Florian Schällibaum, Architekt, Wattwil steht Red' und Antwort: 

Es wird seit drei Monaten gebaut: Was waren die bisherigen Arbeiten?

Florian Schällibaum: Nach Erteilung der Baubewilligung und aufgrund des mässigen Winters nah-men wir den Baubetrieb sehr früh auf. Dank des relativ guten Wetters und umfangreicher Ressourcen kamen der Tiefbauer und der Baumeister sehr gut voran. Die Planer sind dadurch stark gefordert in der Erstellung der dafür notwendigen Planunterlagen.

Entspricht dies dem erhofften Zeitplan?

Wir liegen im Zeitplan. Der Neubau des Schulhauses benötigt eine längere Bauzeit als die Mehr-zweckhalle. Wir haben deshalb mit den Erdarbeiten beim Schulhaus gestartet, damit dieser Hochbau möglichst rasch hochgezogen werden kann. Parallel dazu wird mit einer zweiten Krananlage auch der Rohbau der Mehrzweckhalle erstellt.

Gibt es spezielle Herausforderungen, welche Planer und Handwerker lösen müssen?

Die Neubauten verfügen neben den hölzernen Teilen über Sichtbetonflächen. In diesen Sichtflächen müssen alle Installationen und Einlagen am richtigen Ort eingebaut werden, was eine sehr präzise und vorausschauende Planung bedingt. Die Arbeit an den Sichtbetonflächen ist für den Baumeister anspruchsvoll und bedingt entsprechende Erfahrung.

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Florian Schällibaum, Architekt vom gleichnamigen Büro aus Wattwil.

 Mit wem arbeiten Sie bei der Bauherrschaft am engsten zusammen?

Wir arbeiten mit zwei Gremien: Die Baukommission ist das Entscheidungsgremium, welches sich in regelmässigen Intervallen mit dem Planungsstand auseinandersetzt und Entscheidungen trifft. In einem sogenannten Planungsteam sind u.a. die Nutzer vertreten. Die Nutzervertreter bringen die Bedürfnisse ein im Sinne einer Vorberatung. Der Gemeindepräsident sowie der Schulleiter sind in beiden Gremien vertreten und gewähren zusammen mit den Planern den Informationstransfer. Mit diesem Organisationsmodell können eine gesamtheitliche Betrachtung und eine hohe Funktionalität gewährleistet werden.

Welche Arbeiten werden in den nächsten Wochen angegangen und wie wird die Baustelle während des Sommers aussehen?

Die Arbeiten im Untergeschoss sind für den Baumeister aufgrund zahlreicher Wände und Absätze aufwendig. Die Erd- und Obergeschosse werden weniger Bauzeit beanspruchen. Wir wollen die gu-ten Arbeitsbedingungen im Sommerhalbjahr für die Rohbauarbeiten nutzen. Zurzeit kann noch keine verlässliche Aussage gemacht werden, wann die Aufrichte des Holzbaus erfolgt. Die Holzbauplanung konnte aber abgeschlossen, die Holzbausubmission öffentlich ausgeschrieben und die Arbeiten da-für vergeben werden. Der Holzbauer wird die Werkstattplanung angehen, damit die Vorfabrikation der Holzbauteile erfolgen kann. Es zeigt sich, dass unsere Planungstätigkeit sehr vielschichtig und spannend ist.