Es war ein Arbeitssieg und ein grosser Kraftakt. Am Ende schlagen die Wiler ihren Rivalen aber verdient mit 2:0. Vor allem in der ersten Halbzeit war das Heimteam deutlich besser und hätte mit gar drei Toren führen können. Doch auch eine Leistungssteigerung der Gäste nach der Pause, konnte die Wiler nicht stoppen.Wil gegen Winterthur, diese Affiche verspricht meistens ein packendes und spannendes Duell auf Augenhöhe. Auch dieses Mal wurden die anwesenden Zuschauer nicht enttäuscht. Alleine der erste Durchgang war sein Eintrittsgeld wert. Zwei Aluminiumtreffer, ein verschossener Elfmeter und ein wunderschönes Tor von Ivan Audino.

Wie schon im Heimspiel gegen Wohlen, legten die Wiler los wie die Feuerwehr. Keine drei Minuten waren gespielt als eine Flanke den Weg zu Cortelezzi fand. Dieser scheiterte mit seinem Abschluss am linken Pfosten. Auch die Gäste kamen der Führung nahe, doch Radice scheiterte in der 20. Spielminute am vom Elfmeterpunkt an Baumann.

Zweimal Aluminium

Der verschossene Strafstoss rächte sich. Cortelezzi düpierte die Zürcher Hintermannschaft und sah den freistehenden Audino. Dieser zeigte ganz viel Gefühl und schlenzte den Ball über den Torhüter Minder hinweg zur Führung des Heimteams. Wunderschön und absolut verdient! Das war der Startschuss in die spielstärkste Phase der Wiler.

Nur eine Minute nach dem Führungstor tauchte Hefti vor dem Eulachstädter Tor auf. Seine Direktabnahme hämmerte er aber an die Latte. Erneut wäre Minder chancenlos gewesen. Eine Führung mit zwei Toren wären zu diesem Zeitpunkt längst verdient gewesen. Mit diesem 1:0 verabschiedeten sich die Mannschaften auch in die Pause.

Winterthurer Druckphase

Mit einem Paukenschlag startete der zweite Durchgang. Es war noch keine Minute um, da landete ein Abschluss der Gäste am rechten Torpfosten – weiterhin 1:0 statt 1:1. Insgesamt machten nun die Gäste einen deutlich wacheren Eindruck als in der ersten Hälfte. Doch weil Radice und Duah gute Chancen auslassen, blieben die Gäste torlose.

Effizienter zeigten sich die abgeklärten Wiler. Nach einem Konter hatte Audino die Übersicht behalten und bediente den eingewechselten Savic. Dieser schob lässig zum 2:0 Endstand ein. Insgesamt ein Sieg der auch in der Höhe in Ordnung geht. Zwar liessen die Gäste gute Chancen liegen, die Wiler hingegen hatten zweimal Pech mit Aluminiumtreffern.

Für die Äbtestädter stehen nun zwei Auswärtsspiele gegen Schaffhausen und Rapperswil an. In dieser Form scheinen auch dort Punkte möglich zu sein. «Wir wollen immer jedes Spiel gewinnen», so ein motivierter und glücklicher Ivan Audino, der ein Tor und einen Assist zu diesem Vollerfolg beigetragen hat.

FC Wil 1900 – FC Winterthur 2:0 (1:0)

IGP Arena, Wil: 920 Zuschauer. – SR: Luca Piccolo.

Tore: 23. Audino 1:0, 93. Savic 2:0.

FC Wil 1900: N. Baumann; Rahimi, Lekaj, Stillhart; Goncalves, Scholz, Breitenmoser, Hefti; Lombardi; Cortelezzi, Audino.

FC Winterthur: Minder; Markaj, Katz, Lopez, Schättin; Doumbia; Lanza, Huser; Radice, Silvio, Duah.

Bemerkungen: Wil ohne von Niederhäusern, Zé Eduardo (beide krank), Freid (verletzt), Jong, Alves und Kucani (alle nicht im Aufgebot). Winterthur ohne Bünzli, Ljubicic, Ulrich Gazzetta und Roth (alle verletzt). – 3. Pfostenschuss Cortelezzi, 21. verschossener Elfmeter Radice, 25. Lattenschuss Hefti, 46. Pfostenschuss Duah.
Verwarnungen: 20. Lekaj, 35. Cortelezzi, 36. Schättin, 61. Latifi.