167 Personen haben an der Umfrage teilgenommen, das sind nur gerade 4 Prozent der Bevölkerung. 80 Prozent der Teilnehmenden sind Wohneigentümer, 69 Prozent besitzen ein Einfamilienhaus, 11 Prozent eine Wohnung. Entsprechend stark ist ihre die Verbundenheit mit der Gemeinde, ein Wegzug in den nächsten Jahren käme nur für 20 Prozent der Befragten in Frage. 

Die Gemeinde wollte der Bevölkerung mit der Umfrage vor allem beim Thema Innenentwicklung den Puls fühlen. Es zeigte sich: Drei Viertel sind generell für eine Innentwicklung. Aber: Je grösser der Eingriff der Strategie ist, desto geringer fällt die Zustimmung aus. Die Befragten wünschen sich einen besseren Unterhalt des Fuss- und Radwegenetzes und ein «grösseres Angebot an öffentlichen Aufenthaltsräumen im Siedlungsgebiet». Ausserdem sprechen sie sich für mehr «Strukturierung Obstbäume und Hecken in den Landschaftsräumen» aus. Generell wird in den publizierten Resultaten nicht zwischen den zur Gemeinde gehörenden Dörfern und Weilern – Jonschwil, Schwarzenbach, Bettenau und Oberrindal – unterschieden.  

Generell bringt die Umfrage eine hohe Zufriedenheit der befragten Bewohner mit dem eigenen Quartier zum Ausdruck. Aber es gibt auch Punkte, die negativ beurteilt wurden. So gebe es zu wenig verfügbares Bauland  und identitätsstiftende Bauten. Auch das Angebot an attraktiven Arbeitsplätzen wird zum Teil als mangelhaft taxiert. Zudem fehle ein Dorfkern mit öffentlichen Treffpunkten. Ebenfalls negativ bewertet wurden die Punkte «ungenügendes Wegnetz in den Landschaftsräumen», «Lärm des motorisierten Verkehrs», und «hohe zulässige Maximalgeschwindigkeiten». 

Anregungen der Befragten und Antworten der Gemeinde

In der Mitteilung gibt die Gemeinde auch Antworten auf konkrete Bemerkungen der Teilnehmenden. Eine lautete: «Der Kreisel Jonschwil ist schlecht gestaltet.» Es dürfe nicht sein, dass Autos in hohem Tempo durch den Kreisel fahren können. Das mit dem gegebenen Platz zu ändern würde bedeuten, dass Lastwagen nicht mehr durch den Kreisel fahren könnten, antwortet die Gemeinde. 

«Die Gemeinde Jonschwil soll nicht weiterwachsen», lautet ein anderes Statement. Dann gehen der Gemeinde die Jungen aus, lässt sich die Antwort Behörde zusammenfassen. Wenn Jonschwil nicht weiterwächst, müsste das Oberstufenzentrum Degenau in einigen Jahren geschlossen werden und die Primarschulanlagen würden allmählich  «überdimensioniert», schreibt die Gemeinde. 

Weitere Anregung aus der Umfrage: Es brauche Restaurants und Läden. Diese könne es nur geben, wenn sie von der Bevölkerung besucht werden, antwortet die Gemeinde. Der Trend gehe aber in eine andere Richtung. (pd/rop)