Nicht nur an Weihnachten, auch über den Jahreswechsel wird gerne geschlemmt. Ganz zuoberst auf dem Speiseplan steht auch dieses Jahr wieder das «Fondue Chinoise». Dieses lässt sich perfekt vorbereiten und sorgt damit schon vor dem eigentlichen Genuss für eine entspannte Stimmung. Die Tradition, dass die Familienmitglieder und der Freundeskreis zusammenkommen, ist nach wie vor gross. Dazu gehören dann auch ein unkompliziertes, aber dennoch reichhaltiges und feines Essen sowie ein guter Tropfen Wein. 

Beim Silvesteressen sparen auch die Thurgauerinnen und Thurgauer nicht. Hoch im Trend liegen nach wie vor auch Jakobsmuscheln und Austern. «Diese traditionelle Vorspeise kommt bei uns jedes Jahr wieder auf den Tisch, daran wollen wir nichts ändern», erzählt eine Thurgauerin. Ein gutes Stück Fleisch gehört bei vielen Menschen zum Jahreswechsel wie das Amen in der Kirche. In dieser Zeit darf dieses sogar etwas teurer sein als unter dem Jahr. Auch wenn sich das «Fondue Chinoise» als kulinarischer Spitzenreiter in den heimischen Stuben weiterhin behaupten kann, sei auch heisser Schinken und Filet im Teig weiterhin sehr beliebt, erfährt die «Regi – die Neue» von einer regionalen Metzgerei. Was aber dann effektiv auf den Tisch kommt, unterscheidet sich nach Sprachregion. Je ein Drittel der Westschweizer essen an Silvester Fisch oder Truthahn, Gans oder Ente. In anderen Gegenden ist es die Berner Platte mit Fleisch, Sauerkraut und Kartoffeln. Der Jahreswechsel soll vor allem Gemütlichkeit und Spass bringen, sagt eine jüngere Eschlikerin. Man habe ja schon an den Weihnachtstagen mit diversen Einladungen zu viel gegessen, daher sei auf Silvester eher ein leichtes Menü geplant. Ein älteres Paar aus Aadorf lässt sich zum Jahreswechsel ein würziges Käsefondue schmecken.

Silvester-Schlemmereien

Bei der Vorspeise zählen Lachs und Meeresfrüchte zu den Favoriten. Doch auch selbstgemachte Schinkengipfeli oder andere würzige Backwaren werden immer beliebter. Beim Nachtisch scheiden sich die Geister. Es müsse nicht immer exotisch sein, betont eine junge Thurgauerin. «Ein frischer Fruchtsalat ist nach einem reichhaltigen Essen genau das Richtige». Die herkömmliche Orange wird abei häufig durch Ananas, Papaya, Mango und die dekorative Sternenfrucht ersetzt oder ergänzt. Beim Anstossen um Mitternacht stehen weiterhin Champagner und Prosecco hoch im Trend. Es werde überhaupt nach wie vor sehr traditionell gefeiert. Die Ostschweizer weichen auch in diesem Jahr wenig von ihren geliebten Gewohnheiten ab.

Das Erwachen am Neujahrsmorgen

Wenn die Party an Silvester etwas heftiger aufgefallen ist, als ursprünglich geplant, macht das sogenannte «Katerfrühstück» am Neujahrsmorgen wieder munter. Der idealste Weg wäre sicherlich, Alkohol in der Silvesternacht nur in Massen und nicht durcheinander zu trinken. Alkohol wird vom Körper zwar schnell aufgenommen, aber nur langsam wieder abgebaut. Wer am Neujahrsmorgen trotzdem verkatert aufwacht, trinkt idealerweise direkt nach dem Aufstehen einen halben Liter Mineralwasser oder Tee. Damit werden die Nieren angeregt. Ein herzhaftes Katerfrühstück mit Heringen, sauren Gurken und Salzgebäck kann mithelfen, den «geschädigten» Mineralhaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Auch ein Spaziergang im Wald oder in den Bergen kann sich positiv auf das Wohlfühlbefinden zu Beginn des neuen Jahres auswirken. 

By Christina Avanzini