Aufatmen bei den Betreibern der Skigebiete im Kanton St. Gallen. Per 31. Dezember wurde ihnen die Bewilligung erteilt, die Anlagen laufen zu lassen. Was bedeutet das für die Skilifte der Region Wil? In Gähwil stehen die Bügel auch am Silvestertag noch still, obwohl das Schutzkonzept bewilligt worden ist. «Leider haben wir nicht genügend Schnee», sagt Manuela Meile, Präsidentin der Sportgenossenschaft Gähwil zu hallowil.ch. Zwar sind für die nächsten Tage durchgehend kalte Temperaturen angesagt. Ob es in genügendem Mass schneit, wird sich weisen.

Auch in Oberwangen ist noch kein Betrieb, obwohl das Schutzkonzept ebenfalls bewilligt worden ist. Im Thurgau sind es zwei «Probleme»: Der Kanton hat die Bewilligung bisher nicht erteilt. Die Lobby der Skilift-Betreiber ist im Thurgau viel kleiner, da es nur ein paar wenige Anlagen auf dem Nollen, dem Sitzberg und eben in Oberwangen gibt. Harald Wagner, Präsident der Skiliftgenossenschaft Oberwangen, hofft, dass die Bewilligung schon bald erteilt wird. Doch danach braucht es mehrere Tage, bis der Skilift den Betrieb aufnehmen kann. Zwar stehen sieben Schneekanonen bereit, bisher wurde aufgrund der unsicheren Gesamtsituation aber auf eine Beschneiung verzichtet. Sobald die Bewilligung des Kantons vorliegt, würde man damit beginnen. Auf die Benutzung des «Arosa-Stübli» muss diesen Winter allerdings verzichtet werden aufgrund der Corona-Situation. Dafür wird ein Take-Away-Angebot mit reduzierter Karte angeboten. Zudem kann neuerdings bargeldlos bezahlt werden.

In Degersheim liegt auch noch zu wenig Schnee, um den Skilift laufen zu lassen. Immerhin genügt die weisse Pracht, um am Silvestertag den Ponylift zwischen 13 Uhr und 16.45 Uhr in Betrieb zu nehmen.

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Hoffen auf eine gute Corona-Saison (12.11.20)

Klein aber fein. So darf man den Gähwiler Skilift in der Gemeinde Kirchberg bezeichnen. Denn der Lift ist kurz. Nicht zu steil. Hat eine breite Piste. Und für die kleinsten Wintersportler gibt es einen Ponylift sowie eine Skischule. Der Skilift, der genossenschaftlich getragen wird, ist ideal für Familien. «Wir sind für die kommende Ski-Saison bereit», sagt Manuela Meile, Präsidentin der Sportgenossenschaft Gähwil, gegenüber hallowil.ch. Denn mittlerweile hängen die Bügel am Skilift. Am Mittwochnachmittag wurde der Ponylift wieder aufgestellt. Und am Donnerstag wird noch das Förderband, der sogenannte «Zauberteppich», montiert. Laut Meile ist das in den letzten Tagen spontan beschlossen worden. «Wir müssen immer auf die Landbesitzer und das Wetter Rücksicht nehmen», erklärt sie. «Jetzt warten wir noch auf den ersten Schnee und die Saison kann starten», sagt Meile sichtbar motiviert.

Der bevorstehenden Saison blickt die Präsidentin der Sportgenossenschaft Gähwil zuversichtlich entgegen – sofern es genügend Schnee haben sollte. «Vorletztes Jahr hatten wir nach 30 Jahren wieder einen Rekordwinter verzeichnet», berichtet Meile weiter, «letztes Jahr hatten wir gar keinen Schnee und konnten den Skilift keinen einzigen Tag laufen lassen.» Und weil die Fixkosten immer bestehen bleiben, machte der Gähwiler Skilift vergangene Wintersaison «unter dem Strich ein Minus von etwa 10 000 Franken». Sobald es Schnee habe, könne man vor allem auf die Einheimischen zählen, welche die Wintertage am Dorfskilift verbringen.


Trotz Corona positiv eingestellt

Auf die Frage, ob die Verantwortlichen des Gähwiler Skiliftes in der aktuellen Corona-Situation sowie den Schutzmassnahmen Respekt vor der bevorstehenden Saison haben, meint Meile: «Auch hier sind wir positiv eingestellt, weil wir ein gutes Schutzkonzept haben» Denn die aktuelle Lage könnte sich positiv auf die kommende Saison des lokalen Skiliftes auswirken. «Vielleicht werden viele Skifahrer die grossen Skigebiete wegen den steigenden Corona-Fallzahlen eher meiden und kleinere Skilifte in ihrer Umgebung besuchen», meint Meile. Ausserdem sei die Wartezeit in kleineren lokalen Skigebieten bedeutend kürzer. «Winterorte mit Gondelbahnen stehen mit den verordneten Schutzmassnahmen vor einer grossen Herausforderung.»

Auch in Sachen Corona-Schutzmassnahmen ist man in Gähwil vorbereitet. «Wir mussten zwar kein Konzept mit den Massnahmen einreichen», sagt Meile, «aber wir müssen ein Konzept – das fortlaufend je nach Entwicklung des Coronavirus aktualisiert werden muss – vorlegen können, sollte es zu einer Kontrolle kommen.» Für die Verantwortlichen des Gähwiler Skiliftes bedeutet dies einen zusätzlichen Aufwand. «Aber der ist minim, weil bei uns schon vieles vorhanden ist», so Meile. So beispielsweise eine Plexiglasscheibe an der Kasse oder auch geschlossene Abfalleimer. Damit die Besucher kontaktlos bezahlen können, haben die Verantwortlichen eine Bezahlung via Twint eingerichtet. Mitarbeiter werden darauf achten, dass die Abstände an der Kasse, am Kiosk-Beizli und am Skilift eingehalten werden. «Weiter werden wir an mehreren Orten Desinfektionsständer aufstellen», führt Meile weiter aus. Wie an der Kasse, herrscht auch am Bügellift eine strikte Maskenpflicht und die Besucher müssen ihre Handschuhe tragen. «So müssen wir nicht nach jedem Gebrauch die Bügel desinfizieren», erklärt Meile. Auch für die Skischule gebe es ein Schutzkonzept. Für das detaillierte Schutzkonzept im Kiosk-Beizli seien die Betreiber verantwortlich.