Es bedurfte dem Zusammenwirken aller Beteiligten, um das Jubiläumsgeschenk der St. Galler Kantonalbank auf dem Land des Kiesabbaugebietes realisieren zu können. Zum Spatenstich fanden sich deren Vertreter ein, um über die Beweggründe zu informieren.

Teil der Leuchtturmprojekte der St. Galler Kantonalbank

Markus Rusch, Niederlassungsleiter der SGKB in Wil, zeichnet sozusagen als «Götti» für die Realisierung der neun Jubiläums-Hütten verantwortlich. Er gab sich erfreut über die Bewerbung der Gemeinde Jonschwil für einen Standort. Nicht überall seien sie mit der Idee erfreut aufgenommen worden und teils seien Bewilligungsfragen noch Hindernisse, sodass die neun «Jubi-Hütten» wohl nicht alle bis Ende Jahr stehen werden.

Jonschwils-Gemeindepräsident Stefan Frei lobte die Zusage für eine «Jubi-Hütte» im früheren Kiesabbaugebiet «Hori». Frei wörtlich: «Hier lassen sich Naturschutzgebiet und Wanderweg ideal kombinieren. Im Rahmen der Rekultivierung wird hier ein interessanter Aufenthaltsort entstehen». Neben dem Zugang für Wanderer werde die Gemeinde auch die private Nutzung über Reservationen einrichten. Entsprechende Infrastruktur wie WC-Anlagen und Grillstelle werden einbezogen.

Frei betonte die Pflichtaufgabe der Gemeinde Schutzgebiete zu erhalten und zu pflegen. Auch wollten sie die Bevölkerung darauf aufmerksam machen. Mit Info-Tafeln könnten sie auch Schulen den Zugang ermöglichen. Die Anhöhe gelte bereits als Trocken-Naturschutzgebiet und mit dem Weiher treten bereits vor dem Aussterben bedrohte Krötenarten wieder in Erscheinung.


St. Gallische Wanderwege einbezogen

Gleich zu viert nahmen Mitglieder des Vereins St. Gallische Wanderwege am Spatenstich teil, darunter die Präsidentin St. Gallischer Wanderwege, Imelda Stadler, Gemeindepräsidentin in Lütisburg. Stadler betonte, dass sie mit dem Projekt gleichfalls nachhaltige Spuren hinterlassen wollten. Die vor zwei Jahren gewählte Idee mit «Jubi-Hütten» werde in Jonschwil bereits als drittes Projekt umgesetzt. Jonschwil habe sich aus 20 Bewerbern mit der Kombination Naturschutzgebiet durchsetzen können. Wandern, Volksport Nummer 1, gewinne mit solchen Projekten.

Holcim schliesst Rekultivierung bis 2020 ab

Seitens Holcim gab sich Stefan Nagel erfreut über die Platzierung der Jubi-Hütte auf ihrem Kiesabbaugebiet. Im Gebiet «Hori» habe nach 45 Jahren Kiesabbau im Jahr 2011 die Rekultivierung begonnen und soll bis zum Jahr 2020 abgeschlossen sein. Es zeige sich auch hier, dass mit der Rekultivierung ein Naturschutzgebiet entstehen könne. Die ersten Resultate der Rekultivierung bestätigten, dass auf Teil Gebieten gar höherwertiges Wiesland entstehe.

Als nächste Schritte werden alle Holcim-Bauten rückgebaut und das Terrain für die Jubi-Hütte auf das geplante Niveau angehoben. Die Bauarbeiten für die Hütte werden durch regionale Baufirmen erstellt. Im Zuge der Renaturierung wird auch ein Retensionsbecken erstellt, um Überschwemmungen bei Unwettern vorbeugen zu können.