Die Regio Wil, mit allen 22 Mitgliedgemeinden, hat bereits zwei Agglomerationsprogramme entwickelt und eingereicht. Beide sind für die wirtschaftliche Entwicklung, die örtliche Konzentration von Industrie sowie Gewerbeflächen und zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs (motorisierter Individualverkehr und Langsamverkehr) von grosser Bedeutung. «Es wurde jahrelang mit viel Aufwand und einem hohen Detaillierungsgrad- sowie in einer bemerkenswerten Vielfalt von Themenstellungen, geplant.» Guido Grütter, Präsident von Regio Wil, erläuterte weiter, dass es bis anhin eine eher politische Angelegenheit war. «Die Agglomerationsprogramme sind aber keinesfalls nur ein Politikerprojekt, obschon wir bis anhin für die ganze Planung zuständig waren. Aber schlussendlich geht es um das Miteinander zwischen den Gemeinden, der Wirtschaft und allen weiteren Involvierten. Denn unser Ziel definiert sich darin, dass wir unsere Wohn- und Aufenthaltsqualität erhalten und auch fördern.» Grütter betonte am Donnerstagabend an der 15. Delegiertenversammlung von Regio Wil, dass die Signale vom Bund überaus positiv zu werten sind.


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Guido Grütter präsidiert seit einem Jahr den Verein Regio Wil.


Am Geldtopf laben
«Das aktuelle Agglomerationsprogramm 3. Generation, wurde in der Vorprüfung und unter Berücksichtigung von 32 weiterer schweizweiten Programme, als eines der Besten taxiert. Somit dürfte unser Programm den nahezu höchstmöglichen Anteil aus dem Geldtopf des Bundes erhalten», sagte Guido Grütter, Gemeindepräsident von Münchwilen. Innerhalb des Agglomerationsprogramms wird der Entwicklungsschwerpunkt ESP Wil West als Herzstück visioniert. Das besagte Projekt könnte mit einem neuen Autobahnanschluss, sowie der Entwicklung und Erschliessung des neuen Wirtschaftsgebietes zwischen Wil, Sirnach, Gloten und Münchwilen, für tausende neue Arbeitsplätze sorgen. Vom Bund könnten hierfür 37 Millionen Franken gesprochen werden. «Es liegt im Allgemeinen nun an uns, an die breite Öffentlichkeit zu treten. Für die Umsetzung unserer Massnahmen und Vorhaben braucht es die breite Unterstützung und die Einwohnerschaft. Überzeugen müssen wir jetzt vor Ort, dort wo das Leben stattfindet», sagte Guido Grütter.

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Gegen die Zersiedelung
Wil West soll eine wirksame Lösung im Kampf gegen die Zersiedelung sein. In den nächsten 25 Jahren soll der Entwicklungsschwerpunkt ESP Wil West zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort an bester Lage ausgebaut werden und der gesamten Region einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen bringen. Mit der Realisierung von Wil West setzen die beiden Kantone Thurgau und St.Gallen ein entscheidendes Signal für die langfristige volkswirtschaftliche Stärkung und Positionierung der gesamten Region. Gleichzeitig wird durch die Konzentration von Neuansiedlungen und Betriebserweiterungen von bestehenden lokalen Unternehmen auf einem zentralen Areal einer weiteren Zersiedlung der Landschaft in den Gemeinden entgegengewirkt. Ein eminent wichtiger Punkt wird der öffentliche Verkehr sein, die Kostenschätzung für alle geplanten Infrastrukturprojekte wird dahingehend mit bis zu 132 Millionen Franken beziffert.

Nach der Delegiertenversammlung von Regio Wil verköstigten sich die 50 Teilnehmer – davon waren es 24 Stimmberechtigte aus 17 Gemeinden – beim gemütlichen Apéro.