Geburtstage von sechs Personen und ihre Namen merken, sie spiegelverkehrt und in entgegengesetzter Richtung aufschreiben, ein Auto steuern, eine Schürze mit Gartenhandschuhen zuknöpfen, ein Menü anrichten, eine Strecke merken: Die Stationen überfordern, machen wütend, ungeduldig, hilflos, ohnmächtig. Dies war das Fazit von Teilnehmern, die in ihrem Kreise Demente haben oder beruflich oder im Ehrenamt mit der Krankheit zu tun haben.

Gutgemeint ist falsch

Dann mit einem beschwichtigenden Spruch wie: «Mama, das ist doch kein Problem» oder «Das schaffst Du!» oder «Das kannst Du doch!» zureden zu wollen, ist zwar gut gemeint, aber falsch. Diese sorglos hingeworfenen Floskeln verniedlichen die prekäre Situation, in der die demente Person steckt, wenn sie die Knöpfe nicht mehr zubringt, fünfmal dasselbe wiederholt, nach Namen sucht. Dies selbst zu erfahren und mehr Verständnis aufzubringen, bewirkt der Demenzsimulator.

Der Demenzsimulator ist öffentlich zugänglich: bis am 29. Mai, jeweils von 14 bis 16 Uhr.