Der Antrieb ist weg, das eigene Kind im Sinkflug. Für Eltern und Freunde ein Warnsignal, vorausgesetzt, man schaut hin. Ein Stimmungstief, eine Krise, Lustlosigkeit, oder doch eine Depression? Für Laien ein schwieriges Unterfangen, dies rechtzeitig und mit der nötigen Empathie zu erkennen. Diesem Thema widmet sich das 100-minütige Forumstück des Theater Bilitz. Unverblümt wird aufgezeigt, was alles schieflaufen kann. Im Privaten, in der Schule, im Freundeskreis, oder im Sport. Depressive Verstimmungen wahrnehmen, darüber reden und Verständnis zeigen; gar nicht so einfach, denn leider gilt dieses Thema – nicht nur bei Jugendlichen – immer noch als Tabuthema.

S.O.S meine Tochter zieht sich immer mehr zurück

Christina Benz, Sonia Diaz, Agnes Caduff, Michael Fuchs und Roland Lötscher, vom Theater Bilitz, gelingt es mit ihrem Stück «S.O.S» von der ersten Minute an, die Sekundarschüler in ihren Bann zu ziehen. Ein aktives Mitgestalten der Schüler funktioniert ebenso, wie für richtige Aufklärung zu sorgen. Die interaktive Form von «S.O.S» hält sich zwar zurück mit Ratschlägen, ermöglicht aber dahingehend vermehrt sich selber zu reflektieren und unterschiedlichste Lösungsansätze – bis hin zum Zeitpunkt des Miteinbezugs einer Fachperson – auszuprobieren. Zuhören, mitfühlen jedoch nicht mitleiden, Verständnis zeigen, Hilfe annehmen. Es gibt zahlreiche «richtige und wichtige» Vorangehensweisen, lediglich nichts tun und Warnzeichen ignorieren, sind der absolut falsche Weg; denn treffen kann die Krankheit Depression jeden.

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Theater Bilitz spielt "S.O.S" - ein Thema zu Depressionen im Jugendalter.