Corona macht auch dem Seniorenzentrum Solino zu schaffen. Doch nicht wie andernorts, ist die regionale Institution der Gemeinden Mosnang, Bütschwil-Ganterschwil, Wattwil, Lichtensteig und Lütisburg, mit seinen rund 130 Mitarbeitenden und 100 Bewohnern, gut durch das vergangene Krisenjahr gekommen. «Trotz Corona verzeichneten wir im vergangenen Jahr so wenig Verstorbene wie noch nie. 17 Mitmenschen sind demnach gestorben, während es in den Jahren zuvor jeweils rund 20 bis 25 waren. Das Durchschnittsalter der Bewohner beträgt aktuell 87 Jahre und die Bettenbelegung betrug im vergangenen Jahr zufriedenstellende 98 Prozent. Letztgenanntes macht uns äusserst zufrieden», sagte Zentrumsleiter Markus Brändle an der Delegiertenversammlung im Zivilschutzausbildungszentrum. Kaum erstaunlich also, dass er, wie schon vor ihm Verwaltungsratspräsident Karl Brändle, seinen Dank an alle Mitarbeitenden richtete. «Seit Dezember 2020 haben wir keine Covid-Patienten mehr. Für uns steht dahingehend im Vordergrund, dass wir unweigerlich und zu jeder Zeit offen und transparent kommunizieren und nie etwas tabuisieren. Die hervorragende Arbeitsleistung Aller sucht seinesgleichen und finanziell sind wir bisweilen mit einem blauen Auge davongekommen.» Doch noch ist nicht alles ausgestanden. So befand sich das Solino in diesen Tagen in einem weiteren Lockdown; dies, weil sich der Norovirus breit gemacht hat. «Doch ab sofort gelten wieder die Besucherregeln und Arbeitsweisen von vorher», erklärt Markus Brändle.

Post inside
Noch-Zentrumsleiter Markus Brändle referiert an der DV zum letzten mal über Rechnung, Budget und Mitarbeiterwesen. Verwaltungsratspräsident Karl Brändle bedankt sich bei ihm für 20 Jahre Treue und wertvolle Mitarbeit.


Diverse Mutationen

Von Ängsten und zusätzlichen Herausforderungen sprach Verwaltungsratspräsident Karl Brändle. «Corona hat natürlich auch uns getroffen. Doch diese ausserordentlich schwierige Situation haben unsere Leiter, Kader und Mitarbeiter jederzeit qualitativ hochstehend gemeistert.» Die Versammlung eröffnete den Delegierten nicht nur einen tiefen und interessanten Einblick in die Zahlenwelt des Solinos und die personellen Mutationen wurden dabei nicht nur einstimmig anerkannt, sondern auch kräftig beklatscht. Für die Mandate im Verwaltungsrat wurden die bisherigen Karl Brändle (Präsident), Theo Bannwart und Imelda Stadler, wiedergewählt. Auf die zurücktretenden Susanne Weber und Silvia Schweizer folgen Pirmin Sieber und Roland Walther. Innerhalb der Kontrollstelle gab deren Präsident René Buri seinen Austritt. Neu nimmt Roman Alpiger Einsitz in besagtem Gremium. Und nach 20 Jahren als Zentrumsleiter geht im Oktober Markus Brändle in den verdienten Ruhestand. Seinen Platz nimmt Ralph Rütsche ein, welcher sich kurz vorstellte.

Post inside
Die Delegierten applaudieren an dieser Versammlung mehrmals - Gründe dafür gab es zuhauf.


Aus der Zahlenwelt

Die Rechnung 2020 des Seniorenzentrums Solino schliesst, bei einem Umsatz von knapp 10 Millionen Franken, mit einem Ertragsüberschuss von 217'000 Franken ab. Dieser Gewinn wird dem Eigenkapital zugeführt, welches nun knapp 6 Millionen Franken beinhaltet. 2 Millionen davon werden als Vorfinanzierung für die bevorstehenden Bautätigkeiten «Solino plus» aufgewendet.