Nachdem im Mai bekannt wurde, dass Beatrix Kesselring nach rund zwei Jahren ihr Amt als Gemeindeschreiberin und Verwaltungsleitern der Gemeinde Sirnach per Ende August wegen «unbefriedigender Zusammenarbeit zwischen dem Gemeinderat Sirnach und der Geschäftsleitung» gekündigt hat, dürfte in der Hinterthurgauer Gemeinde nun wieder Ruhe einkehren. Denn in einer Medienmitteilung teilt Kurt Baumann, Sirnachs Gemeindepräsident, mit, dass für Kesselring nun eine Nachfolge gefunden wurde: «Manuela Fritschi übernimmt ab 1. Januar 2021 die Funktion als Gemeindeschreiberin und Verwaltungsleiterin.» Nach der Kündigung von Beatrix Kesselring habe die Gemeinde die Stelle im Juni neu ausgeschrieben. Der Gemeinderat habe an seiner Sitzung vom 12. August Fritschi in «diese verantwortungsvolle Funktion» gewählt. Brisant an der ganzen Geschichte ist auch, dass seit Ende 2015 niemand dieses Amt länger als zwei Jahre ausgeführt hatte. Seit der ehemalige Peter Rüesch vor bald fünf Jahren das Amt abgegeben hat, kam vor Kesselring zu zwei weiteren Kündigungen: Roland Toleti, Nachfolger von Rüesch, ging bereits nach gut einem halben Jahr wieder. Nachfolgerin Jannine Kübler blieb dann rund eineinhalb Jahre, ehe Kesselring als Verwaltungsleiterin und Gemeindeschreiberin angestellt wurde.

«Sie ist gut vernetzt»

«Manuela Fritschi ist mit ihrer Familie wohnhaft in Eschlikon und bringt eine grosse Erfahrung im Bereich der öffentlichen Verwaltung mit», weiss Gemeindepräsident Baumann . Nachdem sie zehn Jahre als Gemeindeschreiberin in Egnach arbeitete, wechselte sie vor sechs Jahren zur Gemeinde Aadorf in die gleiche Funktion. Manuela Fritschi verfügt nach Angaben von Baumann über eine fundierte Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der öffentlichen Verwaltung. «Durch ihre langjährige Tätigkeit als Gemeindeschreiberin im Kanton Thurgau, kennt sie die Aufgaben einer Politischen Gemeinde sehr gut und sie ist bestens vernetzt», so Baumann. Der Gemeinderat freue sich, dass mit Fritschi die Verwaltungsleitung wieder mit einer kompetenten Fachfrau besetzt werden könne. (pd/red)