Das sonntägliche Heimspiel gegen Zürich wurde für die Uzwiler zur Zitterpartie. Im Falle einer Niederlage hätten die Gastgeber, die in der vergangenen Saison in den Final vorgestossen waren und in den Playoffs Dauergast sind, eben diese verpasst. Doch die Uzwiler gaben sich keine Blösse und stehen dank eines 5:3-Heimsiegs unter den besten vier Mannschaften des Landes.

Allerdings war es eine enge Sache. In allen drei Männer-Einzeln verloren die Uzwiler den ersten Satz, um dann doch noch als Sieger von dannen zu ziehen. Besonders spannend war die Partie zwischen Nicolas Müller und Maxime Pierrehumbert. Nachdem der erste Satz verloren gegangen war, siegte Uzwils Müller danach mit dem Messer am Hals und in extremis mit 21:19 und 23:21. «Die Zuschauer haben uns in die Halbfinals getragen», sagt der erleichterte Spielertrainer Iztok Utrosa nach Spielende. Tatsächlich war so etwas wie Playoff-Stimmung aufgekommen.

«Es war Unsicherheit zu spüren»

Eine Zitterpartie wurde es, weil die Uzwiler am Samstagabend überraschend mit einer 2:6-Niederlage und nur einem Punkt aus Tafers zurückgekehrt waren. Kein einziges Einzel hatte gewonnen werden können. «Das Team schaffte es nicht, in den wichtigen Momenten an die Leistungsgrenze zu gehen», sagte Präsident und Sportchef Jürg Schadegg. Oder wie es Trainer Iztok Utrosa formulierte: «Es war Nervosität und Unsicherheit zu spüren.» Letztlich passte es ins Bild, dass einige Spielerinnen und Spieler auch noch begannen, mit den Eigenheiten der fremden Turnhalle zu hadern. Kurzum war es eine Runde zum Vergessen. Uzwil wurde von Tafers klar unter seinem Wert geschlagen.

Die Chance zur Revanche bekommt der BC Uzwil im Playoff-Halbfinal, da der Gegner dort erneut Tafers-Fribourg heisst. Allerdings treten die Uzwiler mit dem Wissen an, beide Qualifikationsspiele mit 2:6 verloren zu haben. Nichts desto trotz ist eine Finalqualifikation alles andere als utopisch. Hin- und Rückspiel finden am 23. und 24. März statt. Spiel eins wird am Samstag in Uzwil ausgetragen. (pd/sdu)

Resultate, NLA, letzte Qualifikationsrunden:
13. Runde:
Tafers-Fribourg – Uzwil 6:2
Argovia – La Chaux-de-Fonds 4:4
St. Gallen-Appenzell – Yverdon 1:7
Zürich – Basel 6:2

14. Runde:
Uzwil – Zürich 5:3
Yverdon – Argovia 3:5
Basel – Tafers-Fribourg 4:4
La Chaux-de-Fonds – St. Gallen-Appenzell 4:4

Schlussrangliste Qualifikation:
1. Argovia 14/37. 2. Tafers-Fribourg 14/33. 3. Uzwil 14/33. 4. La Chaux-de-Fonds 14/32. 5. Yverdon 14/30. 6. Zürich 14/30. 7. St. Gallen-Appenzell 14/18. 8. Basel 14/11.

Playoff-Halbfinals (23./24. März):
Tafers-Fribourg – Uzwil
Argovia – La Chaux-de-Fonds