Am Ende kam es knüppeldick für das junge Team des EC Wil. Es konnte zwar das Mitteldrittel für sich entschieden, ging gegen Frauenfeld aber schliesslich unter und verlor vor eigenem Anhang gleich mit 1:6. Das Unterfangen «Wiedergutmachung» nach der 2:5-Heimpleite vier Tage zuvor gegen Bellinzona war missglückt. Die Vorentscheidung fiel bereits im Startdrittel. Spätestens als Pascal Gemperli zehn Sekunden vor der ersten Sirene auf 3:0 für die Gäste stellte, waren die Wiler Chancen auf einen Punktgewinn bereits früh auf ein Minimum gesunken. Zwar kamen die Gastgeber im Mittelabschnitt dank des zweiten Saisontreffers von Andreas Ambühl auf 1:3 heran und durften bis ins letzte Drittel hinein auf eine Wende hoffen. Im Schlussabschnitt schraubten die Thurgauer das Skore aber in die Höhe – bis zum 6:1-Schlussstand.

Somit nahm Frauenfeld wuchtig Revanche am EC Wil. Diesen Vergleich hatte es nämlich bereits im Playoff-Viertelfinal der vergangenen Saison gegeben. Auch damals waren die Äbtestädter Aussenseiter gewesen, hatte sich aber in extremis durchgesetzt.

Uzwils Goalie trotz vier Gegentreffern «Best Player»

Dass EHC Uzwil-Goalie Daniel Schenkel nach der Partie gegen Wetzikon zum besten Spieler seiner Mannschaft ausgezeichnet wurde, sagt einiges aus. Wie schon am vergangenen Samstag bei der 0:2-Niederlage in Arosa hielt er sein Team lange im Spiel. Dieses Mal gerieten die Uzwiler zwar schon nach 69 Sekunden in Rückstand, kassierten dann aber über 35 Minuten keinen weiteren Gegentreffer mehr. Trotzdem ging es mit einem Zweitore-Rückstand in die zweite Pause. Als rund eine Viertelstunde vor Schluss Yves Breitenmoser für die Gastgeber in doppelter Überzahl auf 1:2 verkürzte, keimte in der Uzehalle Hoffnung auf. Doch diese währte nur zweieinhalb Minuten. Dann erzielte Manuel Laimbacher seinen zweiten Treffer des Abends und erhöhte für die Gäste auf 3:1. Ein weiteres Tor für die verlustpunktlosen Zürcher war nur noch Resultatkosmetik.

Somit haben die Uzwiler zum dritten Mal hintereinander verloren. Allerdings hiessen die Gegner Frauenfeld, Arosa und Wetzikon. Es sind lauter Teams, die weit vorne gesehen werden in der Tabelle. Die nächsten fünf Spiele gegen Rheintal, Herisau, Pikes Oberthurgau, Prättigau-Herrschaft und Reinach werden nun aber zeigen, wie stark die Uzwiler wirklich sind. Wetzikon war eine Nummer zu gross.

1. Liga, Gruppe Ost, 4. Runde:
Wil – Frauenfeld 1:6
Uzwil – Wetzikon 1:4
Herisau – Prättigau-Herrschaft 2:1
Pikes Oberthurgau – Rheintal 8:2
Rheinach – Arosa 3:7
Argovia – Bellinzona 3:6

Rangliste:
1. Wetzikon 4/12. 2. Frauenfeld 4/12. 3. Arosa 4/11. 4. Bellinzona 4/9. 5. Wil 4/5. 6. Rheintal 4/5. 7. Pikes Oberthurgau 4/4. 8. Argovia 4/4. 9. Herisau 4/4. 10. Prättigau-Herrschaft 4/3. 11. Uzwil 4/3. 12. Rheinach 4/0.