Im Juni des vergangenen Jahres hat das Wiler Stadtparlament das Konzept «Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung» (FBBE) genehmigt. Damit verfügt Wil als eine der ersten Gemeinden im Kanton über ein Frühförderkonzept. Das Konzept steht in Einklang mit der kantonalen Strategie zur frühen Förderung von Kindern, wie die Stadt Wil in einer Mitteilung schreibt. «Der Frühbereich ist mir seit Beginn meiner beruflichen Laufbahn ein grosses Anliegen», sagt Franziska Kaiser, ihres Zeichens ausgebildete Logopädin. Als Leiterin der Fachstelle FBBE will sie dazu beitragen, dass Eltern von jungen Kindern guten Zugang zu Informationen und den vorhandenen Angeboten erhalten.

Nachholbedarf beim fremdsprachigen Kindern
Ein erster Fokus liegt auf dem Ausbau der Spielgruppen in der Stadt Wil. Durch den Besuch einer Spielgruppe vor dem Kindergarteneintritt werden Vorschulkinder laut der Mitteilung nachweislich gefördert und auf den Kindergarten vorbereitet. Gemäss Kaiser gibt es insbesondere bei fremdsprachigen Kindern und solchen aus sozial benachteiligten Familien Nachholbedarf. Die Quote der Spielgruppennutzung soll gesteigert werden. Mit dem vom Parlament gesprochenen Kredit wird einkommensschwachen Familien der Spielgruppenbesuch ihres Kindes teilweise oder vollständig finanziert. (sk)