Schweizer Flüsse sind idyllisch und laden besonders im Sommer zum Baden ein. Immerhin gibt es an heissen Tagen nichts Schöneres als ins kühle Nass zu springen und sich eine Erfrischung zu holen. Doch jeder Schwimmer sollte sich bewusst sein, dass dieses Vergnügen besonders viele Risiken birgt. Die Gefahren, die das Flusswasser mit sich bringt, werden häufig unterschätzt. Wie gefährlich Flüsse sind, hat auch der tragische Unfall beim Felsegg-Wasserfall bei Henau gezeigt, bei dem ein 30-jähriger Mann und eine 26-jährige Frau am Sonntag verunglückt sind. Experten raten sogar, dass sich nur geübte Schwimmer, welche die Bade- und Flussregeln kennen, in Flüsse wagen sollten.

Die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) – die grösste Organisation in der Schweiz für alle Fragen rund um die Sicherheit am, im und auf dem Wasser zuständig ist – hat folgende Regeln für das Baden in offenen Gewässern zusammengestellt:

• Wagen Sie sich nur in offene Gewässer, wenn Sie gut schwimmen können.

• Springen Sie nicht in trübes oder unbekanntes Wasser.

• Schwimmen Sie keine langen Strecken alleine. Auch der besttrainierte Körper kann eine Schwäche erleiden.

• Je kälter das Wasser, desto kürzer sollte der Aufenthalt darin sein. Unterkühlung führt oft zu Muskelkrämpfen.

• Springen Sie nie überhitzt ins Wasser: Der Körper braucht nach dem Sonnenbad Zeit, um sich anzupassen.

• Lassen Sie Kinder nie alleine ans Wasser und beaufsichtigen Sie die Kinder in Griffnähe.

• Schwimmen Sie weder mit vollem noch mit leerem Magen.

Das sagen Wilerinnen und Wiler

Eine Strassenumfrage der hallowil.ch-Redaktion zeigt, dass die meisten Menschen in der Region regelmässig in der Thur schwimmen gehen, sich der Gefahren aber durchaus bewusst sind. Jeder der Befragten gibt an, vorsichtig zu sein. Und die befragten Personen, die nicht in der Thur baden gehen, haben Angst vor den Gefahren im Flusswasser. 

 
(Video: Myhailo Zinchenko)