Genau ein einstündiges Training hatte Ciriaco Sforza Zeit, um die Mannschaft kennen zu lernen und ihr seine ersten Inputs mit auf den Weg zu geben. Was wird der neue Übungsleiter alles umkrempeln für das erste Spiel in Vaduz? Das war eine viel gestellte Frage vor dem Gastauftritt im «Ländle». So manches war neu. Angefangen beim Spielsystem. Bisher spielte die Mannschaft in dieser Saison meistens in mit einem 3-4-1-2. Sforza entschied sich für ein 4-1-4-1 mit Zé Eduardo vor der Abwehr und Silvio als einzigen Stürmer. Auf den Flügeln liefern Sergio Cortelezzi und Ivan Audino auf, die unter Vorgänger Konrad Fünfstück jeweils als Stürmer agiert hatten. In der Innenverteidigung bekam das junge Eigengewächs Ismajl Beka eine Chance von Beginn weg.

Es dauerte einen guten Moment, bis die Äbtestädter das neue System angenommen hatten. Zwischenzeitlich klafften vor allem im Zentrum einige Löcher. Dazu kam eine zu hohe Quote an Eigenfehlern. Doch mit Fortdauer der ersten Halbzeit fanden die Wiler immer besser ins Spiel und setzten mehr Akzente. «Es war das Ziel, frech und offensiv zu spielen sowie lauffreudig als Mannschaft aufzutreten», sagte Sforza hinterher. Und weiter: «Das hat mir die Mannschaft gezeigt. Es ist Potenzial da.»

Audino vergibt die Führung und gleicht aus

Nach der Pause war es – trotz neuem Trainer – wie am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen Kriens. Zuerst vergaben die Wiler eine vorzügliche Möglichkeit auf den Führungstreffer und gerieten praktisch im Gegenzug im Rückstand. Dieses Mal kam Ivan Audino nach einem ungenügend geklärten Ball von Sandro Wieser nahe der Fünfmeter-Linie zum Abschluss. Doch Vaduz-Goalie Benjamin Büchel konnte mit einer starken Fussabwehr den scheinbar sicheren Wiler Führungstreffer sehenswert verhindern.

Beim 1:0 für die Vaduzer halfen die Gäste mit. Ein harmloser Ball in die Wiler Platzhälfte traf Nikki Havenaar so unglücklich, dass er zur idealen Vorlage für Manuel Sutter wurde. Dieser konnte allein auf Wils Goalie Zivko Kostadinovic zulaufen und mühelos zum 1:0 für die Gastgeber einschieben. Doch die Wiler Reaktion kam umgehend. Zuerst setzte Silvio einen Kopfball über das Tor. Nur neun Minuten nach dem Vaduzer Führungstreffer war dann der Ausgleich Tatsache. Magnus Breitenmoser spielte über links zu Audino, der noch einen Haken schlug und dann mit einem Schlenzer das Skore ausglich. Es war der dritte Saisontreffer des Zürcher Oberländers.

Viele Unentschieden gegen Vaduz

Auch wenn danach die Vaduzer den Sieg mehr suchten als die Wiler, war das Remis keineswegs gestohlen. «Es ist ein guter Punkt, weil die Mannschaft das umgesetzt hat, was wir trainiert hatten. Sie ist ohne Angst angetreten, um hier etwas zu erreichen», sagte Sforza. Dass man sich die Punkte teilte, kam keineswegs überraschend. In den vergangenen sechs Partien zwischen Wil und Vaduz gab es fünfmal keinen Sieger.

Was für ein Fazit ist nach dem ersten Auftritt unter Sforza zu ziehen? Offensiv kam mehr als auch schon und das Gezeigte wirkte stabiler als in den vergangenen Wochen. Allerdings gibt es noch viel Luft nach oben. Am für die Wiler Mannschaft neuen System gilt es noch zu arbeiten und die Raumaufteilung zu optimieren. Die Nagelprobe gibt es bereits am Samstag, wenn der spielstarke Leader Servette in der IGP-Arena gastiert.

Die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle. www.sfl.ch)

 
Die Wiler bejubeln den Ausgleich zum 1:1 nach knapp einer Stunde.

Challenge League, Resultate, 27. Runde:
Vaduz - Wil 1:1
Lausanne-Sport - Servette 0:2
Rapperswil-Jona - Chiasso 0:0
Kriens - Aarau 2:2
Schaffhausen - Winterthur 1:3

FC Vaduz – FC Wil 1900 1:1 (0:0)

Rheinpark: 1343 Zuschauer. – Sr: Hänni.

Tore: 50. Sutter 1:0. 59. Audino 1:1.

FC Vaduz: Büchel; Sülüngöz, Wieser, Göppel; Vitija (68. Antoniazzi), Muntwiler, Gajic, Brunner; Coulibaly (28. Tadic) Dossou (57. Sele); Sutter.

FC Wil 1900: Kostadinovic; Nick von Niederhäusern, Havenaar, Beka, Schäppi; Zé Eduardo; Cortelezzi, Schmid (72. Hefti), Breitenmoser, Audino (79. Hoxha); Silvio (59. Savic).

Bemerkungen: Vaduz ohne Nils von Niederhäusern (gesperrt), Drazan, Mikus, Prokopic (verletzt), Hirzel, Babic und Lüchinger (nicht im Aufgebot). Wil ohne Rahimi (gesperrt), Lombardi, Gonçalves (verletzt), Chande, Herrmann, Scholz, Sejdija, Herter und Gülünay (nicht im Aufgebot). – 26. Coulibaly verletzt ausgeschieden. – Verwarnungen: 56. Brunner (Foul). 72. Havenaar (Ballwegschlagen).

Rangliste:
1. Servette 27/57. 2. Lausanne-Sport 27/44. 3. Winterthur 27/42. 4. Aarau 27/41, 5. Wil 27/36. 6. Kriens 27/33. 7. Vaduz 27/32. 8. Chiasso 27/28. 9. Schaffhausen 27/28. 10. Rapperswil-Jona 27/25.

Nächste Spiele (28. Runde):
Freitag, 5. April: Winterthur - Kriens (20.00 Uhr)
Samstag, 6. April: Rapperswil-Jona - Lausanne-Sport (17.00 Uhr), Wil - Servette (17.30 Uhr), Aarau - Vaduz (20.00 Uhr), Chiasso - Schaffhausen (20.00 Uhr).

Die Stimmen zum Spiel: (Quelle: www.fcwil.ch)

 
"Ich bin zufrieden", sagt der neue FC-Wil-Trainer Ciriaco Sforza nach seinem Debüt mit dem FC Wil. Auch Ivan Audino nimmt Stellung zum 1:1 im Rheinpark.

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Der Liveticker:

So, ich begebe mich auf  Stimmenfang. Es wird heute Abend noch nachgeliefert, was der neue Trainers Ciriaco Sforza zum Spiel sagt. Von diesem Liveticker soll es das gewesen sein. Haben Sie noch einen schönen Dienstagabend. Bis bald auf hallowil.ch.

Weiter geht es für den FC Wil bereits am kommenden Samstag (6 April), wenn ab 17.30 Uhr mit Servette der Leader in der IGP-Arena gastiert. Auch dieses Spiel kann im hallowil.ch-Liveticker mitverfolgt werden. Pascal Ibig wird dann für Sie tickern. 

Schlussfazit: Diesen Punkt nimmt der FC Wil gerne mit. Vaduz war alles in allem die leicht überlegene Mannschaft und stand dem Sieg näher. Die Gäste liessen sich durch einen unnötigen Gegentreffer nicht verunsichern und kamen nur neun Minuten später zum Ausgleich. Auch wenn Vaduz etwas präsenter war, so ist der Punkt überhaupt nicht gestohlen. Zwar bleiben die Wiler auswärts in diese Jahr ohne Sieg, haben seit dem 25. November nur noch einmal gewonnen und erzielten in dieser Zeitspanne nie mehr als einen Treffer. Trotz etwas vielen Eigenfehlern war es aber ein vernünftiger Auftritt, auf dem sich aufbauen lässt.

Schlusspfiff: Der FC Vaduz und der FC Wil trennen sich 1:1 unentschieden.

94. Minute: Doch es entsteht keine Gefahr mehr.

93. Minute: Noch ein gefährlicher Freistoss für Vaduz von links.

92. Minute: Vaduz drückt nochmals aufs Gaspedal.

91. Minute: Durcheinander im Wiler Strafraum. Doch es kommt nicht zum  Abschluss. Abstoss.

91. Minute: 3 Minuten Nachspielzeit gibt es in der zweiten Halbzeit.

89. Minute: Nein, doch nicht. Beka kann den Ball sicher klären.

89. Minute: Das könnte nochmals heiss werden im Wiler Strafraum: Freistoss aus dem linken Halbfeld für Vaduz.

86. Minute: Die ganz grossen Chancen waren in den vergangenen Minuten nicht mehr mit dabei. Aber das Spiel ist  nun wieder ausgeglichen.

84. Minute: Kostadinovic spielt da etwas mit dem Feuer, da mit der Zeit. Wenn er wegen Spielverzögerung verwarnt wird, fehlt er am  Samstag gegen Servette, da es bereits seine vierte gelbe Karte in dieser Saison wäre. Hänni belässt es aber bei einer Ermahnung.

82. Minute: Wem gelingt hier der Lucky-Punch? In den letzten Minuten sind die Wiler wieder etwas besser drin im Spiel.

80. Minute: Dritter Wechsel beim FC Wil: Hoxha kommt für Audino und nimmt die Position des Torschützen ein. 1:1-Wechsel beim Stand von 1:1.

78. Minute: Vaduz drückt weiter, Wil kontert. Aber da müssten die Wiler mehr draus machen. Denn das war eine 4-gegen-3-Überzahl. Doch Cortelezzi ist zu eigensinnig und will es allein machen. Da wäre ein Zuspiel vielversprechender gewesen.

76. Minute: Vaduz drückt nun auf das 2:1, das in der Luft liegt. Immer wieder kann Nikki Havenaar in Luftduellen befreien. Der Wiler "Turm" hat die Lufthoheit.

73. Minute: Gelbe Karte für Wils Havenaar wegen Ballwegschlagens. Er ist einer jener Spieler, die nicht vorbelastet sind. Oder zumindest noch nicht. Es war seine dritte Verwarnung in dieser Saison.

72. Minute: Wil im Wechselmodus: Schmid geht runter, Hefti kommt rein.

72. Minute: Eine kleine Druckperiode der Vaduzer. Muntwiler mit einer guten Chance. Da setzt manch einer hier auf den Rängen im Rheinpark schon zum Jubeln an. Doch der Ball saust am Pfosten vorbei. Huch ...

70. Minute: Die Zuschauerzahl: 1343 Zuschauer sollen da sein. In Tat und Wahrheit ist es wohl etwa die Hälfte. Das veranlasst den  Speaker, grad mal zu erklären, wie sich die Zahl der zahlenden Zuschauer zusammensetzt. Nämlich aus Saisonkarten-Inhabern und den verkauften Tages-Tickets.

68. Minute: Dritter Wechsel bei den Liechtensteinern: Vitija geht raus und wird ersetzt durch Antoniazzi.

65. Minute: Auf der Gegenseite ist Vaduz nahe am neuerlichen Führungstreffer: Sutter kommt mit viel Zug über links und legt zurück. In der Mitte verpasst Gajic den Ball nur ganz knapp. Das wäre sonst wohl Tor gewesen.

64. Minute: Audino versucht es nochmals genau gleich wie beim Ausgleich. Doch dieses Mal fällt sein Abschluss viel zu harmlos aus, da er den Ball nicht richtig trifft.

63. Minute: Die Frage, die sich nun stellt: Gelingt dem FC Wil erstmals seit dem 11. November mehr als ein Tor in einem Spiel? Letztmals war dies der Fall bei einem 2:0-Sieg in … Vaduz.

59. Minute: Direkt nach dem Tor wechselt Sforza ein erstes Mal. Silvio stempelt aus, Savic ein.

59. Minute: TOOOOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Audino zum 1:1. Audino wird von Breitenmoser lanciert und zieht von links in den Strafraum. Denn lässt er Sülüngöz aussteigen und trifft mit einem schönen Innenrist-Schlenzer in die rechte, lange Ecke. Das war ein feiner Abschluss. Dritter Saisontreffer für Audino.

57. Minute: Vaduz wechselt ein zweites Mal: Dossou geht raus und macht platz für Sele.

55. Minute: Die erste Verwarnung ist Tatsache: Es trifft Brunner vom FC Vaduz nach einem gar harten Einsteigen gegen Cortelezzi nahe der Mittellinie.

53. Minute: Und da war sogleich die gute Ausgleichschance. Silvio kommt aus rund sieben Metern zum Kopfball, setzt diesen aber über das Tor. Den dürfte man auch mal machen.

50. Minute: TOOOOR FC Vaduz durch Sutter zum 1:0. Da haben die Wiler ordentlich geholfen. Ein eigentlich harmloser Ball in die Spitze hätte von Havenaar geklärt werden sollen. Doch der Japaner in den Reihen der Wiler trifft das Spielgerät ganz schlecht. Dieses fliegt an Beka vorbei und wird zur idealen Vorlage für Sutter, der ganz alleine auf Kostadinovic zulaufen kann und diesen flach bezwingt. Absolut unnötig und selbst verschuldet, dieser Gegentreffer.

47. Minute: Mann, das muss das 1:0 für die Wiler sein, ist es aber nicht. Schäppi dringt von links in den Strafraum ein. Sein Pass kann von Wieser nur ungenügend geklärt werden. Audino kommt nahe der Fünfmeter-Linie zum Abschluss. Doch Büchel wehrt mit dem linken Fuss spektakulär ab.

46. Minute: Hänni hat das Spiel wieder freigegeben. Keine weiteren Wechsel.

Die Mannschaften sind zurück aus den Kabinen. Gleich geht es weiter mit dem Ost-Derby.

Pausenfazit: Der von Sforza versprochene Power-Fussball war gegen Ende der ersten Halbzeit in gewissen Szenen zu sehen. Aber davon wird sich der neue Übungsleiter noch mehr wünschen. Klar: Sforza ist erst knapp 29 Stunden Trainer. Viel konnte er da noch nicht bewirken. Von der mit Abstand schwächsten Offensive der Liga plötzlich ein offensives Furioso zu erwarten, wäre dann doch vermessen.

Pausenfazit: Die Wiler brauchten rund die Hälfte der ersten Hälfte, um ins Spiel zu finden. Zuerst waren da doch einige Löcher zwischen den Reihen. Doch mit zunehmender Dauer der ersten Hälfte sah das immer besser aus. Dementsprechend gehörte den Vaduzern die Startphase, während Wil in den Minuten vor der Pause den Ton angab. Aber auch im ersten Sforza-Auftritt verstreicht eine erste Halbzeit ohne Treffer. 27 erste Halbzeiten mit Wiler Beteiligung wurden in dieser Saison bisher gespielt - und das Wiler Torverhältnis vor der Pause lautet 9:10. So wenige Tore vor der Pause fallen sonst nirgendwo in dieser Liga.

Pausenpfiff im Rheinpark: Zwischen dem FC Vaduz und dem FC Wil sind in der ersten Halbzeit keine Tore gefallen.

45. Minute: Eine Zeigerumdrehung gibt es noch obendrauf.

44. Minute: Das war gefährlich: Die Wiler kommen von links und nahe der Grundlinie mit Zug in den Strafraum. Jedoch können die Gastgeber gerade noch so klären.

43. Minute: Da muss Havenaar gegen den eingewechselten Tadic klären. Der wäre sonst durch gewesen.

42. Minute: Geht noch was vor der Pause?

40. Minute: Der FC Wil ist in den vergangenen Minuten besser ins Spiel gekommen und nun mindestens ebenbürtig. Das Geschehen verlagert sich immer mehr in die Vaduzer Spielhälfte.

37. Minute: Nun auch ein Hoppala in der Vaduzer Abwehr. Vaduz' Wieser schlägt über den Ball. An der Strafraumgrenze kann Audino profitieren und zieht direkt ab. Der Ball landet auch tatsächlich im Netz. Im Ballfangnetz. Weit drüber.

35. Minute: Diese Intervention von Beka war wichtig. Sutter wäre im Strafraum durchgebrochen gewesen. Doch der junge Wiler Verteidiger kann seinem Gegenspieler den Ball abluchsen.

33. Minute: Und dann plötzlich zwei Wiler Chancen. Zuerst versucht es Audino aus gut und gerne 20 Metern. Büchel muss eingreifen und den Ball um den Pfosten zur Ecke lenken. Schmid tritt den Corner von links und findet Silvio, der zu einem wuchtigen Kopfball kommt. Da hat nicht fiel gefehlt. Der Ball geht aber doch knapp einen halen Meter über das Tor.

31. Minute: Wieder Vaduz: Muntwiler kommt aus rund zehn Metern Distanz halblinks vor dem Tor zum Abschluss, setzt die Kugel volley aber einen halben Meter über das Tor.

31. Minute: Blöder Fehler von Schäppi im Aufbauspiel. Dossou kann dann Kostadinovic schon fast umlaufen, um dann doch noch an ihm hängen zu bleiben.

28. Minute: Erster Wechsel bei den Hausherren: Coulibaly muss verletzt raus. Für ihn kommt Tadic.

28. Minute: Die Audino-Hereingabe findet den Kopf von Vaduz-Verteidiger Sülüngöz, der eine Kerze produziert. Doch Büchel kann den Ball sicher runterpflücken.

27. Minute: Nun der erste Corner für den FC Wil.

25. Minute: Die Vaduzer sind bisher das aktivere Team. Auch das ist zwar noch nicht wirklich Power-Fussball, aber doch etwas aktiver als der FC Wil. Auf eine Wiler Torchance warten wir noch.

23. Minute: Das war nun die erste Topchance des Spiels. Und sie gehört dem Heimteam. Coulibaly gewinnt das Laufduell gegen Beka und kommt dann nahe der Grundlinie zum Abschluss. Die Murmel geht aber knapp am langen Pfosten vorbei. Ui, ui, ui.

19. Minute: Das sind bis jetzt ein bisschen gar viele Fehlzuspiele bei den Wilern. Zudem war das Mittelfeld in mehreren Situationen bisher ziemlich weit offen. Da greifen die Rädchen noch nicht ineinander. Der System-Wechsel ist spürbar. Es bleibt ja auch noch Zeit.

16. Minute: Ou: Da schlagen innerhalb einer Sekunde sowohl Beka alsdann auch Havenaar über den Ball. Coulibaly sprintet los. Doch Schäppi kann an der Strafraumgrenze klären. Das war wichtig.

15. Minute: Eine Viertelstunde ist rum. Der angekündigte Power-Fussball der Wiler ist das noch nicht. Vaduz hat bisher mehr vom Spiel, ohne zu den ganz grossen Chancen zu kommen. Noch fehlen hier die grossen Aufreger.

12. Minute: Da gibt es die ersten beiden Corner hintereinander für Vaduz. Der zweite fliegt vielversprechend in den Strafraum. Der aufgerückte Verteidiger Wieser gewinnt das Kopfball-Duell gegen Havenaar. Kostadinovic klärt mit der Faust. Dann versucht es Muntwiler artistisch mit einem  Rückzieher, schlägt aber ein Luftloch.

11. Minute: Da geht Silvio steil. Doch die Fahne ist oben. Offside.

10. Minute: Sforza hat sich übrigens wieder hingesetzt. Wobei: Stimmt schon nicht mehr. Bereitst steht er wieder. Auf der Trainerbank geht was.

8. Minute: Wieder die Vaduz-Abschluss: Dieses Mal versucht es Dossou aus der Distanz. Er setzt die Kugel aber um rund drei Meter am linken Pfosten vorbei.

7. Minute: Hier ist der erste Abschluss: Dossou flankt von links. Coulibaly nimmt den Ball direkt aus der Luft. Doch Schäppi kann den Ball blocken.

6. Minute: Sforza ist übrigens schon lautstark dabei. Wie er leibt und lebt.

4. Minute: Der erste Besuch in einem Strafraum gehörte den Vaduzern. Doch von Niederhäusern kann klären, so dass es noch nicht zu einem ersten Abschluss kommt.

1. Minute: Das Spiel ist freigegeben.

So, die Mannschaften sind da. Gleich geht es los mit FC Vaduz gegen FC Wil. Viel Vergnügen.

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Frühling im Rheinpark. Und beim FC Wil?

Was auch noch auffällt: Zwei neue Anzeigetafeln hier im Rheinpark hinter den beiden Toren. Auch in Chiasso, wo der FC Wil vor gut zwei Wochen zu Gast war, haben sie kürzlich eine LED-Wand installiert. Da geht was.

Sforza begibt sich nochmals in die Kabine, nachdem er das Einlaufen am Seitenrand verbracht hat - im Gespräch mit Präsident Maurice Weber und Jan Breitenmoser von der Sportkommission.

Noch ein Wort zu den äusseren Bedingungen: Der Föhn pfeift, wie so oft, durch den Rheinpark. Die Böen könnten durchaus ein Faktor sein - oder eine Ausrede.

Geleitet wird das Spiel von vom Super-League-Schiedsrichter Nikolaj Hänni, der hier ganz in der Nähe in Gams wohnt.

Der FC Vaduz spielt in einem 3-4-2-1-System wie folgt: Im Tor ist Büchel. Die Abwehr bilden von rechts nach links Sülüngöz, Wieser und Göppel. Im Mittelfeld spielen von rechts her gesehen Brunner, Captain Muntwiler, Gajic und Vitija. Hinter der Spitze agieren Dossou (rechts) und Coulibaly. Einziger Stürmer ist Sutter.

Einiges fällt auf: Zum Beispiel der Systemwechsel weg vom 3-4-1-2 hin zum 4-1-4-1. Zudem sind die Flügel mit Cortelezzi und Audino neu besetzt. Wo sind Gonçalves und Captain Lombardi? Beide werden verletzt gemeldet. Captain ist heute von Niederhäusern.

Die Hauptfrage vor diesem Spiel: Mit welchem System und welchem Spielermaterial wird Ciriaco Sforza loslegen? Es wird ein 4-1-4-1 sein. Im Tor steht Kostadinovic. Die 4er-Abwehr bilden von rechts nach links von Niederhäusern, Havenaar, Beka und Schäppi. Defensiver Mittelfeldspieler ist Zé Eduardo. Im Mittelfeld spielen von rechts her gesehen Cortelezzi, Breitenmoser, Schmid und Audino. Einziger Stürmer ist Silvio.

Tag 1 nach der Präsentation des neuen Trainers Ciriaco Sforza. Und bereits steht das erste Pflichtspiel an. Herzlich willkommen, geschätzte Fussball-Freunde, mitten in dieser Englischen Woche aus dem Fürstentum Liechtenstein und dem Rheinpark-Stadion zum heutigen Challenge-League-Spiel zwischen de FC Vaduz und dem FC Wil. Simon Dudle tickert für Sie durch einen hoffentlich torreichen und unterhaltsamen Dienstagabend.

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Die Vorschau:

Vieles neu macht der April beim FC Wil. Nach einem turbulenten verlängerten Wochenende mit der Freistellung von Trainer Konrad Fünfstück und der Verpflichtung von Nachfolger Ciriaco Sforza geht es Schlag auf Schlag weiter. Schon heute Dienstagabend findet das erste Meisterschafts-Spiel unter dem neuen Übungsleiter statt – im Rheinparkstadion gegen Vaduz. «Power-Fussball» und ein «positives Resultat» hat Sforza anlässlich der Antritts-Pressekonferenz angekündigt. Es waren vollmundige Worte. Man darf gespannt sein, welche Taten folgen werden.

Unter Vorgänger Fünfstück waren zuletzt vor allem in der Fremde die Probleme gross. Zweimal hintereinander ist man einem Tabellenletzten unterlegen – mit 0:4 in Rapperswil-Jona und mit 1:3 in Chiasso. Aus den ersten vier Auswärtsspielen des Jahres resultierte nur ein Punkt. Mit zehn erzielten Toren in bisher 12 Gastauftritten stellen die Wiler in dieser Saison auswärts den harmlosesten Angriff der Liga. Geht mit dem Trainerwechsel ein Ruck durch die Mannschaft? Wie lässt Sforza taktisch aufstellen? Er steht für einen offensiven Spielstil und fordert Tore.

Die Wiler:

An den FC Vaduz und das Rheinparkstadion haben die Äbtestädter gute Erinnerungen. Ein Gegentreffer musste in dieser Saison gegen die Liechtensteiner noch nicht hingenommen werden – und im «Ländle» resultierte im November ein 2:0-Erfolg. Es war der souveränste Gastauftritt in dieser Saison. Und vor allem war es das bis anhin letzte Spiel, in welchem die Wiler mehr als einen Treffer erzielten. Seither gab es in zwölf Partien nur noch sieben Tore zu bejubeln. Gar nicht getroffen hat seit Oktober der beste Wiler Torschütze Silvio, der allerdings in einer frühen Phase dieser Rückrunde fast zwei Monate wegen einer Fussverletzung gefehlt hat und erst am vergangenen Samstag bei der 0:1-Niederlage gegen Kriens sein Comeback gab. Fuad Rahimi hat in Vaduz eine Gelb-Sperre zu verbüssen, dafür kehrt Goalie-Trainer Stephan Lehmann nach zwei Sperren auf die Bank zurück. Weiterhin sind viele Spieler vorbelastet und im Falle einer weiteren Verwarnung im Folgespiel gesperrt. Es sind dies Zivko Kostadinovic, Sergio Cortelezzi, Michael Gonçalves, Captain Sandro Lombardi, Andelko Savic, Silvano Schäppi, Silvio und Nick von Niederhäusern.

Ein ganz spezielles Spiel wird es für den neuen Wiler Assistenztrainer Daniel Hasler. Der Liechtensteiner hat in seiner Karriere als Aktiver nur für zwei Klubs gespielt: für Vaduz und Wil. Zudem war er lange Assistenz-Trainer beim FCV. Noch heute wohnt er im Fürstentum Liechtenstein.

Die Vaduzer:

Der Saisonverlauf der Liectensteiner ist – über alles gesehen – bisher nicht zufriedenstellend verlaufen. Dass sich die Mannschaft gar mit dem Thema Abstieg herumschlagen muss, ist enttäuschend. Allerdings hat der FC Vaduz am Samstag einen wichtigen Sieg gelandet – und dank eines Treffers des ehemaligen Wilers Philipp Muntwiler in der 95. Minute Schlusslicht Rapperswil-Jona mit 3:2 besiegt. Noch kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit waren die «Residenzler» in Rückstand gelegen. Statt nur ein Punkt Vorsprung auf die Abstiegszone sind es nun sieben Zähler Reserve. Zudem konnte die Heimbilanz zuletzt aufgebessert werden. Seit sechs Partien ist Vaduz vor eigenem Anhang unbesiegt. Die letzten drei Spiele im Rheinpark wurden sogar alle gewonnen. Es kommt übrigens nicht zum Bruder-Duell Nick gegen Nils von Niederhäusern. Nils, der jüngere der beiden und Vaduzer-Verteidiger, muss gegen den FC Wil eine Gelb-Sperre absitzen.