«Durchgehend souverän und ohne Satzverlust», so beschreibt das nationale Leistungszentrum Swiss Tennis den Einsatz von Alina Granwehr aus Wilen an der diesjährigen Junior Champion Trophy in Bern. Ihre Matches soll die 16-Jährige mit Bravour gemeistert haben: Im Berner Dählhölzli holte sich Granwehr bereits ihre fünfte Goldmedaille – und das nur zwei Tage vor ihrem 17. Geburtstag. In diesem Jahr ist das bereits ihr zweiter Meisterschaftstitel, denn bereits im Januar (siehe Artikel unten) holte sie sich den Sieg an den Hallenmeisterschaften. Zudem ist das für die Hinterthurgauerin bereits der zweiter Sieg in der Kategorie U18 – der sogenannten Königsklasse Tennis-Nachwuchs. Gleich wie zu Beginn des Jahres spielte Granwehr im Endspiel gegen Sophie Lüscher. «Ich wollte unbedingt sowohl im Winter als auch im Sommer gewinnen», sagt Granwehr gegenüber Swiss Tennis nach ihrem Titelsieg. Das sei schon cool, dass sie dieses Ziel erreicht habe. (pd)

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 Granwehr dominiert auch die Königsklasse (13.01.):

Wenn es Zahlen braucht, um die Ambitionen von Alina Granwehr zu belegen, dann diese: Die 16-Jährige ist die beste Schweizer Tennisspielerin in ihrem Jahrgang, bereits die Nummer 31 des Landes und in der Weltrangliste auf Position 170 gelistet. So erstaunt es denn nicht, dass sie in den verschiedenen Junioren-Stufen schon mehrere Schweizer Meistertitel gewonnen hat. Am Wochenende kam in Kriens der vierte dazu. Erstmals trat die Hinterthurgauerin in der Kategorie U18 – die Königsklasse im Nachwuchs – an und hatte ihre Konkurrentinnen jederzeit im Griff. Im Final gestand sie Widersacherin Sophie Lüscher, die im vergangenen Sommer bei den letzten Schweizer Meisterschaften auf Stufe U18 noch triumphiert hatte, lediglich sechs Games zu und siegte 6:4, 6:2. Mehr schaffte keine Gegnerin der topgesetzten Alina Granwehr. Kurzum: Sie spielte selbst auf dieser Stufe in einer eigenen Liga. «Dieser Titel ist eine Bestätigung der harten Arbeit und ich freue mich riesig darüber», sagte Alina Granwehr gegenüber Swiss Tennis. Schon im vergangenen Sommer war sie Schweizer Meisterin geworden, damals allerdings noch auf Stufe U16.

Die Erfolge sind kein Zufall. Die Wilenerin setzt voll auf die Karte Tennis und besucht seit über zwei Jahren das nationale Tennis-Leistungszentrum in Biel. Und was sind nun die nächsten Ziele? Es geht darum, sich in der Junioren-Weltrangliste unter die Top 100 zu spielen. Dann könnte sie Junioren-Grand-Slam-Turniere bestreiten.

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Alina Granwehr holte an Schweizer Meisterschaften ihre erste Goldmedaille auf Stufe U18.


Junge Uzwilerin möchte an die Olympischen Spiele

Die Wilenerin ist nicht das einzige Tennis-Talent der Region Wil, welches derzeit auf dem Weg nach oben ist. Auch die 14-jährige Uzwilerin Karolina Kozakova macht immer wieder auf sich aufmerksam – und hat ebenfalls Grosses vor. Zu den besten zehn Tennisspielerinnen der Welt will sie einst gehören und die Schweiz an den Olympischen Spielen vertreten. Bei den Schweizer Meisterschaften in Kriens trat sie erstmals auf Stufe U16 an – und spielte sich bis in den Final. Dort musste sie sich aber klar und deutlich der grossen Dominatorin Céline Naef geschlagen geben: 0:6, 1:6. Auch Naef ist erst 14-jährig. Noch besucht Karolina Kozakova die Sekundarschule. Nach dem Abschluss im Sommer 2020 will aber auch sie sich voll aufs Tennis konzentrieren.