Unter dem Titel «Altstadt, Wein & Sein» wirbt der Flyer für die nächste Wiler Weinstrasse. Deren OK-Präsident Mike Holenstein weiss zwar, dass aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation noch keineswegs gesichert ist, dass der Anlass, der bereits in diesem Jahr wegen dem Covid-19-Virus verschoben werden musste, stattfinden wird, aber er zeigt zuversichtlich: «Wir hoffen einfach einmal das Beste», so Holenstein.

Das «Beste» bekommen laut Sommelier und TopCC-Weineinkäufer Thomas Dürlewanger auch all jene zu kosten, welche am Freitag, 28. Mai zwischen 15 und 21 Uhr in die Wiler Altstadt kommen, um «zu entdecken, zu degustieren, zu geniessen und zu erleben». Denn die Degustation unter freiem Himmel hält nicht nur die Rebensäfte von 50 Weinproduzenten aus der Schweiz, Österreich, Spanien, Deutschland, Frankreich und Italien und fünf Workshops mit prominenten Weinprofis bereit, sondern auch einen bekannten Namen: jenen von Eberhard Graf Toggenburg. Der Südtiroler, welcher in der Toskana das Weingut Poggia Rozzi nach dem Wahlspruch «Dem Erbe der Natur verpflichtet» führt, ist ein Spross jener Adelsfamilie, welche vor annähernd 1000 Jahren eine der mächtigsten Familien in der Ostschweiz war - auf die unter anderem auch die Gründung der Stadt Wil zurückgeht.


Süffige «Idda», kräftige «Eccellenza»

Vor 150 Jahren wanderte der Urgrossvater von Ilanz ins Südtirol aus. Nun finden seit einigen Jahren die Weine des toskanischen Weinguts, die sich aus Kombinationen heimischer toskanischer Sorten wie Sangiovese, Fogliatonda, Canaiolo oder Colorino zusammensetzen, wieder vermehrt den Weg über die Alpen. Was von der «alten Heimat» geblieben ist, sind die Namen der Weine. So heisst der weiss gekelterte Merlot, ein süffiger Terrassenwein, «Idda», der 100-prozentige Sangiovese «Ulrico» und der kräftige 16,5-Prozenter «Eccellenza». Eberhard Graf Toggenburg sagt: «Für mich haben sich in der Region Wil zum einen beruflich viele wertvolle Kontakte ergeben. Aber auch das Bewusstsein für die Herkunft der eigenen Familie ist in den vergangenen Jahren intensiver geworden. Ich freue mich darüber, sowohl heute als auch im nächsten Frühling in Wil sein zu dürfen», so Eberhard Graf Toggenburg.