Im Spätsommer 2019 führte die Gemeinde Zuzwil eine Einwohnerzufriedenheitsanalyse durch, die nun zeigt, dass einige der Befragten die Verkehrssicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer sowie die Massnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Gemeinde als ungenügend erachten. «Der Gemeinderat prüft die Zustände des Strassennetzes periodisch und legt bei der Projektierung von Strassensanierungen ein besonderes Augenmerk auf die Verkehrssicherheit – so auch im Gebiet ‚Sonnenberg‘», teilt die Gemeinde in der neusten «Zuzwil aktuell»-Ausgabe mit.

Bei sämtlichen Einlenkern an der Sonnenbergstrasse wie auch an der Rosen-, Reben-, Halden-, Säntis- und Alpsteinstrasse gilt Rechtsvortritt. «Verschiedene Abklärungen haben gezeigt, dass diese Vorschrift leider oft zu wenig beachtet wird», heisst es von der Gemeinde weiter. Diverse Strassenzüge, die in die Sonnenbergstrasse einmünden, wurden bei der Erstellung baulich verschieden ausgeführt. «Daher ist auch der Rechtsvortritt nicht überall gleich wahrnehmbar und wird von den Fahrzeuglenkern oft missachtet», weiss der Gemeinderat. Er wolle dies mit entsprechenden Massnahmen verbessern. «Und zwar möchten wir das mit Markierungen an den entsprechenden Kreuzungen schaffen», sagt Gemeindepräsident Roland Hardegger auf Anfrage von hallowil.ch. Zusätzlich wolle man im Zufahrtsbereich zu den einzelnen Strassen einen sogenannten Mehrzweckstreifen aufmalen. Eine vollumfängliche Sanierung der Sonnenbergstrasse stehe frühestens in ein paar Jahren an. «Das hat damit zu tun, weil sich die Sonnenbergstrasse noch in einem sehr guten Zustand befindet», so Hardegger. 

Verkehrsregime liegt unter 50 km/h

Im Zusammenhang mit einer Überbauung im Gebiet «Sonnenberg» haben laut Gemeinde diverse Anstösser eine Sammeleinsprache eingereicht – mit dem Wunsch, dass für die Verkehrssicherheit eine nachhaltige Lösung anzustreben ist. Mit der Behandlung der Einsprache wurde zugesichert, dass versucht werde, das Verkehrsregime mit verschiedenen Massnahmen einzuschränken. Die von verschiedenen Seiten gewünschte Umsetzung einer Tempo 30-Zone könnte erst im Zusammenhang mit der Projektierung der Sanierung der Sonnenbergstrasse geprüft werden. «Alle Strassensanierungen der letzten Jahre wurden auf dem Zuzwiler Gemeindegebiet so ausgeführt, dass das Verkehrsregime unter 50 km/h liegt», betont die Gemeinde.

Eine zeitnahe Umsetzung

«Um eine bessere Sicherheit und eine einheitliche Bauart zu gewährleisten, werden zeitnah entsprechende Massnahmen ergriffen», verspricht der Zuzwiler Gemeinderat. Im Zusammenhang mit der Sanierung der Rebenstrasse im vergangenen Herbst wurde der bestehende Wasserstein bereits entfernt. Bei den Einlenkern Rosen- und Haldenstrasse sind die Entfernung des Wasser- beziehungsweise Randsteins ebenfalls geplant. Für die übrigen Einlenker sind bauseitig keine Anpassungen notwendig. «Zudem werden in Absprache mit der Kantonspolizei, Abteilung Verkehrstechnik, mit bemalten Flächen das optische Lichtraumprofil eingeengt und Mittelmarkierungen angebracht», heisst es weiter. Vor der Umsetzung hat die interessierte Bevölkerung die Gelegenheit, die geplanten Massnahmen auf dem Plan im Foyer des Gemeindehauses bis Ende Juni einzusehen. «Anschliessend werden diese zeitnah umgesetzt», so die Gemeinde.

Ein Trottoir wird verlängert

Das linksseitige Trottoir entlang der Hinterdorf- und Zuckenrieterstrasse gilt unter anderem als Schulweg für die Kinder. Da das Trottoir vor dem Einlenker Sonnenbergstrasse endet und auf der gegenüberliegenden Seite weitergeführt wird, müssen die Kinder sowie Fussgänger die Zuckenrieterstrasse überqueren und stehen so in einem ungesicherten «Warteraum». «Der Personenübergang beim Einlenker Zuckenrieter- und Sonnenbergstrasse ist nicht optimal», so die Gemeinde. Eine vollständige Verbesserung des Problems sei erst mit der Sanierung des Knotens Sonnenberg- und Zuckenrieterstrasse möglich. «Als Sofortmassnahme wird eine Trottoirverlängerung auf der Südseite markiert», heisst es von Seiten der Gemeinde. (pd/mac)