum ist die Schule ein «wichtiger Aspekt meines Alltags», so die Schulpräsidiums-Kandidatin auf ihrer persönlichen Website. Nach der kaufmännischen Ausbildung hat sich Marion Harzenmoser zur Marketingplanerin mit eidgenössischem Fachausweis weitergebildet. Sie war als Produkt- und Projektmanagerin in mehreren Firmen tätig. Im Jahr 2003 wurde sie Geschäftsführerin der Mila d’Opiz AG, St. Gallen. Fünf Jahre später war Marion Harzenmoser Gründerin und Mitinhaberin der Uzwiler Firma Stionel AG. Ab 2013 widmete sie sich voll und ganz der Mutterrolle. Seit nun mehr 20 Jahren ist sie OK-Mitglied des Openairs St. Gallen. Dieses Wissen lässt sie ins Team des «Rock dä Neuhof» einfliessen, bei welchem sie als Mitinitiantin tätig ist.

Vom «Bündnis Uzwil» getragen

Marion Harzenmoser möchte «mit dem nötigen betriebswirtschaftlichen Wissen und dem Blickwinkel einer Mutter» allen Anspruchsgruppen des Uzwiler Schulpräsidiums gerecht werden. «Mein grosses Potenzial liegt in der Innovation, ohne dabei Bewährtes zu verändern», schreibt sie weiter. Sie sieht sich als Brückenbauerin zwischen Schule und Elternhaus und will Chancengleichheit für alle schaffen. Unterstützt wird sie «Bündnis Uzwil», eine partei- und konfessionsübergreifende Gruppierung von Personen, welche in der Gemeinde Uzwil ansässig sind und sich laut eigenen Angaben für eine «moderne und zukunftsberichtete Schulgemeinde einsetzen».

Die Frage ist erlaubt: Ist die Kandidatur als Frontalangriff auf Daniel Wyder zu sehen? «Nein. Die Kandidatur ist pro Schule», sagt Marion Harzenmoser zu hallowil.ch.

Nur Wyder will weitermachen

Wird die Uzwilerin Ende September gewählt, wäre der ganze, fünfköpfige Schulrat neu. Denn die vier amtierenden Schulräte Peter Alpert, Marlies Keller, Marcelina Schläpfer und Thomas Walker haben alle angekündigt, bei den Gesamterneuerungswahlen nicht mehr anzutreten. Für Spannung ist gesorgt in Uzwil.

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Daniel Wyder möchte vier weitere Jahre Schulratspräsident von Uzwil bleiben. (Archivbild: Josef Bischof)