Das musikalische Programm der Psychiatrie St. Gallen Nord zum Tag der psychischen Gesundheit vom Dienstag erreichte zur bereits vierten Auflage wohl über 100 Patienten und Bewohner, sich von den Klängen begeistern zu lassen. Die Alphornbläser entführten als Erste mit ihren Vorträgen die Zuhörer auf Alm-Höhen. Für besondere Emotionen sorgte der Gesangsbeitrag: „So schön wie heute soll es immer sein“. Im Naturgarten erwartete das Duo Bogenmann und Musso die Gäste mit Blues-Improvisationen, gefolgt vom Auftritt der Living Session Band mit Rock und Pop.Das musikalische Programm zu internationalen Tag der psychischen Gesundheit gilt alljährlich allein den Patienten und Bewohnern von Psychiatrie St. Gallen Nord. Ganz unter sich konnten sie freudvolle Momente erleben. In grosser Zahl folgten sie der Einladung der Klinikleitung, sich vom Angebot beflügeln zu lassen. CEO Markus Merz betonte zur Eröffnung des Programms, dass es für alle ein besonderer Tag werden soll.

Tiefer gehende Klänge zum Auftakt
Bei schöner Witterung, aber noch eher kühlen Temperaturen startete das Programm mit den Rickenbacher Alphornbläsern. Ihre Aufgabe mit erwärmenden Klängen zu begeistern, hatten sie schnell im Griff. Die Töne aus den Alphörnern bewirkten Aufmerksamkeit ob ihrer fibrierenden Wirkung. Erwärmend wirkten die gesanglichen Einlagen mit Gedanken, welche den Alltag kurzzeitig vergessen liessen.

Im Naturgarten der Klinik, unterdessen bei schönstem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, unterhielten Felix Bogenmann und Fulvio Musso mit Blues-Improvisationen. Die Steigerung des Programms folgte an der dritten Station des musikalischen Programms mit dem Auftritt der Living Session Band. Neben professionell aufspielenden Bandleadern zeigte sich das Gesangstrio mit bekannten Melodien, welche teils Zuhörer gleich zum Mitsingen anregte.

„Dem 'Nicht-Tabu-Thema“ begegnen
CEO Markus Merz wies in seinen Gedanken zum Abschluss auf das noch immer herrschende Tabu hin gegenüber psychischer Erkrankung. Diesem Tabu könne man nur entgegen wirken, indem wir darüber reden lernen.

Merz bedankte sich eindrücklich bei den anwesenden Patienten für ihren Mut sich dem Problem stellen zu wollen, indem sie Hilfe annehmen. Das musikalische Programm zum internationalen Tag der psychischen Gesundheit sollte als erlebbare Veranstaltung erscheinen. Mit einem Zitat schloss Merz den offiziellen Teil des Programms: „Musik kann tief berühren, Kummer und Schmerz erträglicher machen und Spannungen lösen“.

Leckerbissen zur Mittagsstunde
Im Anschluss waren die Gäste im Klinik-Restaurant zum Mittagessen geladen. Zusammen mit Angehörigen der Bewohner ergab sich schon vor der Essensausgabe ein reger Austausch. Das Mittagsmenü mit Dessert aus der Klinik-Küche mundete jedenfalls.