«Senioren haben heute unterschiedliche Zukunftsperspektiven und entsprechend unterschiedliche und teilweise auch vielfältige Ansprüche an das Wohnen und die ergänzenden Dienstleistungen im Alter», heisst es in einer Medienmitteilung des Bütschwiler Seniorenzentrums Solino. Im Mittelpunkt stehe ein möglichst selbstbestimmtes Leben ohne Einschränkungen. Mit dem geplanten Projekt «Solino Plus» solle eine wertvolle zukunftsorientierte Ergänzung zum bestehenden stationären Angebot geschaffen werden. «Geplant ist ein Neubau auf der Ostseite vom Solino mit elf Zweieinhalb-Zimmer-Wohnungen, 14 Einerzimmern, einem integrierten Spitex-Stützpunkt und einer zweigeschossigen Tiefgarage», teilt das Solino-Leitung mit. Verbunden werde der Neubau mit dem bestehenden Solino über eine geschlossene Passerelle. 

Mit dem Projekt wird die Anzahl von 103 bewilligten Pflegeheimplätzen nicht erhöht, sondern zum Teil auf durchlässige Angebote (Pflegewohnungen) und zum Teil auf eine höhere Anzahl Einerzimmer verteilt. «Damit kann die Zahl der Zweibettzimmer reduziert werden», heisst es in der Mitteilung weiter. Die Strategie «Solino 2025+» enthalte die klare Absicht, im Solino umfassende Alters-Dienstleistungen aus einer Hand anzubieten. Mit dem Projekt «Solino plus» erfolge die Umsetzung mit einem durchlässigen Konzept, von ambulanten Spitexleistungen und stationärer Pflege bis hin zu individuellen Dienst- und Serviceleistungen in den Bereichen Wohnen und Betreuung. «Das Vorprojekt wurde dem zuständigen kantonalen Amt zur Vorprüfung unterbreitet und ist als bewilligungsfähiges, zeitgemässes gutes Projekt beurteilt worden.

Eine solide finanzielle Basis besteht

Gemäss Kostenschätzung wird für das Projekt «Solino Plus» mit etwas über neun Millionen Franken gerechnet. Laut der neuen Zweckverbandsvereinbarung müssen Neubauten aus eigenen Mitteln finanziert werden. Das heisst, es werden keine Baubeiträge von den Zweckverbandsgemeinden beansprucht. Der Verwaltungsrat hat bereits im Zusammenhang mit dem Konzept und der Studie die Finanzierbarkeit und Wirtschaftlichkeit für das Projekt «Solino Plus» überprüft und zwei Projektvarianten durch eine externe, für das Heimwesen spezialisierte Treuhandfirma analysieren lassen. Es werde als realistisch betrachtet, dass zukünftig auch mit dem Erweiterungsbau – der aus eigener Kraft zu finanzieren sei – ein Ergebnis auf einem betriebswirtschaftlich ansprechenden Niveau erzielt werden könne. «Mit dem aktuellen Eigenkapital von 5,9 Millionen Franken, wovon zwei Millionen Franken als Vorfinanzierung für dieses Bauprojekt ausgewiesen sind, besteht eine solide finanzielle Basis», wird in der Mitteilung weiter informiert.

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So soll das Projekt «Solano Plus» aussehen. (Bild pd)

Die Delegierten vom Zweckverband genehmigten – über die schriftliche Abstimmung – den Projektierungskredit von 287'000 Franken. «Somit können jetzt die Vorbereitungen für das Honorarsubmissionsverfahren getroffen werden», so die Leitung des Seniorenzentrums. Mit diesem Verfahren werden die erforderlichen Planer bestimmt und mit der Erarbeitung eines baubewilligungsreifen Bauprojektes mit detailliertem Kostenvoranschlag beauftragt. «Damit soll es möglich sein, dass 2021 über den Baukredit Beschluss gefasst werden kann.» (pd)