Am vergangenen Freitagabend feierte die Ausstellung von bekannten Wiler Künstlern in der Wiler Altstadt ihre Premiere. Das Publikumsinteresse war beachtlich. Und auch die Rückmeldungen von Ladeninhabern waren laut Veranstaltern positiv.  Es sind kaum bekannte Werke von Wiler Kunstschaffenden zu sehen.
 
Werke zahlreicher Wiler Künstler
Gegen 19 Uhr strömten immer mehr Interessierte in das Ladenlokal von Widmer Bierspezialitäten an der Kirchgasse, um der Ausstellungseröffnung der Altstadt als Galerie beizuwohnen. In seiner Begrüssungsrede zeigte sich der Präsident der Wiler Altstadtvereinigung, Simon Lumpert, über das  Publikumsaufkommen sehr erfreut. 

Es zeige, so Lumpert, dass die Idee einer temporären Galerie einem grossen Bedürfnis entspreche. Zu sehen sind Aquarelle, Ölbilder sowie Holz- und Bronzeskulpturen aus der Sammlung der Ortsgemeinde, etwa von Urban Blank, Karl und Lukas Peterli, Werner Hilber und Bruno Schär.
 
Werke aus Privatbesitz
Auch Privatpersonen nutzen die Gelegenheit und präsentieren zusätzlich Werke von Bruno Berlinger, Hermi Breitenmoser  und Karl Glauner. Sie runden gemäss Simon Lumpert die Kunstschau ab. Es sei eine sehr seltene Chance, Werke zu sehen, die mangels Ausstellungsmöglichkeiten kaum in der Öffentlichkeit gezeigt werden können, betonte er. Die rund drei Dutzend Bildnisse werden in über zwanzig Schaufenstern bis zum 3. November präsentiert.
 
Laufend mehr Interessierte
Im Frühjahr 2017 hätten die Vorbereitungen für die Ausstellung begonnen, erzählte der Vorsitzende der Altstadtvereinigung. Seither hätten immer mehr Besitzer respektive Mieter von Schaufenstern ihr Interesse zum Mitmachen bekundet. Schmunzelnd fügt er an, sozusagen im letzten Moment sei so ein Mitglied der Altstadtvereinigung zu einem grossformatigen, farbenfrohen Bild von Georg Rimensberger gekommen, der wie er seinerzeit an der Marktgasse seine Wohn- und Arbeitsstätte hatte.  
 
Aufruf zu weiterem Engagement
Dass sich so viele Ladeninhaber zum Mitmachen bei der Ausstellung entschlossen hätten, sei ein deutlicher Beleg dafür, dass man mit vereinten Kräften die Stärken der Altstadt in den Vordergrund rücken könne.

Der Vorstand würde sich freuen, wenn sich auch weitere Geschäftsinhaber von der Aufbruchstimmung anstecken liessen und sich innerhalb des Vereins für die zusätzliche Belebung der Altstadt engagieren würden. Lumpert verwies dabei lobend auf das Beispiel des gemeinsamen Events `Schöpferische Scheren` am Samstag, dem 28. Oktober, ab 11.30 Uhr bei Grape Garcia (Marktgasse 34) und Hair Vision an More (Kirchgasse 17).  

Selbstbildnisse von Kunstschaffenden
Als speziellen Höhenpunkt lädt die Altstadtvereinigung am Freitag, dem 20. Oktober, um 19 Uhr, zu einem Kurzreferat der Kunsthistorikern Claudia Reeb im Hof zu Wil ein. Die Co-Leiterin der Kunsthalle Wil wird in ihren Ausführungen ein besonderes Augenmerk auf die ausgestellten Selbstportraits der Wiler Künstler werfen und sie in Zusammenhang mit berühmten Beispielen aus der Kunstgeschichte stellen.  Anschliessend findet ein kleiner Umtrunk in geselliger Runde statt. Eintritt frei; Kollekte zur Deckung der Unkosten. 
(aze)