Die Katholische Kirchgemeinde Sirnach ist als erste Kirchgemeinde des Kantons Thurgau nach der ISO Norm 14001 rezertifiziert worden. «Die Kirchgemeinde hat mit ihrem Engagement an Gebäuden, Arbeitsabläufen, Aussenanlagen und Reglementen schon viel erreicht und durfte zum zweiten Mal das ISO-Zertifikat für Kirchliches Umweltmanagement 'Grüner Güggel' von Gaby Zimmermann, Präsidentin der Kommission Kirche und Umwelt, entgegennehmen», heisst es in einer Medienmitteilung der katholischen Kirchgemeinde.

Was drückt diese Norm eigentlich aus? ISO 14001 ist der internationale Standard für effektives Umweltmanagement. 14001 legt den Schwerpunkt auf einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zur Erreichung der jeweils definierten Ziele in Bezug auf die Umweltleistung einer Organisation. Der «Grüne Güggel» ist zudem ein Umweltmanagementsystem, das speziell auf die Bedürfnisse kirchlicher Organisationen zugeschnitten ist. «In diesem Sinne konkretisieren sich auch die christlichen Leitlinien zur Bewahrung der Schöpfung», wird in der Mitteilung erklärt.

Sichtbare Erfolge

Im Vordergrund des kirchlichen Umweltmanagements steht die Bewusstseinsbildung und die Verbesserung der Umweltbilanz. Laut Medienmitteilung werden folgende Ziele verfolgt: Weniger Energie verbrauchen, weniger CO2 ausstossen, Abfall verringern und trennen, ökologische Produkte kaufen, auf dem Grund und Boden der Kirche die Biodiversität fördern. Doch auch die Arbeitssicherheit zur Vermeidung von Unfällen steht im Vordergrund, indem beispielsweise entsprechende Notfallhandbücher vorhanden sind. Auch die eingesetzten Anlagen und Apparate können dank laufender Wartung länger genutzt werden.

«Und die Erfolge des Umweltmanagement sind mess- und sichtbar», wird in der Medienmitteilung weiter informiert. Der Energieverbrauch sei markant gesunken – unter anderem beim Strom- und Erdölverbrauch. Dies dank der Investition in eine Photovoltaikanlage auf der Kirche Eschlikon, Ersatz der Leuchtmittel auf LED oder dem Ausstieg aus einer Erdölheizung. «Die Biodiversität ist dank Ruderalflächen, Blumenwiesen, Vogelhecken, das Pflanzen von einheimischen Sträuchern, Bau von Igelkästen, Insektenhotels und durch Holzhaufen gesteigert worden», so die Kirchgemeinde. Auf Pestizide, Fungizide und Dünger werde in der ganzen Kirchgemeinde verzichtet und es werden nur noch umweltverträgliche Reinigungsmittel eingesetzt. An allen Kirchenorten in Sirnach, Münchwilen und Eschlikon ist die Sicherheit unter anderem dank Fluchtwege-Kennzeichnungen und zugewiesenen Sammelplätzen. (pd)