Bereits im Jahr 2012 hat der Kanton St. Gallen die Gemeinde Flawil verpflichtet, ein Hochwasserschutzprojekt für den Tüfibach zu erstellen. Dem Gemeinderat habe sich nur wenig Spielraum geboten, ist im neusten «Flade-Blatt» zu lesen. Am 7. März 2021 liess der Gemeinderat über das Hochwasserschutzprojekt Dorf- und Tüfibach (Büelwisweg–Gupfengasse) abstimmen. Die Flawiler Stimmberechtigten haben die Abstimmungsvorlage mit 1884 Nein- gegen 1205 Ja-Stimmen abgelehnt. Der Gemeinderat bedauere und respektiere diesen Entscheid, heisst es im Flade-Blatt weiter. Aus Sicht des Rats handelt es sich beim Abstimmungsergebnis vor allem um einen Entscheid gegen eine Bachführung über den Marktplatz und damit zur Linienführung im heutigen Bachbett.

Handlungsbedarf bleibt bestehen

Nach der Ablehnung der Abstimmungsvorlage durch die Bevölkerung ist die Hochwassergefahr jedoch nicht gebannt. Klar sei nun, dass der Hochwasserschutz des Tüfibachs im bisherigen Bachverlauf realisiert werden müsse. Jetzt werde die Ausbauvariante mit der heutigen Linienführung (Schweissbrunnstrasse/Dorfbach) weiterverfolgt.

Überarbeiten und optimieren

In Absprache mit dem Amt für Wasser und Energie des Kantons St. Gallen werde das Hochwasserschutzprojekt Dorf- und Tüfibach im heutigen Verlauf zwischen der Schweissbrunnstrasse und dem Dorfbach überarbeitet und optimiert. Im Rahmen eines Expertenberichts würden die Dimensionierung des Projekts und die Kosten nochmals überprüft. Der Rat erhoffe sich mit diesem Vorgehen, dass eine punktuelle Optimierung der baulichen Massnahmen und entsprechende Kostenreduktionen aufgezeigt werden könne.

Mit der Abstimmung vom 7. März 2021 wurde die Projektphase des vom Gemeinderat vorgelegten Hochwasserschutzprojekts Dorf- und Tüfibach abgeschlossen. Es sei vorgesehen gewesen, die gesamten Projektierungskosten dem Bauprojekt zu belasten. Da dieses abgelehnt wurde, habe der Gemeinderat die Projektierungskosten in der Höhe von 345'327 Franken zulasten der Erfolgsrechnung 2021 genehmigt.